Happy Birthday – 10 Jahre Institut für Public Health!
Partner:innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis, Studierende, Mitarbeitende und weitere dem Institut für Public Health (IPH) verbundene Personen feierten in Winterthur gemeinsam das 10-jährige Bestehen des Instituts und gingen der Frage nach: «Was braucht Public Health in 10 Jahren?».
Das wohl grösste Geschenk zum zehnjährigen Bestehen hat sich das ZHAW Institut für Public Health selbst gemacht: den neuen Master-Lehrgang Public Health. Dieser wurde im Frühling bewilligt und wird 2027 die ersten Studierenden aufnehmen. Das allein wäre schon Grund genug für eine Feier, doch auch der Rückblick auf die letzten zehn Jahre lässt sich sehen: Seit seiner Gründung hat das Institut zahlreiche Meilensteine erreicht, wie der Abend zeigte und auch die Jubiläumsbroschüre (Link unten) dokumentiert.
Die geladenen Gäste wurden am 10. September auf dem Campus des ZHAW Departements Gesundheit durch Prof. Dr. Julia Dratva und Prof. Dr. Andreas Pfister, Co-Leitung Institut für Public Health, begrüsst. Prof. Dr. Andreas Gerber-Grote, Direktor ZHAW Departement Gesundheit, und Nicolas Galladé, Stadtrat Winterthur, Vorsteher des Departements Soziales richteten Grussworte aus.
«Was braucht Public Health in 10 Jahren?» – Diese Frage stand im Zentrum der Jubiläumsfeier. Drei Referate und eine Podiumsdiskussion beleuchteten das Thema aus verschiedenen Perspektiven und aus Sicht unterschiedlicher (Arbeits-)Generationen. Dr. med. Thomas Steffen (Präsident von Public Health Schweiz und der Stiftung Patientensicherheit Schweiz) zeigte beispielhaft, historisch instruiert und inspiriert anhand Cholera, AIDS und illegalen Drogen, auf, dass «Verbinden», «Übersetzen» und «Gestalten» weiterhin wichtige Public-Health-Zugänge bleiben werden, auch in 10 Jahren.
Mit Linda Abegg, wissenschaftliche Assistentin im Bachelor Gesundheitsförderung und Prävention (BSc GP), und Sonja Feer, wissenschaftliche Mitarbeiterin Forschung Public Health, traten dann zwei (dienst-)jüngere Mitarbeiterinnen des IPH ans Redner:innenpult; stellvertretend für eine nächste Generation, die Public Health in Wissenschaft und Praxis prägen wird. Linda Abegg forderte in ihrer Rede motivierend dazu auf, künftig noch selbstbewusster Public-Health-Anliegen einzustehen, zu schauen, wer am Tisch fehlt und die gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu stärken. Auch bei ihr wurde deutlich, dass vieles bereits in alten Public-Health-Theorien und Konzepten wie etwa der Ottawa Charta angelegt ist, das – verändert und angepasst – vermutlich auch in 10 Jahren Bestand und Geltung haben wird. Sonja Fehr votierte anschliessend in ihrer Zeitreise ins Jahr 2036 dafür, dass Chancengerechtigkeit, digitale Gesundheitskompetenz, Datenschutz und Vertrauen in der fortschreitenden Digitalisierung berücksichtigt werden müssen, damit bestehende Ungleichheiten nicht noch verstärkt werden. Und auch in Digital Public Health gilt: Der in der Implementationsforschung bekannte «Know-Do-Gap» von bis zu 17 Jahren ist zu bedenken und zu minimieren. Wie in allen Präsentationen zeigte sich auch in ihrer Präsentation: Public Health muss noch mehr vom Wissen zum Handeln kommen.
Anschliessend wurde mit den Referent:innen und dem Publikum ein generationsübergreifender Dialog geführt, in dem die aufgeworfenen Problemfelder vertieft wurden. Dies facettenreich moderiert – wie auch der ganze Abend - von Prof. Dr. Karin Nordström, Leiterin Bachelorstudiengang BSc GP und Remo Schraner, Student im BSc GP.
Wiedersehen und Austausch an der Jubiläumsparty
Im Anschluss an den fachlichen Teil feierte das IPH sein 10-jähriges Bestehen mit einer grossen Party: ein unterhaltsames Live-Quiz mit Preisverleihung, ein Ping-Pong- und Töggeli-Turnier sowie ein DJ sorgten für eine entspannte Atmosphäre. Rund 100 Teilnehmende haben den Anlass genutzt, um sich wiederzusehen, Erinnerungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen.
Jubiläumsbroschüre – Blick zurück und nach vorne
Seit der Gründung 2016, noch unter dem Namen «Institut für Gesundheitswissenschaften», wurden 342 Bachelor-Abschlüsse vergeben, 360 Personen weitergebildet und rund 150 Forschungsprojekte akquiriert. Vor vier Jahren wurde das Institut zu «Institut für Public Health» (IPH) umgetauft, was auch einen Kulturprozess und ein neues Selbstverständnis mit sich brachte.
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