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CYPHER Symposium

CYPHER Symposium 2026 – «Kinder- und Jugend-Public Health – was kann (soll) Schule leisten?»

Wir laden Sie herzlich zum «CYPHER Symposium 2026 – Kinder- und Jugend-Public Health – was kann (soll) Schule leisten?» am Mittwoch, 4. November 2026 von 13:15 – 17:30 Uhr ein.

Am CYPHER Symposium möchten wir mit Ihnen der Frage nachgehen, was Schule für Kinder- und Jugend-Gesundheit leisten kann bzw. leisten sollte. Diese Frage muss vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Veränderungen und Herausforderungen immer wieder neu diskutiert werden. So beeinflussen etwa neue Technologien, lokale oder globale Krisen, Epidemien oder der Klimawandel die Schule, die Kinder und Jugendlichen und deren Gesundheit. 

Schule bietet sich als Interventionssetting für Public Health an. Wir erreichen dort praktisch alle Kinder und Public Health verfügt an Schulen über eine lange Tradition. Doch ist die Schule in der Lage, diese Aufgaben zu übernehmen, während sie gleichzeitig mit einem Mangel an Lehrer:innen kämpft und das Schlagwort «Bildungskrise» den politischen Diskurs prägt? Gemeinsam mit spannenden Keynote-Referent:innen, in Workshops zu unterschiedlichen Facetten und einem Panel mit Expert:innen wollen wir uns mit diesen Fragen auseinandersetzen.

Herzliche Grüsse
CYPHER Symposium Organisationskomitee

Überblick

  • Datum: Mittwoch, 4. November 2026, 13.15 – 17.30 Uhr
  • Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem gemeinsamen Apéro ein.
  • Thema: Kinder- und Jugend-Public Health – was kann (soll) Schule leisten?
  • Ort: ZHAW Departement Gesundheit, Katharina-Sulzer-Platz 9, Winterthur
  • Programmflyer (PDF 307 kB)

Programm

  • 13.15 Eröffnung und Begrüssung
  • 13.20 Referate: Was kann Schule für Kinder und Jugendgesundheit leisten?
    Zwei Referent:innen aus dem Bereich Bildung und Public Health beantworten diese Frage mit Evidenz und eigenen Perspektiven.

    Dr. phil. Eveline Hipeli, Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH):  «So früeh scho?» - Weshalb Medienkompetenzförderung in der Schule Kinder wirklich stärken kann.
    Kinder und Jugendliche wachsen heute in stark digital geprägten Lebenswelten auf. Das Referat beleuchtet anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bedeutung von Medienkompetenz für Gesundheit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe und zeigt auf, welche Kompetenzen Kinder und Jugendliche in welchem Alter benötigen, um selbstbestimmt und risikoreduziert Medien nutzen zu lernen. Zudem werden Gelingensbedingungen und Grenzen der Medienkompetenzförderung sowie die Verantwortung von Schule, Elternhaus und weiteren Akteuren diskutiert und die aktuelle Debatte über Verbote und Befähigung differenziert eingeordnet.
    Dr. phil. Eveline Hipeli ist Kommunikationswissenschaftlerin und Medienpädagogin und arbeitet als Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) im Bereich Medienbildung. Zu ihren thematischen Schwerpunkten zählen die Auswirkungen verschiedenster Medien auf Kinder und Jugendliche sowie die Förderung von Medienkompetenz. Sie ist Autorin von Lehrmitteln und Ratgebern und berät unterschiedliche Akteure, wenn es um eine risikoreduzierte und gewinnbringende Nutzung von Medien geht.

    Dr. Esther Kirchhof, Zentrum Inklusion und Gesundheit in der Schule, Pädagogische Hochschule Zürich
    Mehr Gesundheitskompetenzen in Schulen – Anspruch und Machbarkeit

    Schule ist heute ohne ein breites Spektrum an Gesundheitskompetenzen kaum mehr denkbar – sei es im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention wie auch der Früherkennung und Frühintervention, etwa von psychischen Auffälligkeiten. Dieser Anspruch erfordert spezifische fachliche Kompetenzen innerhalb der Schule, und im Idealfall sind Personen mit entsprechender Expertise niederschwellig und flexibel im schulischen Alltag verfügbar. Mit diesem Anspruch wandelt sich auch der Berufsauftrag von Lehrpersonen und weiterem Schulpersonal grundlegend. Sollen Lehrpersonen zu Gesundheitsfachpersonen werden – ist das wünschenswert? Und welche Rolle spielt die multiprofessionelle Zusammenarbeit? Das Referat diskutiert Herausforderungen und mögliche Entwicklungsrichtungen.
    Esther Kirchhoff studierte Kinder- und Jugendpsychologie sowie Pädagogische Psychologie an der Universität Bern und promovierte im Themenbereich der Belastung, Beanspruchung und Professionalisierung von Lehrpersonen. Seit 2009 ist sie am Forschungszentrum «Inklusion und Gesundheit in der Schule» und in der Ausbildung von Lehrpersonen an der PH Zürich tätig. Ihr Forschungsinteresse liegt in der altersangemessenen Unterstützung der psychischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, einschliesslich Früherkennung und -intervention bei psychischen Auffälligkeiten. Vor ihrer Forschungstätigkeit war sie als Primarlehrperson tätig.
     
  • 14:15 Workshops: Projekte des CYPHER-Netzwerks an Schulen
    In vier Workshops befassen wir uns mit spezifischen Kinder- und Jugend Public Health Themen, zu denen CYPHER-Netzwerk-Mitglieder an und mit Schulen arbeiten.

    Workshop I & II 14:20 – 15:20
    Workshop I: Was vermag multiprofessionelle Kooperation an Volksschulen zu leisten?
    Psychische Gesundheit ist zentral für die Entwicklung, Bildung und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen. Forschung zeigt jedoch, dass in den letzten zehn Jahren psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen zugenommen haben - auch wenn für die Schweiz aktuelle repräsentative Prävalenzzahlen dazu fehlen. Zudem wird von erheblichen Herausforderungen für schulische Fachpersonen sowie einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Unterversorgung berichtet. Gleichzeitig kommt der Schule eine Schlüsselrolle bei der Früherkennung psychischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter zu. Wir diskutieren aus pädagogischer, psychologischer und sozialarbeiterischer Perspektive, was es braucht, damit die Sensibilisierung von Lehr- und Fachpersonen und die multiprofessionelle Zusammenarbeit im Kontext Schule zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und zur Erkennung von Gefährdungen und psychischen Erkrankungen beitragen können.

    Workshop II: Gewaltprävention an Schulen: Gut oder gut gemeint?  
    Gewalt an Kindern und Jugendlichen durch Bezugspersonen oder Peers ist auch in der Schweiz weiterhin verbreitet, ihre gesundheitlichen Folgen auch über die Lebensspanne hinweg beträchtlich. Entsprechend vielfältig ist das Angebot an Gewaltprävention. Vielfältig sind auch die Lücken und Herausforderungen in der Gewaltprävention. Oft fehlen bspw. Belege, dass die Prävention das eigentliche Ziel erreicht und die Gewalt verringert. In einem World Café diskutieren wir Hürden der Umsetzung wirksamer Gewaltprävention und Ideen zu ihrer Bewältigung.
     
  • 15:20 – 15:50 Kaffeepause
     
  • Workshop III & IV  15:50 – 16:50
    Workshop III: Gesundheitsförderung und Schule: Welche Rahmenbedingungen machen den Unterschied? 
    Wir den Blick auf strukturelle Ansätze der Gesundheitsförderung im Schulkontext und aktuelle Interventionsideen und Befunde.  Am Beispiel des re:norm Projekts zeigen wir auf, wie die partizipative Umgestaltung von (Nicht-) Rauchendenbereichen an Schulen dazu beitragen kann, die Normalität des Nichtrauchens zu stärken.  Anschliessend diskutieren wir im World Café weitere strukturelle Massnahmen für Schulen und entwerfen gemeinsam eine praxisnahe Checkliste für Schulen mit Erfolgs- und Risikofaktoren.

    Workshop IV: Schule als Forschungsfeld: Wie wird Forschung für alle sinnvoll?
    Schulen sind ein wichtiges Forschungsfeld zu Gesundheit und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Forschung an und mit Schulen bietet die Chance, ihre Lebenswelten besser zu verstehen und gemeinsam wirksame Ansätze für die Praxis zu entwickeln. Gleichzeitig treffen Forschungsanfragen auf einen anspruchsvollen Schulalltag und unterschiedliche Bedürfnisse von Schüler, Eltern, schulischen Fachpersonen, Schulleitungen und Schulverwaltung. Wann ist Forschung im Schulkontext sinnvoll und vertretbar? Wie lassen sich Freiwilligkeit und informierte Zustimmung gewährleisten, und wo liegen Grenzen der zumutbaren Belastung? Im Workshop bringen wir Perspektiven aus Forschung und Schulpraxis zusammen. Gemeinsam diskutieren wir, wie sich unterschiedliche Ansprüche vereinbaren lassen und wie Forschung gestaltet werden kann, damit sie für die Beteiligten tragbar ist und einen Mehrwert schafft.
     
  • 17.00 – 17.30 Panel-Session
    mit Key Note Speakern und weiteren Gästen
    Schule als Public-Health-Ort: Auffangbecken, Deutungsinstanz oder Gestaltungsraum?
    Schule ist ein zentraler Ort von Public Health. Hier werden gesellschaftliche Gesundheitsprobleme besonders sichtbar: psychische Belastungen, soziale Ungleichheit, Bewegungsmangel, chronische Erkrankungen, neurodiverse Entwicklungsverläufe sowie Fragen von Wohlbefinden und Teilhabe. Dadurch wird Schule häufig zum Auffangbecken für Probleme, die gesellschaftlich entstehen, aber im schulischen Alltag bearbeitet werden müssen. Gleichzeitig prägt Schule mit, wie Gesundheit, Krankheit, Normalität, Differenz und Unterstützungsbedarf verstanden und bearbeitet werden. Sie kann sensibilisieren, entstigmatisieren und Teilhabe ermöglichen, aber auch etikettieren, überfordern oder Unterschiede vorschnell problematisieren.
    Das Panel diskutiert diese doppelte Rolle der Schule und fragt, welche Verantwortung sie im Bereich Public Health übernehmen kann und soll – und wo ihre Grenzen liegen.
     
  • 17.30 – 19.00 Apéro: bleiben Sie noch ein wenig und tauschen Sie sich bei einem Glas  Wein oder einem alkoholfreien Bier weiterhin aus.

Fortbildungspunkte

Die Veranstaltung wird mit 4 Fortbildungscredits von der Fachgesellschaft Schweizerische Gesellschaft für Fachärztinnen und -ärzten in Prävention und Public Health anerkannt.

Ort der Durchführung

Der Anlass findet im am ZHAW Departement Gesundheit in Winterthur statt. 

Anreise mit dem öffentlichen Verkehr: Bushaltestelle Brühleck

Parkplätze: sind keine vorhanden. Bitte nahe gelegene Parkhäuser benutzten. 

Anmeldung

Wir bitten Sie um eine verbindliche Anmeldung, damit wir die Workshops planen und ausreichend Platz und Kaffee für alle garantieren können. Die Teilnahme ist kostenlos. 

Bie der Auswahl des Workshops versuchen wir Ihre Workshop-Wünsche zu berücksichtigen (Kapazität der Räume).

Veranstalter

Das ZHAW-Kompetenznetzwerk Child and Youth Public Health Research hat das Ziel, zusammen mit Partner:innen aus Praxis, Politik und Forschung durch exzellente, interdisziplinäre Public-Health Praxis- und Forschungsprojekte und Austausch einen substanziellen Mehrwert für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Schweiz zu schaffen. 

CYPHER veranstaltet jährlich ein Netzwerktreffen mit Praxispartner:innen und pflegt eine Vielzahl an Kontakten mit Partnern, Fachstellen und Expert:innen.

Datum

Von: 4. November 2026, 13.15 Uhr

Ort

ZHAW, Campus Stadt-Mitte, Gebäude MG
Katharina-Sulzer-Platz 9
8400 Winterthur

Veranstalter

ZHAW Departement Gesundheit
Katharina-Sulzer-Platz 9
8400 Winterthur