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Gesundheit

Über Berufsgrenzen hinweg weiterbilden

Die interprofessionelle Zusammenarbeit wird am Departement Gesundheit nicht nur in den Bachelor- und Masterstudiengängen vermittelt. Auch diverse Weiterbildungen fördern die Kooperation zwischen den Professionen im Gesundheitswesen an deren Entwicklung und Durchführung sind auch Dozierende der Fachstelle Interprofessionelle Lehre und Praxis (IPLP) beteiligt.

Sie vertiefen ihre kommunikativen und methodischen Fähigkeiten für die interprofessionelle Zusammenarbeit, setzen sich mit der Kommunikation in interkulturellen Kontexten auseinander oder verfeinern ihre Auftrittskompetenz: Teilnehmer:innen des Weiterbildungsmoduls «Interprofessionelle Kommunikation» am ZHAW-Departement Gesundheit eignen sich das Wissen und die Kompetenzen an, um in der Berufspraxis erfolgreich mit andern Professionen zusammenarbeiten zu können. 

Es sind Fähigkeiten, die im heutigen Gesundheitswesen gefragter sind denn je. «Die interprofessionelle Zusammenarbeit ist entscheidend, um Behandlungsprozesse möglichst effizient zu gestalten und Missverständnisse reduzieren zu können», sagt Modulverantwortliche und Dozentin Bernadette Alig. Im stressigen Versorgungsalltag fehlten Zeit und Ressourcen, um die nötigen Kompetenzen der Mitarbeitenden gezielt zu trainieren. «Interprofessionelle Weiterbildungen schaffen Lernräume, die im Berufsalltag oft fehlen.» Sie ermöglichten Gesundheitsfachpersonen unterschiedlicher Professionen, miteinander ins Gespräch zu kommen, ihre Perspektiven auszutauschen und zentrale Elemente einer gelingenden Zusammenarbeit zu erleben. «So können Kommunikations- und Kooperationskompetenzen gezielt entwickelt und vertieft werden.»

Verständnis fördern, Barrieren abbauen

Das gemeinsame Lernen fördert laut Bernadette Alig nicht nur das individuelle Wissen der Fachpersonen: Es stärkt das Verständnis für die Arbeitsweisen anderer Berufsgruppen, baut Barrieren ab und fördert eine Haltung der gemeinsamen Verantwortung. «So verbessert sich nicht nur die Zusammenarbeit im Team – sondern letztlich auch die Qualität der Versorgung. Denn Gesundheitsversorgung ist und bleibt Teamarbeit.»

In der Weiterbildung «Interprofessionelle Kommunikation» üben Teilnehmende diese Teamarbeit unter anderem im Rahmen des Leistungsnachweises. Für eine konkrete interprofessionelle Herausforderung aus ihrem Berufsalltag erfassen sie mithilfe des «Canadian Interprofessional Health Collaboration»-Frameworks die Perspektiven von Arbeitskolleg:innen anderer Professionen und erarbeiten einen theoretischen Massnahmenplan zur Verbesserung der Zusammenarbeit. Mit diesem strukturierten Prozess lernen die Teilnehmenden, interprofessionelle Herausforderungen systematisch anzugehen. Darüber hinaus sei er auch persönlich bereichernd, so Bernadette Alig. «Mehrere Kursteilnehmende berichteten im Nachhinein, dass sie dem Leistungsnachweis zunächst skeptisch gegenüberstanden, dann aber überrascht waren, wie sehr ihnen der Perspektivenwechsel für ihren beruflichen Alltag geholfen hat.»

Austausch als willkommener Nebeneffekt

Der Kurs «Interprofessionelle Kommunikation» steht exemplarisch für Weiterbildungen, die den Fokus gezielt auf die interprofessionelle Zusammenarbeit legen. An der Entwicklung und Durchführung der Kurse sind auch Dozierende der Fachstelle Interprofessionelle Lehre und Praxis (IPLP) beteiligt – bei «Interprofessionelle Kommunikation» etwa IPLP-Dozentin Andrea Bärlocher. 

Neben Modulen, deren Hauptfokus auf der Interprofessionalität liegt, bietet das Departement Gesundheit auch Weiterbildungen an, die das Thema zwar nicht explizit behandeln, den Austausch zwischen den Professionen aber quasi als willkommenen Nebeneffekt fördern. Eines davon ist das Modul «Gesundheitswesen Schweiz». In diesem setzen sich Fachpersonen aus verschiedenen Gesundheitsberufen gemeinsam mit gesundheitsökonomischen, -politischen und -rechtlichen Fragestellungen auseinander. «Dabei bringen sie ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen ein, diskutieren aktuelle Herausforderungen und entwickeln ein tieferes Verständnis für Rollen, Aufgaben und Entscheidungslogiken der verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen, erläutert Bernadette Alig. Dadurch entstehe ein Austausch, der Verständnis füreinander schaffe und berufliche Perspektiven sichtbar mache. 

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