Eingabe löschen

Hauptnavigation

Gesundheit

Themen, Thesen und Ideen

Im Doppelhörsaal wirkten die verstreuten Stehtischchen zu Beginn etwas verloren, doch binnen weniger Minuten erhielten sie Gesellschaft von rund 400 Personen, einem bunten Mix aus Studierenden und Mitarbeitenden. Der Departementstag widmete sich der Interkulturalität, ein Thema, das in den nächsten zwei Jahren einen Schwerpunkt der ZHAW bildet.

Um die interkulturelle Kompetenz zu veranschaulichen, wurden fünf einfache Rechenbeispiele projiziert und gefragt: «Welche Antwort ist falsch?»

  1. 1 + 1 = 2
  2. 7 + 5 = 12
  3. 11 + 3 = 2
  4. 6 + 3 = 9
  5. 8 + 9 = 5

Ausgehend vom Dezimalsystem, das die meisten Anwesenden wählten, tanzten die Beispiele 3 und 5 aus der Reihe. Doch was, wenn es um eine Uhrzeit geht? Wie sehen die Gleichungen dann aus? Das Zahlenbeispiel verdeutlichte auf einfache Art, wie wichtig ein Perspektivenwechsel in festgefahrenen Situationen sein kann, um eine Lösung zu finden. 

Von Rassismus bis zu Fröschen

Dem Format der «Unconference» folgend, in dem Themen von Vertreter:innen aus dem Publikum eingebracht und anschliessend in kleinen Gruppen im Campus verteilt diskutiert wurden, wurde ein breites Spektrum abgedeckt. In «Weisse Standards – dunkle Folgen» stand der Umstand im Fokus, dass Lehrmittel und Anschauungsbeispiele vorwiegend auf Menschen mit weisser Haut basieren und so die Diagnostik, zum Beispiel von Hautkrebs, bei «people of color» wesentlich erschwert wird. «Selbst fremd sein» stellte die Frage: «Wie geht man mit Schwierigkeiten und Wertkonflikten um, wenn man an einem fremden Ort lebt?» Oder: «Vielfalt und ihre Grenzen» drehte sich um die Herausforderung «Was tun, wenn unsere Vielfalt gefährdet wird, zum Beispiel durch Student Trump?» Und: «Wie zeichnet man einen Frosch?»

Den Teilnehmenden einer «Unconference» steht es frei, zu welchem Thema sie sich austauschen möchten. Darum finden sich immer die «richtigen» Personen zum jeweiligen Gespräch. Wer von einem Thema genug gehört hat, kann zum nächsten spazieren und lässt sich dort von neuen Inputs inspirieren.

Der Austausch fand in zwei Blöcken statt und wurde zum Schluss kurz resümiert. Das gewählte Format erlaubte einen offenen Austausch, der auch so genutzt wurde. Die so gewonnen Perspektivenwechsel und frischen Inputs zeigten: Man ist mit seinen Ideen meist nicht alleine – und wer andere Sichtweisen kennenlernt, wird zum Weiterdenken angeregt.