CAS AI Law & Legal Tech
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Abschluss:
Certificate of Advanced Studies ZHAW in AI Law & Legal Tech (12 ECTS)
Start:
11.09.2026
Dauer:
Ca. 6 Monate, berufsbegleitend
Kosten:
CHF 9'800.00
Bemerkung zu den Kosten:
Im Preis inbegriffen sind die Kursunterlagen und die Prüfungsgebühren (exkl. Nachprüfungsgebühren)
Die gesamten Kursgebühren werden ca. 30 Tage vor Beginn des Lehrgangs in Rechnung gestellt. Für Ratenzahlung bitte anfragen.
Durchführungsort:
ZHAW School of Management and Law / Campus St.-Georgen-Platz, 8401 Winterthur
Unterrichtssprache:
- Deutsch
- Einzelne Lektionen können in englischer Sprache stattfinden. Das Unter-richtsmaterial ist mehrheitlich in deutscher und teilweise in englischer Sprache.
Ziele und Inhalt
Zielpublikum
Der CAS richtet sich an Berufsleute, die an der Schnittstelle von Recht, Management und Technologie arbeiten und KI sowie Legal Tech fundiert nutzen wollen:
- Rechtsanwält:innen in Kanzleien.
- In-House Legal Counsel in Unternehmen und Organisationen.
- Mitglieder von Behörden und Verwaltungsorganen, die mit Digitalisierungsprojekten befasst sind.
- Projektmanager:innen und Produktverantwortliche im Bereich Digitalisierung/Legal Tech.
- Unternehmensberater:innen mit Fokus auf digitale Transformation und Regulierung.
- Weitere Fachpersonen mit Hochschulabschluss und mindestens zwei Jahren relevanter Berufserfahrung, die KI-gestützte Lösungen im Rechtsbereich beurteilen und implementieren möchten.
Ziele
Nach Abschluss des CAS AI Law & Legal Tech:
- verfügen die Teilnehmenden über ein fundiertes Verständnis von künstlicher Intelligenz und Machine Learning, um KI-gestützte Tools im Rechtsbereich kritisch zu beurteilen und einzuordnen.
- haben sie einen umfassenden Überblick über Digitalisierung, Legal Tech, Datenschutz und IT-Recht in der Schweiz und der EU.
- erkennen und reflektieren sie rechtliche und ethische Fragestellungen rund um den Einsatz von KI im Rechtswesen und wenden standesrechtliche Grundsätze im digitalen Kontext an.
- sind sie in der Lage, Legal Tech-Tools systematisch zu analysieren, zu bewerten und für ihre Organisation passende Lösungen auszuwählen.
- bringen sie Kompetenzen in Legal Design, Change- und Projektmanagement ein, um KI- und Legal-Tech-Projekte erfolgreich zu planen und umzusetzen.
- können sie komplexe technische und rechtliche Sachverhalte adressatengerecht gegenüber Management, IT und weiteren Stakeholdern kommunizieren.
Inhalt
Pflichtmodule
Modul 1 – Einführung in KI, Legal Tech, Digitalisierung & Wandel des Rechtsmarkts
- Überblick über Legal Tech und aktuelle Entwicklungen im Schweizer Rechtsmarkt.
- Digitalisierung von Rechtsdienstleistungen, Plattformökonomie und neue Geschäftsmodelle.
- Technologien wie KI, Blockchain und Smart Contracts im Überblick.
- Auswirkungen von Technologie auf Kanzleien, Rechtsdienste und Gerichte.
Erarbeitung eines Porter-Five-Forces-Modells für den Schweizer Rechtsmarkt als Modulabschluss.
Modul 2 – Technologien und Tools im Rechtsbereich: KI & Machine Learning
- Grundlagen künstlicher Intelligenz und Machine Learning
- Automatisierung juristischer Prozesse (z.B. Dokumentenerstellung, Recherche, Review).
- Legal Chatbots, Dokumentenautomation und KI-gestützte Recherchetools
Gemeinsames Entwickeln eines ersten Legal-Tech-Use-Cases (z.B. kleines Tool oder Workflow). - Erstellen eines eigenen KI-Use-Cases aus der Praxis oder eines einfachen Automatisierungsprozesses als Modulabschluss.
Modul 3 – Rechtsfragen im Zusammenhang mit KI: Haftung, Urheberrecht, Datenschutz, IT-Recht, Governance und Ethik
- Rechtlicher Rahmen in der Schweiz und der EU für KI und Legal Tech.
- Datenschutzrechtliche Anforderungen, insbesondere im Umgang mit Trainingsdaten und KI-gestützten Services.
- Haftpflichtrechtliche Fragen und Haftungsaspekte im Kontext von KI.
- Urheberrechtliche Fragen und Haftungsaspekte im Kontext von KI.
- IT-Verträge (SaaS, PaaS, Lizenzverträge) im Legal-Tech-Umfeld.
- Ethische Fragestellungen: Bias, Transparenz, algorithmische Entscheidungsfindung
- Bearbeitung eines praxisnahen Falls (Falllösung) als Modulabschluss.
Wahlpflichtmodule
Wahlpflichtmodul 4A – KI im Bank- und Versicherungswesen
- Regulatorische Rahmenbedingungen für Schweizer Finanzinstitute und Versicherungen
- Compliance: FINMA-Erwartungen an Governance und Risikomanagement für Schweizer Finanzinstitute und Versicherungen
- KI-Anwendungen im Banking: Kreditprüfung und Risikoanalyse; Betrugserkennung und Anti-Money-Laundering (AML); algorithmisches Trading; Robo-Advisory und personalisierte Kundenberatung; automatisierte Compliance-Überwachung
- KI-Einsatz in der Versicherungsbranche: Automatisierte Schadenbearbeitung und Betrugserkennung; KI-gestütztes Underwriting und Risikoassessment; Chatbots und automatisierte Kundenbetreuung; Bilderkennung und Deckungsüberprüfung; Datenanalyse
Wahlpflichtmodul 4B – KI in der Rechts- und Anwaltspraxis
- KI-Anwendungen in der juristischen Fallbearbeitung
Regulatorische Rahmenbedingungen und Standards hinsichtlich KI in der Anwaltspraxis: nationale (z. B. Bundesrat, ZPO-Revision, Justitia 4.0) und internationale Entwicklungen (EU AI Act, UNCITRAL-Initiativen) sowie deren Relevanz für Anwaltskanzleien - Legal Tech-Tools für verschiedene Fachgruppen
- Justitia 4.0 und digitale Transformation der Justiz
- Governance und Risikomanagement: Zuständigkeiten und Prozesse zur Kontrolle von KI-Anwendungen in Kanzleien, Modellrobustheit
- Praxisnahe Use Cases: Fallstudien zur Implementierung und Bewertung von KI-Lösungen im Kanzleiumfeld
Wahlpflichtmodul 4C – KI in der öffentlichen Verwaltung
- Regulatorische Anforderungen für die Anwendung von KI durch die öffentliche Hand
- KI-Anwendungen im Verwaltungsbereich: Automatisierte Bürgerkommunikation, intelligente Aktenführung, digitale Entscheidungsfindung, datenbasierte Prozess-Optimierungen
- Legal Tech-Tools für Behörden: Dokumentenautomatisierung, Chatbots
Praxisnahe Use Cases: Digitalisierung von Verwaltungsabläufen, KI-Experimente in der Verwaltungspraxis, Smart Services für Bürger:innen - Governance, Change Management und Stakeholder-Kommunikation in Digitalisierungsprojekten der öffentlichen Hand
- Herausforderungen: Transparenz, ethischer Umgang mit KI, Change-Prozesse, Akzeptanz neuer Technologien in Behörden und Bevölkerung
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Beratung und Kontakt
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Studienleitung:
Karin Mülchi
+41 58 934 49 86
E-Mail -
Administration:
Customer Service Weiterbildung
+41 58 934 79 79
E-Mail
Veranstalter
Dozierende
Intern:
Extern:
- Niloufar Balouch, Bridge Legal Tech GmbH
- Dr. Adrian Bieri, Bratschi AG
- Michael Böni, Boeni Industries AG
- Benjamin Gottlieb, Schellenberg Wittmer AG
- Dr. Dusan Ivanovic, Schellenberg Wittmer AG
- Jessica Obrist, Stadtcasino Baden AG
- Nicolas Torrent, Swiss Legal Tech Association
- Dr. Lamara von Albertini, von Albertini Compliance Services GmbH
- Dr. Markus Winkler, Pestalozzi Rechtsanwälte AG
Anmeldung
Zulassungskriterien
Zulassungsbedingungen für Personen mit Hochschulabschluss
Abschluss (Diplom, Lizentiat, Bachelor- oder Masterabschluss) einer staatlich anerkannten Hochschule beziehungsweise einer der Vorgängerschulen.
Zum Zeitpunkt der Anmeldung mindestens 2 Jahre Berufserfahrung.
Die Studienleitung behält sich vor, die interessierten Personen zu einem Gespräch einzuladen sowie Referenzen einzuholen.
Zulassungsbedingungen für Personen ohne Hochschulabschluss
Nachweis eines Tertiär B-Abschluss (Höhere Berufsbildung):
Berufsprüfung BP (eidgenössischer Fachausweis) oder Höhere Fachprüfung HFP (eidgenössisches Diplom) oder Höhere Fachschule HF.Zum Zeitpunkt der Anmeldung und nach Abschluss einer ersten beruflichen Grundbildung mindestens 2 Jahre Berufserfahrung.
- Bestehen eines Zulassungsgesprächs.
Anmeldeinformationen
Hinweis: Anmeldungen werden aufgrund diverser Kriterien wie Eingang der Anmeldung, Eingang einer Interessenbekundung vor Eröffnung der Anmeldemöglichkeit etc. berücksichtigt.
Startdaten und Anmeldung
| Start | Anmeldeschluss | Anmeldelink |
|---|---|---|
| 11.09.2026 | 11.08.2026 | Anmeldung |