Eingabe löschen
Zum Inhalt

Hauptnavigation

School of Management and Law

Servicenavigation

Swiss Diversity Studie 2026: Mitarbeitende wünschen sich mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten bei der Arbeit

Neue Erkenntnisse der Swiss Diversity Studie 2026 zeigen: Mitarbeitende aller Altersgruppen und Geschlechter wünschen sich mehr Flexibilität und individuellere Arbeitsmodelle. Die Ergebnisse des ersten Studienteils wurden vergangene Woche am Swiss Diversity Impact Business Forum vorgestellt.

Wie flexibel soll Arbeit sein – und wie gut passen heutige Arbeitsmodelle zu den unterschiedlichen Lebensrealitäten von Mitarbeitenden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Swiss Diversity Studie 2026 “Flexible Menschen, starre Systeme?”, die das ZHAW Zurich Center for Sustainability Leadership unter der Leitung von Dr. Daniela Frau gemeinsam mit Swiss Diversity und Impact2Go durchgeführt hat. Gefördert wurde die Studie von der BKW AG.

Der erste Studienteil untersucht die Perspektive von Mitarbeitenden und liefert bereits wichtige Erkenntnisse darüber, wie Arbeit heute erlebt wird und wo Unternehmen ihre Arbeitsmodelle weiterentwickeln können. Die Ergebnisse präsentierte Dr. Daniela Frau vergangene Woche am Swiss Diversity Impact Business Forum. Der zweite Studienteil, der die Sichtweise von Organisationsverantwortlichen beleuchtet, wird im Herbst 2026 veröffentlicht.

Die Auswertung zeigt, dass die Wahrnehmung von Standardisierung am Arbeitsplatz vor allem von der Erwerbsform und dem Tätigkeitsbereich abhängt, während Geschlecht und Alter nur eine untergeordnete Rolle spielen. Gleichzeitig wird deutlich, dass bestehende Flexibilitätsangebote häufig nicht ausreichend an den individuellen Lebensrealitäten der Mitarbeitenden ausgerichtet sind.

Auch bei der Wahrnehmung von Flexibilität zeigen sich Unterschiede: Männer bewerten sowohl die Passung zwischen Arbeit und Privatleben als auch die Flexibilität ihrer Arbeit insgesamt positiver als Frauen. Besonders die mittleren Altersgruppen nehmen ihre Arbeit als flexibler wahr als jüngere oder ältere Beschäftigte.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist zudem, dass das bestehende Angebot an Arbeitsflexibilität vielfach nicht mit den Präferenzen der Mitarbeitenden übereinstimmt. Dies betrifft unterschiedliche Dimensionen wie zeitliche, örtliche, vertragliche, karrierebezogene und funktionale Flexibilität.

Die wahrgenommenen Spannungen zwischen Arbeit und Lebensrealität bewegen sich insgesamt im mittleren Bereich. Auch das allgemeine Wohlbefinden wird durchschnittlich als mittel eingeschätzt, wobei Personen ab 56 Jahren ihr Wohlbefinden besonders positiv bewerten.

Über alle Geschlechter und Altersgruppen hinweg zieht sich jedoch eine klare Botschaft durch die Ergebnisse: Mitarbeitende wünschen sich künftig mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten bei der Arbeit. Die Studie unterstreicht damit die Bedeutung flexibler und diversitätsorientierter Arbeitsmodelle, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Beschäftigten besser gerecht werden und gleichzeitig einen Beitrag zu nachhaltiger Unternehmensführung leisten.

Für Organisationsverantwortliche ist die Teilnahme am 2. Studienteil weiterhin möglich.