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School of Management and Law

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KI und der Tod

Zwei Wochen reiste die wissenschaftliche Mitarbeiterin Mirella Moser von der ZHAW School of Management and Law (SML) im Rahmen eines Swissnex Programms durch Japan und beschäftigte sich mit AI Afterlife. Dabei knüpfte sie wertvolle Kontakte und gewann spannende Einblicke in unterschiedliche Perspektiven auf den Tod und das digitale Weiterleben.

Kann Künstliche Intelligenz einen Menschen nach dessen Tod anhand hinterlassener Daten simulieren? Oder kann gar ein humanoider Roboter den Trauernden Trost spenden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Mirella Moser im Rahmen ihres Doktorats am Institut für Wirtschaftsinformatik (IWI) an der SML. Hierfür reiste sie mit Swissnex nach Japan, um sich mit Forschenden auszutauschen, die sich mit ähnlichen Fragestellungen beschäftigen. Zwei Wochen verbrachte die Forscherin im Land der Kirschblüten und reiste von Tokio über Kyoto nach Osaka, dem Hauptstandort von Swissnex in Japan. Highlight des Aufenthalts war eine Paneldiskussion im Swissnex Office: Als Speakerin diskutierte Mirella Moser gemeinsam mit anderen Wissenschaftler:innen Ideen und Innovationen rund um das Thema AI Afterlife. 

Kann KI Toten neues Leben einhauchen? 

Noch steht Moser am Anfang ihres PhD-Programms und das Thema ihrer Arbeit ist noch relativ breit ausgelegt. «Es besteht eine Forschungslücke im Bereich Authentizität einer simulierten Person», erkennt Mirella Moser. Also: Wie lässt sich eine Person glaubwürdig mit KI abbilden? Vielfach bestehe die Skepsis, dass die Simulation sich anders verhalte als die verstorbene Person. Und welche Dimensionen tragen überhaupt dazu bei, dass eine Simulation als authentisch wahrgenommen wird? Moser sagt, es gäbe diesbezüglich noch viele offene Fragen und in Japan wie auch in anderen Teilen der Welt begegneten Menschen dem Thema mit grosser Skepsis. Trotzdem bestehe eine gewisse Nachfrage. Und es gibt bereits entsprechende Chatbots. 

Die Forscherin betont, dass der Tod ein sehr sensibles und individuelles Thema sei. Auch seien die Einflüsse auf die Psyche aufgrund der Nutzung von AI Afterlife noch nicht bekannt. «Es ist denkbar, dass die Nutzung von AI Afterlife künftig nur eingeschränkt verfügbar sein wird», meint Moser. So solle unter anderem eine Abhängigkeit vermieden werden.

In Japan wird sterben anders wahrgenommen

Moser entschied sich für eine Reise nach Japan, weil die Kultur sich von der Schweiz unterscheidet. Trotzdem sei Japan vom Innovationsgrad vergleichbar mit der Schweiz. «Japan hat gerade im Umgang mit dem Tod eine ganz andere Kultur als die Schweiz», sagt Moser. Sie habe sich beispielsweise mit einem Arzt der Palliativmedizin und sogar mit einem buddhistischen Mönch getroffen. Aus den Gesprächen wurde klar, dass in Japan die Ahnenverehrung ein wichtiges Thema und die Sicht auf den Tod eine andere ist.

Die Doktorandin knüpfte auf ihrer Reise zahlreiche Kontakte und erhielt dank Swissnex Zugang zu Universitäten und Organisationen. Mit einem Rucksack voller Inspiration und Ideen für ihre weitere Forschung kehrte Mirella Moser in die Schweiz zurück. Einen Auslandaufenthalt mit Swissnex empfiehlt die Forscherin allen Interessierten.

Kontakt

Mirella Moser

Telefon: +41 58 934 41 81
Email: mirella.moser@zhaw.ch