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Academy of Management 2026: Doppelerfolg für das ZHAW International Management Institute

Zwei renommierte Best Paper Awards für Forschende des ZHAW International Management Institute: Am Annual Meeting der Academy of Management 2026 in Philadelphia wurden Arbeiten von Dr. Matteo Mösli und Prof. Christopher Hartwell sowie von Dr. Siyana Gurova, Dr. Benedikt Zoller-Rydzek und Prof. Florian Keller ausgezeichnet.

Das ZHAW International Management Institute (IMI) blickt auf ein äusserst erfolgreiches Annual Meeting der Academy of Management (AOM) 2026 zurück. Gleich zwei Forschungsteams des IMI wurden an der internationalen Konferenz mit renommierten Best Paper Awards ausgezeichnet – und unterstreichen damit die internationale Sichtbarkeit und Qualität der Forschung am Institut.

Wahlen schrecken Investoren nicht immer ab – es kommt darauf an, wer an die Macht kommt

Dr. Matteo Mösli und IMI-Leiter Prof. Christopher Hartwell erhielten gemeinsam mit PD Dr. Jakob Müllner den IM Division UofSC-Douglas Nigh Best Paper in Multidisciplinary Research Award. Ihre Studie “When the Dust Doesn’t Settle: Electoral Outcomes and Firm Cross-Border Investments” untersucht, wie Wahlergebnisse und Regierungswechsel die grenzüberschreitenden Investitionsentscheidungen multinationaler Unternehmen beeinflussen.

Auf Basis von mehr als 14'000 vierteljährlichen Investitionen multinationaler Unternehmen aus 80 Herkunftsländern im Zeitraum von 2003 bis 2020 zeigen die Forschenden, dass Wahlen nicht grundsätzlich zu einem Rückgang ausländischer Direktinvestitionen führen. Entscheidend sind vielmehr die politischen Eigenschaften und Handlungsspielräume der neu gewählten Regierungen. Insbesondere ein höherer populistischer Kurs und grössere politische Ermessensspielräume können dazu führen, dass Unternehmen ihre Investitionen reduzieren.

Die Ergebnisse relativieren damit die verbreitete Annahme, dass Wahlen per se ein erhöhtes Investitionsrisiko darstellen. Vielmehr kommt es darauf an, wer nach einer Wahl an die Macht kommt und welche Möglichkeiten die neue Regierung hat, das politische und wirtschaftliche Umfeld zu verändern.

Schweizer Exporteure überstehen Handelsschocks dank ihrer internationalen Flexibilität

Eine zweite Auszeichnung ging an Dr. Siyana Gurova, Dr. Benedikt Zoller-Rydzek und Prof. Florian Keller. Ihr Paper “Exporters Respond to Trade Shocks” wurde mit dem Georgetown Best Paper in International Business and Policy Award ausgezeichnet.

Die Studie untersucht, wie Schweizer Unternehmen auf den starken Anstieg der handelspolitischen Unsicherheit nach der Ankündigung der US-amerikanischen «reziproken» Zölle im Jahr 2025 reagierten. Grundlage bilden Daten aus dem Swiss Managers Survey von 2022 bis 2025. Dabei vergleichen die Forschenden die Einschätzungen von Unternehmen mit unterschiedlich hoher Exportorientierung vor und nach dem Zollschock.

Die Ergebnisse zeigen eine interessante Differenzierung: Manager:innen exportorientierter Unternehmen beurteilten die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte nach dem Zollschock deutlich pessimistischer. Gleichzeitig blieb ihr Vertrauen in die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens vergleichsweise hoch. Dies deutet darauf hin, dass international tätige Unternehmen über grössere Möglichkeiten verfügen, auf handelspolitische Veränderungen zu reagieren – etwa indem sie Beschaffung, Produktion oder Marktaktivitäten zwischen verschiedenen Ländern verlagern.