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School of Management and Law

Geopolitische Eskalation in Venezuela: IMI- und CGC-Expertise ordnet aktuelle Entwicklungen ein

Die Eskalation in Lateinamerika wirft grundlegende Fragen zur internationalen Ordnung, zu Machtprojektion, Einflusszonen und zur zukünftigen Rolle der USA in der Weltpolitik auf. Am ZHAW International Management Institute und insbesondere in seinem ZHAW Center for Geopolitics and Competitiveness ist umfangreiche Expertise vorhanden, um diese Entwicklungen aus geopolitischer, wirtschaftlicher und institutioneller Perspektive zu bewerten.

Die jüngsten geopolitischen Entwicklungen sorgen international für grosse Aufmerksamkeit und erhebliche Verunsicherung. Nach einem von US-Präsident Donald Trump angeordneten Militärangriff auf Venezuela wurden strategische Ziele bombardiert und Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro in einer beispiellosen Operation festgenommen und in die USA gebracht. Dort soll ihm nun der Prozess gemacht werden. Gleichzeitig drohte der US-Präsident mit weiteren militärischen Interventionen in Ländern wie Kuba, Kolumbien, Iran oder Grönland.

Bereits gestern äusserte sich Prof. Christopher Hartwell, Leiter des ZHAW International Management Institute (IMI), im polnischen Fernsehsender BIZNES24 zu den Ereignissen. In seinem Interview analysierte er die strategischen Motive der USA sowie die möglichen Konsequenzen für die venezolanische Wirtschaft und die internationale Stabilität.

Hier geht es zum Video

Auch in der Schweizer Medienlandschaft findet die Einschätzung der ZHAW Beachtung. Auf nau.ch kommentierte Dominique Ursprung vom ZHAW Center for Geopolitics and Competitiveness (CGC) die US-Intervention:

«Die Vorherrschaft der USA in der westlichen Hemisphäre ist von zentraler Bedeutung. Dazu gehören explizit auch direkte Interventionen, wie sie sich dieser Tage in Venezuela abgespielt haben.»

Hier geht es zum Artikel “Donald Trump: Welches Land greift er als nächstes an?”

In einem weiteren Artikel auf nau.ch kommt neben Ursprung auch CGC-Leiter Prof. Florian Keller zu Wort. Er warnt:

«Wir bewegen uns in Richtung des Imperialismus des 19. Jahrhunderts. Also als Grossmächte, die von Adelsfamilien geführt wurden, die Welt unter sich aufgeteilt haben.»

Hier geht es zum Artikel “Donald Trump macht es den Russen und Chinesen vor”

Über Lateinamerika hinaus werden die Ereignisse auch in anderen Weltregionen aufmerksam verfolgt. Dr. Alina Nychyk, Forscherin am CGC mit Schwerpunkt auf dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie den Beziehungen der Ukraine zur Europäischen Union, beschreibt die Perspektive vieler Ukrainer:innen auf die US-Operation in Venezuela wie folgt:

“Da in der Ukraine weiterhin Krieg herrscht, sind Ereignisse in weit entfernten Teilen der Welt für die Ukrainer:innen in der Regel weniger relevant. Die Operation in Venezuela hat jedoch durchaus Reaktionen ausgelöst. Zum einen gibt es Scherze und Hoffnungen, dass Trump mit Putin dasselbe tun und ihn nach Den Haag bringen könnte. Zum anderen bestehen Befürchtungen, dass Trumps Vorgehen eine neue Aufteilung der Welt in Einflusszonen signalisiert, was Russland in der Folge zu noch aggressiverem Vorgehen in Europa ermutigen könnte.”

Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen, wie eng regionale Konflikte und globale Machtverschiebungen miteinander verwoben sind.

Das IMI und das CGC werden die Lage weiterhin aufmerksam verfolgen und ihre Expertise in die öffentliche Debatte sowie in Forschung, Lehre und Weiterbildung einbringen.