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Mit dem MSc Hebamme den Horizont erweitern

«Das Masterstudium bestärkt mich, für eine kompetente und natürliche Geburtshilfe einzustehen und mich dafür berufspolitisch zu engagieren». Martina Bisig ist im zweiten Semester des MSc Hebamme. Sie und Swantje Jürgensen erzählen in Interview und Film von ihrem Studium.

Drei Fragen an Martina Bisig und Swantje Jürgensen, Studentinnen im zweiten Semester MSc Hebamme

Warum haben Sie sich für das Masterstudium entschieden?

Martina Bisig: Unter anderem haben mich persönliche Erlebnisse in Afrika zu dem Studium bewogen. Noch immer sterben dort wegen fehlendem Fachwissen viel zu viele Frauen während oder nach der Geburt. Mit den Beziehungen, die ich dank meinem Studium aufbauen kann, möchte ich global Einfluss nehmen. Entwicklungsbedarf gibt es aber auch in der Schweiz. Da werden zu viele unnötige Interventionen in der Geburtshilfe durchgeführt. Ich setze mich ein für eine natürliche Geburt mit so wenig medizinischen Eingriffen wie möglich. Dafür möchte ich berufspolitisch einstehen und mich für die Hebammenarbeit und vor allem für die Frauen engagieren. In diesem Studium lerne ich Instrumente und Strategien kennen, die ich dazu nutzen kann.

Swantje Jürgensen: Die aktuellen Versorgungsmöglichkeiten zu hinterfragen und an neue Modellen zu arbeiten, reizt mich sehr. Weitere Gründe für das Studium sind, dass ich mein Wissen vertiefen möchte. Dabei hilft mir der fachliche Austausch mit meinen Mitstudierenden, die oft in anderen Bereichen als ich arbeiten. Zudem ermöglicht mir der Masterabschluss, in Zukunft selbst Hebammen zu unterrichten oder mich für eine Stelle als Advanced Practice Midwife zu qualifizieren.

Sie sind nun im zweiten Semester. Was hat Ihnen bis jetzt besonders gefallen an Ihrem Studium?

Martina Bisig: Im ersten Semester studierten wir zusammen mit Pflegefachpersonen. Die anderen Ansichten und Gedankenhintergründe fand ich sehr bereichernd. Vom Pflegeberuf kann ich viel lernen und viele Aspekte auf den Hebammenberuf adaptieren. Das Studium erfordert viel Eigenverantwortung. Es wird uns nicht alles auf dem silbernen Tablett serviert. Immer wieder müssen wir Antworten selbst suchen, Wichtiges von weniger Wichtigem unterscheiden und eigenständig lernen. Das gefällt mir sehr. So kann ich meinen Wissensdurst stillen.

Swantje Jürgensen: Besonders für mich ist, im Masterstudium zusammen mit Berufsleuten zu sein. Viele haben Zusatzfunktionen, zum Beispiel ist Martina Abteilungsleiterin. Diese Zusammensetzung hebt das Niveau von Diskussionen an, diesen Austausch finde ich sehr spannend und er erweitert meinen Horizont.

Was können Sie aus dem Studium für Ihre Arbeit in der Praxis mitnehmen?

Swantje Jürgensen: Da ich nun Hintergründe von Theorien kenne, bin ich für die Umsetzung offener geworden, hinterfrage sie aber auch kritischer. Zudem kann ich meinen Standpunkt besser im Team erklären und argumentieren. Im Studium haben wir das Thema Ethik behandelt. Dieses Thema begleitet uns Hebammen immer wieder. In den Fallbesprechungen konnte ich das Wissen aus dem Studium dazu gut brauchen, da konnte das ganze Team davon profitieren.

Martina Bisig: Im Unterricht hinterfragen wir oft Studien und Untersuchungen und lernen, wie Theorien entwickelt werden. Das hilft mir, in der Praxis ärztliches Handeln kritisch zu hinterfragen und zu würdigen. Mein Vokabular gleicht sich jenem der Ärzte an, so kann ich auf Augenhöhe mit ihnen argumentieren. Das Studium bestärkt meine Ideen und Ansichten. Das motiviert, mich weiter für eine auf Theorien gestützte, kompetente und natürliche Geburtshilfe einzusetzen.