Swiss Payment Monitor
Der Swiss Payment Monitor untersucht seit 2018 das Zahlungsverhalten der Schweizer Bevölkerung. Die Studienreihe ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universität St. Gallen und der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
Die Erhebung verbindet zwei Perspektiven: eine repräsentative Konsumentenbefragung mit persönlichem Zahlungstagebuch sowie die Auswertung öffentlich zugänglicher Daten der Schweizerischen Nationalbank zum elektronischen Zahlungsverkehr. So entsteht ein umfassendes Bild des Bezahlverhaltens in der Schweiz.
Die aktuellen Ergebnisse, das Studiendesign sowie ein interaktives Dashboard mit allen Kennzahlen finden Sie auf der Website des Swiss Payment Monitor.
Der Swiss Payment Monitor in Kürze
- Zweimal jährlich erhoben durch die Universität St. Gallen und die ZHAW
- Seit 2018 durchgeführt
- Kombiniert Konsumentenbefragung, elektronisches Zahlungstagebuch und SNB-Daten
Wirtschaftspartner
- Worldline
- Worldline Schweiz AG ist einer der grössten Zahlungsdienstleister der Schweiz und Marktführer im Bereich bargeldloser Zahlungen. Das Unternehmen entstand aus der früheren SIX Payment Services, die 2018 von der französischen Worldline-Gruppe übernommen wurde.
- Swiss Payment Association
- Die Swiss Payment Association (SPA) ist der Branchenverband der Schweizer Kreditkartenherausgeber (Issuer). Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Politik, Behörden, Medien und der Öffentlichkeit und setzt sich für einen sicheren, effizienten und innovativen bargeldlosen Zahlungsverkehr ein. Zu den Mitgliedern gehören unter anderem UBS, PostFinance, Swisscard, Viseca, Cornèr Bank und Cembra.
- Nets Schweiz AG
- Nets Schweiz AG (heute Teil der Nexi Group) ist ein Payment Service Provider (PSP) und Acquirer. Das Unternehmen ermöglicht Händlern die Annahme von Kartenzahlungen sowie digitalen Zahlungsmethoden – sowohl im stationären Handel als auch im E-Commerce. Nets arbeitet mit internationalen Kartennetzwerken wie Visa und Mastercard sowie mit lokalen Zahlungsmethoden zusammen und richtet sich vor allem an Händler und Unternehmen.
Studiendesign des Swiss Payment Monitor
Ziel des Swiss Payment Monitor ist es, die Schweizer Zahlungslandschaft umfassend aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Durch die Kombination verschiedener Untersuchungsmethoden bietet die Studie eine integrierte Sicht auf den Zahlungsmittelmarkt und ermöglicht über eine regelmässig stattfindende halbjährliche Datenerhebung die Erfassung neuer Entwicklungen und die Identifikation relevanter Treiber im Zeitverlauf.
Die Untersuchung umfasst zwei Teile: die Mikroperspektive, bestehend aus einer standardisierten Online-Befragung zum Zahlungsverhalten und einem von den Befragten geführten Zahlungstagebuch, sowie die Makroperspektive, basierend auf der Analyse des öffentlich zugänglichen Datenmaterials zum elektronischen Zahlungsverkehr der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
Mikroperspektive: Zahlungsverhalten der Schweizer Bevölkerung
Die Mikroperspektive widerspiegelt die Konsumentensicht und erfasst die Zahlungsgewohnheiten sowie die Wahrnehmung und Einstellungen der Schweizerinnen und Schweizer gegenüber verschiedenen Zahlungsmitteln.
Je Erhebung werden rund 1'000 bis 1'200 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren aus der deutschen, französischen und italienischen Schweiz befragt (zuletzt 1'173 Personen im Rahmen der 14. Ausgabe, Ausgabe 1/2026). Die Stichprobe ist bevölkerungsrepräsentativ nach Sprachregion, Geschlecht, Alter und Bildungsniveau zusammengesetzt.
- Online-Befragung: Im ersten Schritt beantworten die Teilnehmenden online Fragen rund um das Thema «Bezahlen». Im Vordergrund stehen dabei die Selbstwahrnehmung und die Einschätzung der Befragten bezüglich verschiedener Aspekte des Bezahlverhaltens. Die Befragung dauert rund 25 Minuten und findet jeweils im Frühjahr und im Herbst statt, zuletzt Ende Oktober bis Mitte November 2025.
- Zahlungstagebuch: Im Anschluss an die Online-Befragung dokumentieren die Teilnehmenden ihr Bezahlverhalten in Form eines elektronischen Zahlungstagebuchs über einen Zeitraum von 7 Tagen. Sie erfassen sämtliche im Tagesverlauf anfallenden Zahlungen – mit Ausnahme wiederkehrender Ausgaben – und klassifizieren diese gemäss vordefinierter Merkmale. Im Vergleich zur Online-Befragung interessiert hier in erster Linie das tatsächliche Zahlungsverhalten sowie mögliche Abweichungen gegenüber den expliziten Aussagen aus dem ersten Teil. Das Zahlungstagebuch kann online oder via Mobile App geführt werden und ermöglicht dadurch die zeitnahe Erfassung der Transaktionen direkt nach dem Einkauf.
Makroperspektive: Bargeldloser Zahlungsverkehr in der Schweiz
Die Makroperspektive bezieht sich auf die gesamtwirtschaftlichen Grössen und erfasst die Zahlungstransaktionen auf aggregierter Ebene basierend auf dem öffentlich zugänglichen Datenmaterial der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Sie gibt ein unverfälschtes Bild ab über den bargeldlosen Zahlungsverkehr in der Schweiz und mit Schweizer Zahlungskarten im Ausland, dies sowohl hinsichtlich Anzahl und Umsatz von bargeldlosen Zahlungsmitteln. Zusätzlich liefert sie Informationen über den effektiven Bargeldbezug mit Zahlungskarten.
Über Uns
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)
Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zählt mit ihren acht Departementen und rund 14'800 Studierenden zu den führenden Schweizer Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Sie wurde 2007 aus der ZHW, der HSW, der HAP und der HSSAZ heraus gegründet und ist in Lehre, Weiterbildung, Forschung und Dienstleistung tätig.
Neben der Aus- und Weiterbildung hat die ZHAW als Fachhochschule den Auftrag, praxisorientierte Forschung zu betreiben, den Technologietransfer zu kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern sowie Dienstleistungen zugunsten Dritter zu erbringen. Das durch die Forschung gewonnene Wissen fliesst in die Lehre und Praxis zurück und kommt damit einem konkreten Nutzerkreis und der Gesellschaft zugute.
Die ZHAW School of Management and Law zählt mit rund 9'000 Studierenden in Aus- und Weiterbildung zu den grössten Business Schools der Schweiz und ist als einzige Schweizer Fachhochschule in den Rankings der Financial Times vertreten.
Swiss Payment Research Center (SPRC)
Das Swiss Payment Research Center (SPRC) ist ein unabhängiges, nationales Kompetenzzentrum für bargeldlosen Zahlungsverkehr. Es gehört seit 2012 zum Institut für Marketing Management (IMM) und ist am Swiss Payment Monitor beteiligt. Es verbindet die Marketingkompetenz des IMM mit der Zahlungsmittelindustrie und untersucht branchenspezifische Fragestellungen theoretisch fundiert und praxisnah.
Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen strategische, mikro- und makroökonomische Fragestellungen sowie Verhaltensforschung – unter anderem zu Kundenverhalten, optimalem Pricing und volkswirtschaftlicher Bedeutung einzelner Zahlungsmittel. Das SPRC verfügt über ein eigenes Testlabor. Dort erforscht es neue Zahlungsmitteltechnologien und Verhaltensänderungen anhand von Behavioral-Change-Modellen.
Das SPRC setzt die gewonnenen Erkenntnisse projektbasiert um – in Zusammenarbeit mit der Finanzindustrie, Verbänden und weiteren Interessengruppen.
Universität St. Gallen (HSG)
Die Universität St. Gallen (HSG) zählt zu den führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas und bildet seit ihrer Gründung 1898 als Handelsakademie Fach- und Führungskräfte aus. Sämtliche Studiengänge und Kurse zeichnen sich durch einen hohen Praxisbezug aus.
Die dreissig Institute der HSG bieten Studierenden qualifizierte Abschlüsse in den Bereichen Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechts- und Sozialwissenschaften sowie Internationale Beziehungen. Der Ruf der Universität St. Gallen stützt sich auf hohe akademische Ansprüche und eine lange Tradition als Ausbildungsstätte für Spitzenkräfte.
Studierende, Forschende, Alumni und Förderer bilden gemeinsam eines der grössten Netzwerke der Wirtschaftswelt. Die HSG erreicht regelmässig Top-Positionen in internationalen Business-School-Rankings, unter anderem im Financial-Times-Ranking für europäische Business Schools.
Executive School of Management, Technology and Law (ES-HSG)
Die Executive School of Management, Technology and Law (ES-HSG) ist die Weiterbildungsorganisation der Universität St. Gallen. Sie bietet eigene Weiterbildungsangebote an und ermöglicht den Zugang zu einem breiten Portfolio an Weiterbildungen in den Bereichen Management, Recht, Technologie und Volkswirtschaft aus den Instituten der Universität. Das Angebot richtet sich an Personen aller Karrierestufen; zusätzlich werden in einzelnen Fachgebieten aktuelle und relevante Themen beforscht.