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School of Management and Law

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Christopher Hartwell im Kyiv Independent: Die Risiken des Wirtschaftens in Russland

Warum halten westliche Unternehmen trotz wachsender politischer Risiken an ihren Aktivitäten in Russland fest? Christopher Hartwell, Head des International Management Institute (IMI) der ZHAW School of Management and Law, ordnet in einem Artikel des Kyiv Independent die strategischen Überlegungen dahinter ein und zeigt auf, weshalb diese zunehmend an ihre Grenzen stossen.

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 haben zahlreiche internationale Unternehmen den russischen Markt verlassen. Andere entschieden sich bewusst dafür, vor Ort zu bleiben – in der Hoffnung, ihre Marktposition zu sichern und zu einem späteren Zeitpunkt von einer möglichen politischen Entspannung zu profitieren.

Doch die jüngsten Entwicklungen stellen diese Strategie infrage. Wie der Kyiv Independent in seinem Artikel «The price of doing business in Russia» berichtet, wurden unter anderem die russischen Vermögenswerte von Nestlé, Auchan und Metro unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt. Damit wächst die Gefahr, dass westliche Unternehmen die Kontrolle über ihre lokalen Aktivitäten dauerhaft verlieren.

Wenn politische Risiken wirtschaftliche Entscheidungen bestimmen

Christopher Hartwell, Professor für International Business Policy und Head des International Management Institute (IMI) der ZHAW School of Management and Law, erklärt im Artikel, weshalb Unternehmen trotz der erheblichen Risiken an ihrem Engagement in Russland festhielten. Dahinter stand unter anderem die Hoffnung, ihre Position für eine mögliche Rückkehr zu normalen Geschäftsbeziehungen zu bewahren.

Gleichzeitig hätten die Entwicklungen der vergangenen Jahre deutlich gemacht, wie wenig verlässlich solche Erwartungen sein können. Hartwell hält fest, dass die zunehmenden staatlichen Eingriffe absehbar gewesen seien – insbesondere nachdem bereits 2023 russische Tochtergesellschaften internationaler Konzerne wie Danone und Carlsberg unter staatliche Kontrolle gestellt worden waren.

Der Fall Russland verdeutlicht damit eine zentrale Herausforderung des internationalen Managements: Unternehmensstrategien müssen politische und geopolitische Entwicklungen berücksichtigen, gerade wenn wirtschaftliche Interessen und staatliche Machtansprüche zunehmend miteinander kollidieren.