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School of Engineering

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Szenarien & Simulation

Komplexe, automatisierte und autonome Systeme müssen in einer Vielzahl unterschiedlicher Situationen zuverlässig funktionieren. Viele davon treten im realen Betrieb nur selten auf, sind schwer reproduzierbar oder können aus Sicherheitsgründen nicht gezielt erzeugt werden.

Wir entwickeln deshalb Modelle, Szenarien und Simulationsumgebungen, mit denen Systeme und Funktionen bereits früh in der Entwicklung unter kontrollierten und reproduzierbaren Bedingungen untersucht werden können. Dabei reicht unser Spektrum von physikalischen System- und Umgebungsmodellen über virtuelle Sensorik bis zur systematischen Erzeugung sicherheitskritischer Szenarien.

Simulation verstehen wir nicht als Ersatz für reale Tests, sondern als Werkzeug, um den relevanten Test- und Entwicklungsraum systematisch zu erschliessen und reale Versuche gezielt vorzubereiten.

Typische Fragestellungen

  1. Welche Situationen und Umgebungsbedingungen sind für die Entwicklung und Absicherung eines Systems relevant?
  2. Wie lassen sich seltene, kritische oder gefährliche Situationen reproduzierbar erzeugen?
  3. Wie detailliert müssen Fahrzeug, Maschine, Sensorik oder Umgebung modelliert werden, damit eine Simulation für die konkrete Fragestellung aussagekräftig ist?
  4. Wie lassen sich grosse Szenarienräume systematisch strukturieren und auf relevante Testfälle reduzieren?
  5. Wie können synthetische Daten für die Entwicklung und Bewertung von Wahrnehmungs- und KI-Funktionen genutzt werden?
  6. Wie lassen sich Ergebnisse aus Simulation und realem System miteinander vergleichen und aufeinander übertragen?

Unser Vorgehen

Je nach Fragestellung entwickeln wir einzelne Modelle, vollständige Simulationsumgebungen oder Methoden zur systematischen Erzeugung und Bewertung von Szenarien.

Szenarienbasierte Entwicklung und Absicherung

Bei automatisierten und autonomen Systemen kann nicht jede mögliche Situation einzeln getestet werden. Entscheidend ist deshalb, den relevanten Szenarienraum systematisch zu beschreiben und daraus aussagekräftige Tests abzuleiten.

Wir betrachten dabei beispielsweise:

Gerade für KI-basierte Wahrnehmungs- und Entscheidungsfunktionen ermöglicht dieser Ansatz eine gezieltere Untersuchung der Grenzen des Systemverhaltens.

Modellierung auf unterschiedlichen Ebenen

Nicht jede Simulation benötigt ein vollständig detailliertes digitales Abbild des Gesamtsystems. Wir modellieren gezielt diejenigen Aspekte, die für die jeweilige Untersuchung relevant sind.

Simulation für autonome und KI-basierte Systeme

Bei autonomen Systemen liegt eine besondere Herausforderung darin, dass ihr Verhalten stark von der wahrgenommenen Umgebung abhängt.

Simulation ermöglicht es, Wahrnehmung, Planung und Entscheidungsfindung unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen und gezielt Situationen zu erzeugen, in denen ein System an seine Grenzen kommt.

Dabei nutzen wir Simulation unter anderem für:

Ein besonderer Forschungsbereich ist die Frage, wie relevante und herausfordernde Szenarien möglichst effizient erzeugt werden können – insbesondere für komplexe KI-basierte autonome Systeme.

Synthetische Daten

Reale Daten sind für Entwicklung und Validierung unverzichtbar, decken aber selten alle relevanten Bedingungen ab. Simulation ermöglicht die kontrollierte Erzeugung zusätzlicher Daten.

Synthetische Daten können beispielsweise gezielt unterschiedliche:

abbilden.

Der Vorteil liegt insbesondere darin, dass die Bedingungen und Ground-Truth-Informationen der Simulation bekannt sind und Datensätze gezielt für bestimmte Fragestellungen erzeugt werden können.

Von der Simulation zum realen System

Simulationsergebnisse sind nur dann wertvoll, wenn ihre Aussagekraft für das reale System verstanden wird.

Deshalb verbinden wir virtuelle Untersuchungen mit realen Mess- und Versuchsdaten. Modelle werden mit realem Systemverhalten verglichen und dort angepasst, wo die für eine Fragestellung relevanten Eigenschaften nicht ausreichend wiedergegeben werden.

Mit unseren realen Versuchsträgern – von skalierten Fahrzeugplattformen bis zum Versuchsfahrzeug NINA – können Funktionen und Szenarien schrittweise aus der virtuellen Umgebung in die reale Erprobung übertragen werden.

Ausgewählte Projekte

  • AI-based Supervision System for Ropeway Systems
    Entwicklung und Absicherung einer kamerabasierten Überwachung für zunehmend automatisierte Sessellifte bis hin zum autonomen Betrieb.
    Anwendungsbereiche: Automatisierte Mobilität
    Kompetenzen: Systemkonzept, Architektur & Implementierung, Safe AI & vertrauenswürdige Autonomie, Safety-in-Operation
  • RADIM – Rad Dose and Image Qual Monitoring
    Entwicklung neuer Methoden und Tools für das Monitoring und die Optimierung von Strahlendosis und Bildqualität in der medizinischen Bildgebung.
    Anwendungsbereiche: Medizinsysteme
    Kompetenzen: Verifikation & Validierung, Szenarien & Simulation, Safety-in-Operation
  • OptiRad
    Entwicklung von Phantomen, Algorithmen und modellbasierten Verfahren zur Optimierung klinischer CT-Protokolle hinsichtlich Bildqualität und Strahlendosis.
    Anwendungsbereiche: Medizinsysteme
    Kompetenzen: Verifikation & Validierung, Szenarien & Simulation

Anwendungsbereiche

Diese Kompetenz setzen wir in unterschiedlichen sicherheitskritischen Anwendungsbereichen ein:

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