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School of Engineering

Spezialisierung im Bachelorstudium Mobility Science

Im Studiengang Mobility Science lernen Sie das Gesamtsystem Verkehr in all seinen Facetten kennen. Sie erwerben Kenntnisse zu wirtschaftlichen Zusammenhängen sowie ingenieurwissenschaftliche Grundlagen für die Systemintegration und Prozesssteuerung von Fahrzeugen und Anlagen und die Optimierung von Verkehrs- und Logistikanlagen. Im letzten Studiendrittel vertiefen Sie Ihr Fachwissen mit flexibel wählbaren Wahlpflichtmodulen. Sieben Themenfelder stehen dabei im Fokus.

Logistik und Supply Chain Management

In einer zunehmend globalisierten und vernetzten Wirtschaft ist die Logistik ein entscheidender Wettbewerbsfaktor geworden. Angesichts volatiler Märkte, verkürzter Produktlebenszyklen und der steigenden Erwartung an Just-in-time-Lieferungen ist das Supply Chain Management das Rückgrat jedes erfolgreichen Unternehmens. Gleichzeitig zwingen die Dekarbonisierungsanstrengungen im Verkehr dazu, Wertschöpfungsketten grundlegend neu zu denken und resilienter gegen externe Schocks zu gestalten. Durch den Einsatz moderner Technologien wie Künstliche Intelligenz und präzise Datenanalytik haben sich diese Prozesse zu komplexen strategischen Steuerungsinstrumenten entwickelt.

Verkehrsmodellierung und -simulation

Verkehrsmodellierung und -simulation sind heute unverzichtbare Werkzeuge, um die Komplexität moderner Mobilitätssysteme beherrschbar zu machen. In Zeiten von Urbanisierung und Klimawandel werden präzise, datengestützte Vorhersagen über das menschliche Bewegungsverhalten benötigt. Dabei geht es nicht nur um den klassischen Strassenbau, sondern um die nahtlose Integration von automatisiertem Fahren, öffentlichem Verkehr und neuen Mikromobilitätsangeboten. Mittels komplexer Simulationen und "digitaler Zwillinge" ganzer Städte testen Sie Auswirkungen von Baustellen, neuen Linienwegen oder politischen Massnahmen risikofrei im virtuellen Raum.

Mobility Data Mining und Analytics

In einer Zeit, in der fast jedes Fahrzeug oder Smartphone kontinuierlich Daten generiert, sind Mobility Data Mining und Mobility Data Analytics Schlüssel zur Mobilitätswende. Dabei geht es darum, zu verstehen, warum, wann und wie Menschen sich bewegen, um bedarfsgerechte Angebote zu schaffen. Verschiedene Analyseansätze machen es möglich, aus gewaltigen ungeordneten Datenmengen wertvolle Muster zu extrahieren. Diese sind beispielsweise für die Planung von On-Demand-Verkehren oder die Optimierung von Sharing-Systemen unerlässlich. Sie dienen als Grundlage, um die Verkehrsströme der Zukunft zu steuern und sorgen dafür, dass Mobilität effizienter, individueller und nachhaltiger wird.

Netzentwicklung

Bei der Netzentwicklung geht es um das grosse Ganze – um die strategische Planung und den Ausbau von Schienen-, Straßen- und Luftverkehrswegen über Jahrzehnte hinweg. Eine leistungsfähige Netzentwicklung ist eine Abwägung zwischen wirtschaftlicher Erreichbarkeit, ökologischen Grenzwerten und gesellschaftlicher Teilhabe. Die grosse Herausforderung besteht darin, bestehende, in einigen Teilen Europas oft marode Netze zu transformieren und gleichzeitig neue, intelligente Knotenpunkte für eine intermodale Zukunft zu schaffen. Dabei gilt es systemisch zu denken: Wie beeinflusst eine neue Bahntrasse die Logistikströme in ganz Europa? Wie soll eine Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität in die bestehende Netztopologie integriert werden? Die Netzentwicklung liefert die Antworten darauf, wie wir Mobilität so organisieren, dass sie effizient fliesst.

Leittechnik und Kundeninformation

Leittechnik sorgt dafür, dass Fahrzeuge sicher im Takt bleiben. Die Kundeninformation stellt sicher, dass der Mensch sich im komplexen Verkehrssystem jederzeit orientieren kann. In einer Ära, in der Pünktlichkeit und Verlässlichkeit zu den wichtigsten Charakteristika der Mobilität zählen, ist eine hochperformante Betriebsleittechnik unverzichtbar. Der Trend geht weg von starren Fahrplänen hin zu einer dynamischeren Steuerung, die in Echtzeit auf Störungen reagiert und Anschlüsse autonom sichert. Gleichzeitig entwickelt sich die Kundeninformation von der statischen Haltestellentafel hin zu einer personalisierten, intermodalen Reisebegleitung. Die Herausforderung besteht darin, Millionen von Verspätungsmeldungen bis hin zu Auslastungsprognosen so aufzubereiten, dass sie dem Fahrgast intuitiv und konsistent über alle digitalen Kanäle zur Verfügung stehen.

Verkehrstechnik

Hier steht die konkrete Durchführung eines verkehrstechnischen Projekts im Zentrum der Aktivitäten. Dabei dient beispielsweise die Konstruktion eines einfachen Elektromobils als anschauliches Trägermedium, um das Projektmanagement unter Realbedingungen zu trainieren. Es geht nicht nur darum, am Ende ein Elektrofahrzeug in Bewegung zu setzen, sondern vielmehr begrenzte Ressourcen, strikte Deadlines und interdisziplinäre Teams erfolgreich zu koordinieren. Von der ersten Anforderungsliste über die Meilensteinplanung bis hin zur finalen Abnahme des Fahrzeugs wird der komplette Lebenszyklus einer Produktentwicklung durchlaufen. Ziel ist es, mit Lieferverzögerungen, technischen Rückschlägen und Teamdynamiken professionell umzugehen.

Veloverkehr

Lange Zeit als Randthema behandelt, ist die Förderung des Veloverkehrs heute einer der effizientesten Hebel für die lebenswerte Gestaltung unserer Städte und das Erreichen der Klimaziele. Der Veloverkehr ist weit mehr als nur das Markieren von gelben Linien auf dem Asphalt; er ist eine interdisziplinäre Planungsaufgabe, die teilweise eine radikale Neuverteilung des öffentlichen Raums erfordert. Sie beschäftigen sich mit Aspekten wie der Entwicklung von durchgängigen Radschnellverbindungen, die Pendlerströme entlasten, und der Integration von E-Bikes, die das Einzugsgebiet des Fahrrades massiv vergrössert haben.

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