Gemeinsamer Round Table des ZKM und Stadtmuseum Aarau zum Thema partizipatives Sammeln
Wie Museen heute die Gegenwart sammeln, war Gegenstand eines fachlichen Austauschs zwischen Praxis, Forschung und Kulturförderung. Der Round Table bot Raum, zentrale Fragen des partizipativen Sammelns zu diskutieren – von erfolgreichen Formaten bis hin zu institutionellen und förderpolitischen Herausforderungen.
Gemeinsam mit dem Stadtmuseum Aarau lud das ZHAW Zentrum für Kulturmanagement (ZKM) zu einem Round Table zum Thema «Partizipatives Sammeln». Die Veranstaltung bildete den abschliessenden Reflexions- und Austauschpunkt der Evaluation des Projekts Collecting Stories – Sammeln mit der Migrationsbevölkerung des Stadtmuseums Aarau, die zwischen April und November 2025 vom ZKM durchgeführt wurde.
Ziel des Round Table war es, Erfahrungen aus dem Projekt Collecting Stories sowie zentrale Erkenntnisse aus der Evaluation gemeinsam mit Fachpersonen aus Museen und Kulturförderung zu reflektieren und mit Blick auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen des partizipativen Sammelns weiterzudenken.
Partizipatives Sammeln als Sammeln der Gegenwart
Nach einer Einführung in das Projekt Collecting Stories und einem Rundgang durch den Ausstellungsraum wurden ausgewählte Evaluationsergebnisse vorgestellt und anschliessend in zwei thematischen Arbeitsphasen vertieft: Einerseits diskutierten die Teilnehmenden erfolgreiche Formate und Methoden sowie Herausforderungen partizipativen Sammelns, andererseits standen Fragen nach langfristiger Wirkung, institutioneller Verankerung und nachhaltigen Förderlogiken im Zentrum. Die Ergebnisse werden vom Zentrum für Kulturmanagement ausgewertet.
Evaluation, Dialog und Wissenstransfer
Der Round Table wurde inhaltlich von Prof. Dr. Leticia Labaronne, Dr. Svenia Schneider-Wulf und Marie Charlotte Hanke vorbereitet und moderiert. Dem dialogischen und iterativen Evaluationsverständnis des Zentrums für Kulturmanagement folgend war die Veranstaltung bewusst nicht als Präsentation abschliessender Ergebnisse angelegt, sondern eine Möglichkeit, partizipative Validierung mit fachlichem Austausch zu verknüpfen. Die Rückmeldungen und Impulse der eingeladenen Expert:innen tragen zur weiteren Einordnung und Weiterentwicklung der Erkenntnisse bei.
Gemeinsames Weiterdenken
An der Diskussion beteiligten sich Fachpersonen unter anderem aus dem Regionalmuseum Chüechlihus, dem Museum für Kommunikation Bern, dem Alpinen Museum der Schweiz, dem Museum Schloss Burgdorf sowie dem Bundesamt für Kultur (BAK). Der Austausch machte deutlich, dass partizipatives Sammeln weit über einzelne Projekte hinausweist und Fragen der institutionellen Strategie, Organisationsentwicklung und Förderpraxis berührt.
Der Round Table markierte damit nicht nur den Abschluss der Evaluation von Collecting Stories, sondern auch einen wichtigen Moment des gemeinsamen Lernens und der Vernetzung zwischen Museum, Forschung und Kulturpolitik.
In einem nächsten Schritt werden die Erkenntnisse in einer Publikation gebündelt, die Handlungsperspektiven zum partizipativen Sammeln aufzeigt.