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"What’s the difference between Brexit and a Dyson? Nothing, they both suck!" Einführung der Heimatland-Liability

In dieser Session der International Business Seminar Series präsentierte und diskutierte Iiris Saittakari das innovative Konzept der "Liability of Localness".

Die internationale Betriebswirtschaftslehre geht traditionell davon aus, dass multinationale Unternehmen (MNEs) im Ausland Nachteile haben, weil sie dort als “Außenseiter” wahrgenommen werden. In ihrem Vortrag im Rahmen der IBSS argumentiert Iiris Saittakari von der Aalto University School of Business, dass hoch sichtbare MNEs allerdings auch im Heimatland mit Nachteilen konfrontiert sein können, insbesondere wenn sie als nationale Symbole wahrgenommen werden. Sie führt dafür das Konzept der „Liability of Localness“ ein.

Anhand des Falls des britischen Technologieunternehmens Dyson zeigt Saittakari, wie ein Unternehmen nach der Verlegung seines Hauptsitzes von Großbritannien nach Singapur im Zuge der Brexit-Verhandlungen im Jahr 2019 im Heimatland auf starken Widerstand stieß.

Durch eine diskursanalytische Untersuchung von Presseartikeln und öffentlichen Kommentaren im Heimatland analysiert sie, wie das Unternehmen als nationales Symbol dargestellt wird und dadurch eine spezifische Belastung („Liability“) entsteht.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Diskrepanz zwischen der Unternehmensidentität und der öffentlichen Wahrnehmung zu erheblichem Widerstand im Heimatland führen kann, wenn diese nicht aktiv adressiert wird.

Iiris Saittakari ist Assistant Professor für International Business an der Aalto University School of Business. Sie forscht zu internationaler Unternehmensstrategie, globalen Wertschöpfungsketten, Standortentscheidungen multinationaler Unternehmen sowie zu Nachhaltigkeit und Geopolitik im internationalen Geschäft. Sie promovierte an der Aalto University und absolvierte internationale Studienprogramme u. a. im CEMS-Netzwerk sowie an der University of Toledo. Forschungsaufenthalte führten sie unter anderem an die Harvard University. Saittakari ist Principal Investigator eines von der Marcus Wallenberg Foundation geförderten Forschungsprojekts zu nachhaltigen ausländischen Direktinvestitionen und übernimmt zudem Verantwortung in der Doktorandenausbildung sowie in der Betreuung von Early-Career Researchers. Ihre Forschung wurde mehrfach international ausgezeichnet und in führenden Fachzeitschriften veröffentlicht.

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