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SpitalPuls 2012

Der Kostendruck im Gesundheitswesen steigt stetig. Ein professionelles Management von Prozessen und Veränderungsinitiativen kann die Kosten signifikant senken und trotzdem höchste Qualität gewährleisten.

Das Projekt

Zielsetzung und Inhalte des Projekts

Das Projekt «SpitalPuls – Prozess- und Changemanagement in Schweizer Spitälern» wurde 2012 von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften durchgeführt und hatte zum Ziel, die Verbreitung, Effektivität und Potentiale der Prozess- und Changemanagement (PCM) Systeme in Schweizer Spitälern zu messen. Auf Basis der Forschungsergebnisse konnten konkrete Handlungsempfehlungen für die Spitäler abgeleitet werden. Die Forschungsergebnisse können im Detail im Studienbericht 2012 nachgelesen werden.

Methodik

Insgesamt wurden über 500 Mitarbeitende aus über vier Schweizer Spitälern anhand eines Fragebogens befragt. Dieser umfasste vier Erfassungsdimensionen, die aus einer umfassenden Literatur und Best Practice Sichtung hergeleitet wurden:

  • (1) Output, definiert durch die Leistung des Spitals und der Mitarbeiterzufriedenheit.
  • Input (2) «Können», definiert als das Wissen und die Kompetenzen des Personals bezüglich Optimierungen
  • (3) «Wollen», definiert als die Motivation und Bereitschaft zur Veränderung und
  • (4) «Dürfen», definiert als die Befähigung, Veränderungen vorzunehmen.
Können-Wollen-Dürfen-Modell
Können-Wollen-Dürfen-Modell

Ergebnisse der Befragung

  • «Output»
    Auf der Seite des Outputs erzielen die vier Spitäler insgesamt gute Resultate, wenngleich der hohe Administrationsaufwand und Kapazitätsengpässe dem Personal Sorgen bereiten. Die Spitalmitarbeitenden sind grundsätzlich zufrieden mit ihrer Arbeit, wobei auch hier noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist.
  • «Können»
    Auf Ebene der Inputdimension «Können» zeigt sich, dass es noch Defizite im Wissen und in der Anwendung von Prozessoptimierungsstrategien gibt. Dies ist u.a. auf ein mangelndes Schulungsangebot seitens der Spitäler zurückzuführen. Erfreulicherweise werden in den Spitälern dennoch bereits Optimierungen durchgeführt, welchen letzten Endes auch Erfolg und Nachhaltigkeit attestiert werden.
  • «Wollen»
    Im Bereich des «Wollens» beweisen die Mitarbeitenden eine überdurchschnittlich hohe Veränderungsbereitschaft, was eine grosse Chance für geplante Veränderungsinitiativen innerhalb der Spitäler bedeutet. Der Veränderungsreifegrad der jeweiligen Spitäler ist allerdings noch ausbaufähig – speziell im Bereich der Kommunikation der Vision besteht Nachholbedarf.
  • «Dürfen»
    In der dritten und letzten Inputdimension, «Dürfen», erreichen die Spitäler grundsätzlich gute Werte – besonders die Führungsqualitäten von Vorgesetzten werden gut bewertet. Es zeigt sich jedoch, dass im Bereich der Leistungsvereinbarung und -kontrolle noch grosses Verbesserungspotential vorhanden ist.

Die auf Grundlage der Ergebnisse formulierten Handlungsempfehlungen sowie die Ergebnisse im Detail können im Studienbericht 2012 nachgelesen werden.

Folgeprojekt: Lean Hospital Transformation

Eine Folge des Projektes «SpitalPuls» war die vermehrte Auseinandersetzung mit Prozess- und Changemanagement in den untersuchten Spitälern, welche den eingangs erwähnten steigenden finanziellen Drucks zunehmend spüren. Als Konsequenz hat das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie das Thema Prozess- und Changemanagement zu einer Priorität gemacht und das Folgeprojekt «Lean Hospital Transformation» ins Leben gerufen.

Das Folgeprojekt befasst sich mit der Frage, wie kontinuierliche Verbesserung im Spital verankert werden kann. Denn für die Zukunft gut gerüstet sind Spitäler, die ihre Prozesse stetig analysieren und optimieren. Die im Rahmen des Projekts entstandene Website www.leanhealth.ch sammelt dieses Wissen und liefert kompakte und auf die Bedürfnisse von Gesundheitsdienstleistern zugeschnittene Lösungen.

Auf einen Blick