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ZHAW Managers Survey - COVID-19

ZHAW Managers Survey - COVID-19: Schweizer Firmen in der Corona-Krise

Die COVID-19 Krise stellt nicht nur unser Gesundheitswesen vor grosse Herausforderungen, sondern auch viele Unternehmen und Organisationen auf eine harte Prüfung. Die Verunsicherung ist vielerorts gross und für nicht wenige Unternehmen geht es ums Überleben. Florian Keller und Benedikt Zoller-Rydzek haben gemeinsam mit Michael Farley und Christian Graf die erste ZHAW Manager Barometer-Studie lanciert. Das ZHAW Managers Barometer soll eine unregelmässig wiederkehrende Umfrage von vorrangig IEMBA, MBA und MAS BA Alumni der ZHAW School of Management zu aktuellen Themen werden.

In der ersten Umfrage vom 7. bis zum 13. April 2020 wollten wir die Auswirkung der COVID-19 Krise auf Schweizer Unternehmen untersuchen und damit zu einem besseren Verständnis der Krise beitragen. Mit über 200 teilnehmenden Manager Schweizer Firmen war die Resonanz sehr gross. Dafür danken wir allen Teilnehmenden herzlich.

Die Rezessionskurve

Während die Geschäftslage bei beinahe allen Firmen in unserer Umfrage vor der COVID-19 Krise gut war, hat sich das Geschäftsklima nun merklich abgekühlt. Die Talsohle der Krise ist aber noch nicht erreicht, dies wird erst Mitte Juli 2020 erwartet. Danach sollte sich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen bis zum Ende des Jahres langsam erholen. Insgesamt wird geschätzt, dass die meisten Unternehmen gut durch die Krise kommen, dennoch wird erwartet, dass auf dem Höhepunkt der COVID-19 Krise über 12% der Firmen in Existenznot geraten.

Die Rezessionskurve

Ein Hauptgrund dafür ist die stark zurückgegangene Nachfrage, insbesondere aus dem Ausland. Bevor sich der Weltmarkt nicht erholt, wird die Krise auch für die Exportnation Schweiz nicht vorbei sein.

Das Neue Normal

Die gegenwärtige Strategie des Bundesrates ist es, die Wirtschaft «einzufrieren». Dies scheint recht erfolgreich zu sein, nur wenige Schweizer Unternehmen reagieren auf die Krise mit einer fundamentalen Änderung ihres Geschäftsmodells oder des Angebots von Gütern und Dienstleistungen. Allerdings zeigt unsere Studie, dass es einen grossen Digitalisierungsschub gibt. Über 80% der Firmen reagierten mit dem Angebot von Home-Office auf die Krise und mehr als 20% der Schweizer Unternehmen setzen vermehrt auf Digitalisierungsthemen (Digitale Produktion, Marketing, E-commerce, etc.).

Firmenreaktionen auf COVID19

Dieser Trend wird sich zwar nach der Krise nicht fortsetzen, aber auch nicht vollständig umkehren. Insbesondere im Bereich Digitalmarketing und Home-Office. Der Anteil des digitalen Marketings wird nach der Krise um beinahe 10% höher sein als vor der Krise. Noch stärker ist der Effekt beim Home-Office. Während vor der Krise über 80% der Firmen angaben, weniger als 20% der Arbeitstätigkeit aus dem Home-Office zu leisten, schrumpfte diese Gruppe auf unter 20% zum aktuellen Zeitpunkt. Diese Extremsituation wird eine deutliche Korrektur nach dem Ende des Lockdown erfahren. Aber der Anteil der Firmen mit weniger als 20% Home Office sinkt lediglich auf unter 50%.

Eine detaillierte Übersicht der Studienergebnisse finden Sie hier: ZHAW Managers Survey COVID-19 (PDF 875,9 KB)

Wenn Sie in der Zukunft auch an der ZHAW Manager Umfrage teilnehmen wollen, können Sie sich hier registrieren: info.dib@zhaw.ch

Mit Ihrer Teilnahme unterstützen Sie nicht nur die Forschung an der ZHAW School of Management and Law, sondern haben auch einen direkten Einfluss auf die Wirtschaftspolitik während der COVID-19 Krise.