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Leadership in Krisenzeiten – ein Interview mit Jens Fritsche

Jens Fritsche, Alumnus des Master of Business Administration (MBA), ist Manager im Bereich Business Development für den europäischen Markt bei Charles River Laboratories. Er erzählt von seinen Erfahrungen mit dem MBA-Programm und berichtet, wie er das Gelernte aktuell einsetzen kann.

Jens Fritsche, MBA Alumnus
Jens Fritsche, Charles River Laboratories

Ein Bestandteil des MBA ist die Krisensimulationswoche. Wie hast du diese Woche erlebt? Inwiefern hat dich dieses Training auf die Corona-Krise vorbereitet?

Die Krisensimulationswoche war für mich eine sehr intensive Zeit mit wenig Schlaf. Umso mehr war es erforderlich, Systeme zu schaffen, die eine einfache, unmissverständliche und klare Kommunikation erlauben, um alle relevanten Informationen zu dokumentieren und zu teilen. Mit Erstaunen habe ich die sinkende Aufnahmefähigkeit für Informationen in Stresssituationen an mir selbst erlebt. Das Teamwork und die Gruppendynamik in wechselnden Konstellationen und Verantwortungsbereichen waren die Highlights dieser Woche. Die Auswahl der richtigen Personen für die richtige Aufgabe, die Delegation von Verantwortung und gleichzeitig die Fähigkeit, den Überblick über das grosse Ganze zu behalten, waren die Kernpunkte der Simulationswoche.

Die Krisensimulationswoche hat mich perfekt auf die Corona-Krise vorbereitet: Priorisieren von Aufgaben, Erstellen von Ablaufplänen und die Kontrolle von deren Umsetzung. Der Kommunikationsstil und -inhalt haben sich in der Krisenzeit stark verändert. Wir mussten in unserem Unternehmen schnell einschätzen, wie unsere Kundinnen und Kunden in der aktuellen Situation Informationen aufnehmen und verarbeiten, um weiterhin produktiv zu arbeiten.

«Do not panic! Eine überlegte und sachliche Herangehensweise an die bevorstehenden Aufgaben und die Fähigkeit, wichtige Entscheidungen zu treffen, auch wenn nicht alle Fakten oder Unabwägbarkeiten bekannt sind, sind wichtige Eigenschaften einer Führungspersönlichkeit.»
Jens Fritsche

Warum hast du dich für den Master of Business Administration (MBA) an der ZHAW School of Management and Law entschieden?
Nach dem Abschluss des MAS Business Administration (MAS BA) und der erfolgreichen Umsetzung und Integration des Gelernten in meinen Arbeitsalltag, war für mich die Fortführung meiner Weiterbildung im MBA ein wichtiger und logischer nächster Schritt. Die Erwartungen an das Programm waren sehr hoch, aber ich wurde nicht enttäuscht.

Inwiefern hast du von der Weiterbildung in deiner beruflichen und persönlichen Entwicklung profitiert?
Nach dem Abschluss des MAS BA trat ich eine leitende Position in einem börsenkotierten, internationalen Konzern an. Die Weiterbildung im Rahmen des MBA hat mich befähigt, weiterführende Aufgaben in einem globaleren Kontext zu übernehmen. Daher haben sich die Arbeit, das Engagement und die eingesetzte Zeit für den MBA mehr als gelohnt.

Was hast du als Führungsperson im MBA gelernt?
Als Führungsperson ist es zentral, Freiräume für strategisches Denken zu schaffen und hierfür Zeit zu reservieren. Im MBA erhielt ich zudem ein besseres Verständnis für verschiedene Kulturen und lernte, die unterschiedlichen Werte in einem Business-Kontext zu verstehen. Ich erlebte, wie wichtig es ist, seinem Team zu vertrauen, aber gleichzeitig auch in der Lage zu sein, eigenständige Entscheidungen zu treffen. Selbstvertrauen sowie die Unterstützung und Weiterentwicklung von Mitarbeitenden sind heute mehr denn je essenziell.

Wie würdest du die Zusammensetzung der MBA-Klasse beschreiben?
Als eine gute Mischung verschiedener Werdegänge und Berufsgruppen in einem interessanten Altersmix. Die Diversität der Gruppe hat zu sehr spannenden und interessanten Gruppenarbeiten geführt.

Was waren für dich die Highlights des Programms?
Sicherlich die Krisensimulationswoche und das Modul «Human Capital Management & Leadership». Für meinen beruflichen Alltag konnte ich zudem stark von den Inhalten des Moduls «International Management» und «Internationale Führung» profitieren.