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Martina Buri

Martina Buri übernahm bereits während des Studiums die Funktion als stellvertretende Gemeindeschreiberin und Leiterin der Präsidialabteilung von Männedorf. Heute ist sie Stadtschreiberin von Wetzikon und führt die Stadtverwaltung mit rund 350 Mitarbeitenden.

Interview

Frau Buri, Sie sind die Stadtschreiberin von Wetzikon. Bitte beschreiben Sie uns Ihren beruflichen Werdegang.

Martina Buri: Ich absolvierte meine kaufmännische Lehre auf der Gemeindeverwaltung Pfäffikon ZH und war dort anschliessend noch in verschiedenen Bereichen beschäftigt. Dann wechselte ich in die Steuerabteilung der Gemeinde Gossau ZH und später in die Steuerberatung bei Ernst & Young (EY), wo ich als Junior Consultant anfing.

2008 begann ich, an der ZHAW berufsbegleitend Wirtschaftsrecht zu studieren. In meinem dritten Studienjahr wurde ich zur Senior Consultant befördert und der nächste Schritt auf diesem Weg wäre die Ausbildung zur Steuerexpertin gewesen. Im Laufe des Studiums wurde mir aber bewusst, dass meine Leidenschaft im öffentlichen Sektor liegt. Ich wechselte daher zur Gemeinde Männedorf als stellvertretende Gemeindeschreiberin und Leiterin der Präsidialabteilung.

Ein Jahr nach meinem Bachelorabschluss setzte ich mein Studium im Master of Law an der Universität Luzern berufsbegleitend fort. Noch vor Studienabschluss trat ich eine neue Stelle als stellvertretende Stadtschreiberin und Rechtskonsulentin der Stadt Wetzikon an.

Zwei Jahre nach meinem Masterabschluss wurde ich zur Stadtschreiberin von Wetzikon befördert.

Martina Buri

  • schloss 2012 das Bachelorstudium Wirtschaftsrecht ab
  • begann im letzten Studienjahr als stellvertretende Gemeindeschreiberin und Leiterin der Präsidialabteilung der Gemeinde Männedorf
  • schloss 2018 den Master of Law an der Universität Luzern ab
  • ist heute Stadtschreiberin von Wetzikon

Was haben Sie aus dem Studium mitgenommen? Welche Erinnerungen sind Ihnen geblieben?

Martina Buri: Die Kombination von Recht und Wirtschaft ist ein absoluter Mehrwert, von dem ich heute profitiere. In meinem beruflichen Alltag brauche ich das interdisziplinäre und vernetzte Denken, denn in der Verwaltung sind nicht nur juristische, sondern auch betriebswirtschaftliche Kompetenzen notwendig. Im Wirtschaftsrechtsstudium habe ich auch Methoden- und Führungskompetenzen erworben, die mir in meiner heutigen Funktion sehr helfen.

Ich habe den Einblick in die Arbeit von Praktikerinnen und Praktikern, den die ZHAW im Rahmen des Studiums ermöglichte, immer als sehr wertvoll empfunden. In Erinnerung geblieben ist mir beispielsweise ein Gastreferat des Rechtskonsulenten des Zürcher Opernhauses. Er vermittelte uns eine spannende Perspektive auf das Recht, die nicht alltäglich ist.

Berufsbegleitend zu studieren war aber natürlich intensiv. Ich musste in allen Bereichen effizient sein und die richtigen Prioritäten setzen; auch von diesen Erfahrungen profitiere ich heute. Mir hat das Studium nach dem Abschluss sogar ein wenig gefehlt, weil ich so an die Kombination von Studium und Berufstätigkeit gewöhnt war. Ich schätzte die Möglichkeit des direkten Praxistransfers immer sehr – so konnte ich meine eigenen Erfahrungen in die Ausbildung einbringen, was mir immer half, die Dinge besser zu verstehen.

Wie gelang Ihnen der Berufseinstieg nach dem Studium?

Martina Buri: Durch das berufsbegleitende Studium hatte ich vor meinem Bachelorabschluss bereits die Möglichkeit, in weiterführende Funktionen hinein zu kommen. So war ich ein Jahr vor Studienabschluss stellvertretende Gemeindeschreiberin von Männedorf. Auch die Stelle in Wetzikon konnte ich bereits vor Ende meines Masterstudiums antreten. Ich stand daher schon während des Studiums mitten im Berufsleben.

Wie sieht Ihr Alltag heute aus?

Martina Buri: Im Mittelpunkt meiner Tätigkeit stehen vor allem Führungsaufgaben und die Sicherstellung des politischen Betriebs. Die Stadtratssitzungen finden alle zwei, und die Parlamentssitzungen alle vier Wochen statt; dazu kommen Abstimmungs- und Wahltermine. Dafür prüfe ich die politischen Geschäfte, in denen sich meist juristische und betriebswirtschaftliche Fragen stellen. An den Stadtratssitzungen nehme ich beratend teil und sorge gleichzeitig für die Schnittstelle zum Parlament. In meiner Funktion als Stadtschreiberin habe ich ausserdem den Vorsitz der Geschäftsleitung der Stadtverwaltung inne, dies bringt viele Führungsaufgaben mit sich. Insgesamt haben wir rund 350 Mitarbeitende in der Stadtverwaltung. Ausserdem bin ich für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, was bedeutet, dass ich beispielsweise regelmässig Medienanfragen beantworte.

 

«In meinem beruflichen Alltag brauche ich das interdisziplinäre und vernetzte Denken, denn in der Verwaltung sind nicht nur juristische, sondern auch betriebswirtschaftliche Kompetenzen notwendig.»

Martina Buri

 

Was möchten Sie Studierenden und Studieninteressierten mitgeben?

Martina Buri: Der Bachelor Wirtschaftsrecht vermittelt Ihnen die notwendigen Grundlagen und eröffnet Ihnen sehr viele Möglichkeiten. Nutzen Sie diese Vielseitigkeit: Schauen Sie sich um und ziehen Sie verschiedene Optionen in Betracht. Fixieren Sie sich nicht zu stark auf den einen, vermeintlich einzigen Weg. Seien Sie offen und mutig und probieren Sie auch mal etwas aus, vielleicht auch mal das weniger Naheliegende. Eventuell finden Sie Gefallen an einer Tätigkeit, an die Sie ursprünglich gar nicht gedacht haben.

Bachelor in Wirtschaftsrecht

Abschluss: Bachelor of Science (BSc) ZFH in Wirtschaftsrecht
Studienleistung: 180 ECTS-Credits (1 ECTS entspricht ca. 30 Stunden Aufwand für das Studium)
Dauer: 6 Semester (Vollzeit), 8 Semester (Teilzeit)
Studienbeginn: Mitte September (KW 38)
Unterrichtsort: Winterthur
Unterrichtssprache: Deutsch und Englisch
Studiengebühr: CHF 720.- pro Semester + zusätzliche Aufwände rund ums Studium
Weiterführende Studiengänge: Master of Science in Management and Law