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Kritisch hinter die Fassaden blicken

Sandro Mazzier hat an der ZHAW School of Engineering Energie- und Umwelttechnik studiert. Heute arbeitet er für das Ingenieurunternehmen Hunziker Betatech AG. Als Projektingenieur der Abteilung Bautechnik untersucht er den Zustand von Tiefgaragen, Kläranlagen und Bädern.

Die Blumenfliesen an den Wänden stammen noch aus den 70er-Jahren. In Schutzkleidung steht Sandro Mazzier im Bad einer Altbauwohnung. Der ZHAW-Absolvent ist Bauschadstoffdiagnostiker und untersucht Bauteile auf den gefährlichen Werkstoff Asbest. «Solange er in Baumaterialien fest gebunden ist, stellt der Asbest keine Gefahr dar», erklärt er. Doch dieses Bad soll saniert werden, weshalb Sandro Mazzier und sein Kollege Proben der Baustoffe entnehmen. Hier interessieren sie sich besonders für den Fliesenkleber. Die entnommenen Proben schicken sie ins akkreditierte Analyse-Labor. Anhand der Ergebnisse erstellt Sandro Mazzier ein Schadstoffgutachten und erarbeitet ein Entsorgungskonzept.

ZHAW-Absolvent Sandro Mazzier arbeitet für das Ingenieurunternehmen Hunziker Betatech AG.

«Mein Studium mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit und Technologie war mit ein Grund, warum ich mich für die Weiterbildung zum Bauschadstoffdiagnostiker entschieden habe», bemerkt Sandro Mazzier, der sein ZHAW-Bachelorstudium in Energie- und Umwelttechnik bereits 2016 abschloss. Ihm sei es besonders wichtig, nicht nur etwas für das Unternehmen zu leisten, sondern darüber hinaus etwas für die Gesellschaft und die Umwelt zu tun.

Fachliche und methodische Kompetenzen gefragt

In seiner Rolle als Projektingenieur untersucht er vor allem Bauteile von Tiefgaragen, Kläranlagen und Hallenbädern in den Regionen Winterthur und Zürich sowie in der Ostschweiz. Mit der Unterstützung von Bauingenieuren kontrolliert er, ob der Stahlträger mehr Rost als Last hat, ob der Beton schon bröckelt oder ob die Technik noch richtig funktioniert. Je nach Projekt begleiten Sandro Mazzier und das Team von Hunziker Betatech alle Phasen der Bauplanung – von der Zustandsuntersuchung zum Bauprojekt, über die Ausführung bis zur Abnahme. Der Kundenkontakt und die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen gefallen ihm hierbei besonders: «Da wir alle Experten im Haus haben, sind die Wege kurz. Somit kommen wir schneller zu einer Lösung und unsere Kunden profitieren davon», erzählt Sandro Mazzier. Geht es um die Beratung von Kunden, hat ihn das Studium in Energie- und Umwelttechnik intensiv auf seine jetzige Tätigkeit vorbereitet. Sandro Mazzier kennt die Begrifflichkeiten seiner Branche und punktet mit sicherem Auftreten. Neben den fachlichen Kompetenzen überzeugen ihn rückblickend auch die methodischen Kompetenzen aus dem Studium. «Ich habe gelernt, mein Wissen wirksam zu verarbeiten, Probleme systematisch zu lösen und vernetzt zu denken. Ausserdem bin ich seit Beginn des Studiums noch umweltbewusster geworden», stellt er fest. Hilfreich für seinen heutigen Job sei auch das Modul Projektmanagement gewesen.

Mit dem Studium zum Allgemeinwohl beitragen

Das breite Wissen, das im Studiengang Energie- und Umwelttechnik vermittelt wird, war für den gelernten Polymechaniker der ausschlaggebende Punkt bei der Studienwahl: «In den ersten beiden Studienjahren erlangt man das technische Grundwissen, beispielsweise in Elektrotechnik und Thermodynamik», so der Absolvent. Für die beiden Abschlusssemester wählt man eine von drei möglichen Spezialisierungen. «Ich entschied mich für den Schwerpunkt Nachhaltigkeit und Technologie. Ich wollte mir möglichst viele Türen offen halten – denn Ingenieur zu sein hat viele Facetten.» Das Studium in Energie und Umwelttechnik empfiehlt Sandro Mazzier all jenen, die zukunftsorientiert denken und Wert auf einen heterogenen Studieninhalt legen: «Ich bin ein technischer Generalist; mein Ziel war es, mit meiner Ausbildung zum Allgemeinwohl der Gesellschaft beizutragen – und das habe ich geschafft.»