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IBH-Projekt: Barrierefreier Tourismusraum Bodensee

Mit IT-Lösungen Hürden für Touristen beseitigen

Gemeinsam mit sieben Partnerinstitutionen arbeitet die ZHAW School of Engineering an einem barrierefreien Tourismusraum rund um den Bodensee. Ziel ist es, mithilfe moderner Technologie die Barrieren für Feriengäste mit Assistenzbedarf abzubauen.

Der Bodensee ist ein beliebtes Ferienziel – auch bei Menschen mit Assistenzbedarf.

«Active & Assisted Living» (AAL) ist eines von drei sogenannten Living Labs, das die Internationale Bodensee Hochschule (IBH) seit 2016 für vier Jahre finanziert. Darin befassen sich die Forschenden vor allem damit, wie Menschen Assistenztechnologien und -services nutzen können, um möglichst lange unabhängig und selbstbestimmt im Bodenseeraum leben zu können. Der Bodenseeraum ist aber nicht nur ein wichtiger Lebens- und Wirtschaftsraum, sondern auch ein ebenso wichtiger Tourismusraum für Gäste mit Assistenzbedarf. Das Einzelprojekt «Barrierefreier Tourismusraum Bodensee» im Rahmen des IBH Living Labs AAL befasst sich deshalb spezifisch mit dem Abbau von Barrieren für Feriengäste mit Assistenzbedarf, die im Bodenseeraum ihren Urlaub verbringen wollen.

Ohne Hürden von A bis Z

«Wir betrachten den gesamten Ablauf der Ferienreise, angefangen bei der Festlegung des Ferienziels, über die Planung, Anreise sowie den Aufenthalt des Feriengastes samt Freizeitaktivitäten bis zur Rückreise und allfälligen Abrechnungen mit Krankenkassen und Versicherungen», erklärt Hans-Peter Hutter, Dozent am ZHAW-Institut für angewandte Informationstechnologie und Leiter des IBH-Projekts. Im Rahmen des Projekts identifizieren die Forschenden die verschiedenen Barrieren der Feriengäste mit Assistenzbedarf und evaluieren die verfügbaren IT-basierten Assistenztechnologien und -Services zur Überwindung dieser Barrieren. «Beispielsweise kann es von Nutzen sein, das Hotelzimmer vor der Buchung in einer 360-Grad-Begehung online zu begutachten», so Hans-Peter Hutter. «Unsere Zielgruppen benötigen sehr detaillierte und aktuelle Informationen zur Barrierefreiheit, zu vorhandenen Services oder auch zur Pflege vor Ort. Diese Informationen sind aber bisher nur selten auf Buchungsportalen oder Hotel-Websites zu finden.»

Unsere Zielgruppen benötigen sehr detaillierte und aktuelle Informationen zur Barrierefreiheit, zu vorhandenen Services oder auch zur Pflege vor Ort. Diese Informationen sind bisher aber nur selten auf Buchungsportalen oder Hotel-Websites zu finden.

Hans-Peter Hutter, Projektleiter

Partnerschaften mit Hotels

Um die konkreten Bedürfnisse der Zielgruppen zu identifizieren, führen die Forschenden Befragungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch. Als Feldtest werden dann in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Hotels im Bodenseeraum sogenannte Hotel-Living-Labs mit den erforderlichen Assistenztechnologien und -Services ausgestattet. Dort können die Feriengäste die neuen Lösungen ausprobieren und wissenschaftlich begleitet evaluieren. Die erfolgversprechendsten Modelle sollen dann in die bestehenden Dienstleistungen eingebettet werden.