Doktorat
Promovieren im Doktoratsprogramm «Applied Psychological and Communication Sciences» an der ZHAW: Das kooperative Programm mit den Universitäten Basel und Zürich stärkt den wissenschaftlichen Nachwuchs in anwendungsorientierter Grundlagenforschung in Psychologie und Kommunikationswissenschaft. Es führt das von swissuniversities geförderte Doktoratsprogramm weiter.
Doktoratsausbildung
Im Mittelpunkt des gemeinsamen wissenschaftlichen Interesses der nachfolgenden Kooperationspartner stehen Themen des Wandels psychologischer und kommunikativer Phänomene und ihrer wissenschaftlichen Analyse im Hinblick auf aktuelle Anwendungsfelder:
- Departement Angewandte Psychologie der ZHAW
- Fakultät für Psychologie der Universität Basel
- Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich
- Psychologisches Institut der Universität Zürich
Struktur und Inhalte der kooperativen Doktoratsausbildung
Die Doktorierenden sind an der ZHAW angestellt und für das Doktoratsstudium an der jeweiligen Universität immatrikuliert. Dementsprechend erfolgt die Promotion gemäss den Bedingungen der jeweiligen Universität. Die Dissertation wird gemeinsam von je einer Betreuungsperson der ZHAW und einer der Universitäten betreut.
Individuelle wissenschaftliche Qualifizierung
Das Kernstück des Doktorats ist der Erwerb wissenschaftlicher Kompetenz durch einen persönlichen und originären Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung. Der Erwerb fachlicher, methodischer und transversaler Kenntnisse und Kompetenzen sowie die wissenschaftliche Sozialisation und Netzwerkbildung sind zentrale Zielsetzungen dieser individuellen Doktoratsausbildung.
Fachliche und interdisziplinäre Schwerpunkte
Die Doktoratskooperation fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs an der ZHAW durch Doktorate in der anwendungsorientierten Grundlagenforschung in Psychologie und Kommunikationswissenschaft. Sie verfolgt das Ziel, innovative und gesellschaftlich bedeutsame Forschungsfelder in den folgenden Themenbereichen durch Doktoratsprojekte weiterzuentwickeln:
- Erleben, Verhalten und Lernen im Kontext sozialer und technologischer Innovationen
- Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
- Umgang mit Risiken und Entscheidungsprozessen
- Vielfalt von menschlichen Entwicklungen, Arbeits- und Lebensformen
- Psychologie der Arbeitswelt
Durch die Kooperation können die spezifischen Stärken beider Hochschultypen kombiniert und Synergien genutzt werden. Die bestehenden Kooperationen mit europäischen und aussereuropäischen Forschungszentren stärken die Synergien zwischen den beiden Hochschultypen.
Vom Bund initiierte Zusammenarbeit im Doktoratsprogramm
Die Doktoratsausbildung im Rahmen dieser hochschultypenübergreifenden Zusammenarbeit wurde von swissuniversities von 2017 bis Mitte 2025 mit Bundesmitteln unterstützt. Seit Mitte 2025 wird sie mit den Mitteln der Hochschulpartner weitergeführt. Hintergrundinformationen zu dieser Nachwuchsförderung sind bei swissuniversities verfügbar. Leading House der Kooperation ist das Departement Angewandte Psychologie der ZHAW.
Zulassung und Immatrikulation
Die Zulassung zum Doktorat erfordert einen konsekutiven Masterabschluss (mit 120 ECTS) einer Fachhochschule oder einer Universität. Sie kann von weiteren inhaltlichen und formalen Kriterien abhängig gemacht werden. Die Zulassungskriterien und die Zulassungsverfahren sind in der Promotionsordnung der Fakultät für Psychologie der Universität Basel bzw. in der Promotionsverordnung der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich geregelt.
Mit dieser Doktoratsausbildung sollen insbesondere talentierte FH-Absolvent:innen gefördert werden. Das Programm steht aber auch Personen mit einem universitären Abschluss offen. Doktorierende müssen sich an der Universität Basel bzw. der Universität Zürich immatrikulieren und bleiben während der ganzen Doktoratszeit bis zum Abschluss des Promotionsverfahrens immatrikuliert.
Wichtig zu wissen
- Das Dissertationsthema wird von den Doktorierenden mit den Betreuungspersonen der Universität und der Fachhochschule direkt vereinbart. Es besteht kein Betreuungsanspruch.
- Bedingung für ein Doktorat an der ZHAW ist eine Anstellung am Departement Angewandte Psychologie im Rahmen eines SNF-Projektes mit Doktorandenstellen oder von Drittmittelprojekten, welche geeignete Daten generieren. Weitere Wege zum Doktorat sind Anstösse von Praxispartnern oder Betreuer:innen einer Forschungsgruppe.
- Von den Doktorierenden wird ein hoher Grad an Selbständigkeit und Commitment, eine fundierte Vertrautheit mit dem Themenfeld sowie ein aktiver Austausch mit den Ansprechpersonen in den Instituten erwartet.
- Doktorierende verpflichten sich, regelmässig an den Veranstaltungen des Departementes Angewandte Psychologie teilzunehmen, die sich an Doktorierende richten.
- Im Rahmen des Doktorats sind an den jeweiligen Universitäten eine bestimmte Anzahl ECTS Credits zu erwerben (ca. 12-15). Einzelheiten hierzu sind bei der Universität Zürich der Rahmenverordnung RVO PhF und der Studienordnung und bei der Universität Basel der Promotionsordnung der Fakultät für Psychologie zu entnehmen.
- Die Doktorierenden werden durch die Doktoratskooperation zeitlich und finanziell sowie in der Vernetzung und über spezifische Angebote unterstützt.
Angebote für Doktorierende
Das Doktoratskolloquium bietet Doktorierenden eine Plattform, um ihre Forschungsprojekte zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren.
Der nächste Schritt
Auskünfte zum Doktoratskooperationsprojekt im Bereich Angewandte Psychologie und Kommunikationswissenschaft erteilen die beiden Koordinationspersonen des Kooperationsprojekts Michael Josef Burtscher und Brigitte Eich-Stierli.