CAS Compassion and Self-Compassion
AnmeldenAuf einen Blick
Abschluss:
Certificate of Advanced Studies ZHAW in Compassion and Self-Compassion IAP (15 ECTS)
Start:
31.08.2026
Dauer:
10 Präsenztage sowie Online-Vorbereitung
Kosten:
CHF 6'900.00
Bemerkung zu den Kosten:
6900.- CHF (exkl. Unterkunfts- und Verpflegungskosten)
Durchführungsort:
- Propstei Wislikofen, Propsteiweg, 5463 Wislikofen (Auf Google Maps anzeigen)
- Website Propstei Wislikofen
Unterrichtssprache:
Deutsch
Ziele und Inhalt
Zielpublikum
An wen richtet sich der CAS?
Der CAS richtet sich an anerkannte Psychotherapeut:innen und Beratende, die ihre Fach- und Beziehungskompetenz vertiefen möchten. Teilnehmende sind bereit, sich persönlich zu öffnen und prozess- sowie erfahrungsorientiert zu lernen.
Ziele
Warum lohnt sich die Weiterbildung für Sie?
Psychische Belastungen und emotionale Erschöpfung sind im beratenden und therapeutischen Berufsalltag häufig. Mitgefühl und Selbstmitgefühl sind wissenschaftlich fundierte Schlüssel zur Resilienz und gesundheitsförderlichen Selbstfürsorge und werden in der therapeutischen Arbeit immer wichtiger. Der CAS vermittelt Ihnen fundiertes Wissen und praktische Erfahrung, um Mitgefühl als Kraftquelle für Ihre Arbeit und Ihr persönliches Wohlbefinden zu nutzen.
Sie lernen, wie Sie mitfühlend auf herausfordernde Situationen reagieren, Klient:innen empathisch begleiten und dabei die therapeutische Präsenz fürsorgend für die Klient:innen und gleichzeitig für sich selbst gestalten. Das Programm fördert Ihre Fähigkeit zur Selbstreflexion, zur Emotionsregulation und zur Integration von Mitgefühlsansätzen in Ihr bestehendes therapeutisches Repertoire.
«A one-word solution for almost all the problems the world is facing today is compassion».
Amma (Sri. Mata Amritanandamayi Devi)
Inhalt
Welche Inhalte werden konkret vermittelt?
Im Zentrum stehen die vertiefte Auseinandersetzung mit Mitgefühl und Selbstmitgefühl sowie deren Anwendung im therapeutischen Kontext. Die Inhalte werden in fünf Modulen vermittelt. Jedes Modul beinhaltet einen Online-Theorieblock und je zwei Tage in einem externen Bildungshaus:
- Essentielle Selbstmitgefühls- und Mitgefühlspraktiken in der Selbsterfahrung
• Festigen einer eigenen Mitgefühlspraxis für sich selbst und andere
• Die Neurobiologie und Physiologie, Emotionsregulierung von Mitgefühl und Selbstmitgefühl
Mit Konzepten und Definitionen von Mitgefühl und Selbstmitgefühl bekanntwerden, sich vom eigenen und fremden Schmerz und Leiden berühren lassen und sich mit der Absicht verbinden, Schmerz und Leiden (u.a. toxische Selbstkritik, Selbstzweifel und Scham) lindern zu wollen – bei sich selbst und anderen. Erfahren der Fliessrichtungen von Mitgefühl und Wohlwollen.
Tücken der evolutionären Entwicklung des Gehirns und Nervensystems (ZNS, autonomes NS, «tricky brain») kennenlernen, durch die Mitgefühls- und Selbstmitgefühlspraxis Wege aus dem neurologischen «Bedrohungsloop» finden und Veränderungen im ZNS und im autonomen NS abzeichnen. Einführung und arbeiten mit 3-Kreise-Modell.
- Integration und Anwendung in Psychotherapie und Beratung
• Mitfühlende:r Therapeut:in
• Mitfühlende Therapiebeziehung - ? Beratungsbeziehung
• Mitfühlendes Verständnis
• Interventionen zur Aktivierung des Mitgefühls und Selbstmitgefühls bei Klient:in
Die Therapiebeziehung als wichtigster Wirkfaktor in der Psychotherapie und der Beratung hinsichtlich der Bedeutung von Mitgefühl und Selbstmitgefühl erfahren, untersuchen und verstehen. Anhand von Demonstrationen und Rollenspielen verschiedene Möglichkeiten üben und erfahren, wie die Wirk- und Veränderungskraft vom Mitgefühl und Selbstmitgefühl sich in der therapeutischen Arbeit effektiv entfalten kann. Interventionen kennenlernen, die helfen, Selbstmitgefühl und Mitgefühl zu stimulieren.
- Integration und Anwendung in Psychotherapie und Beratung
• Blockaden und Widerstände wahrnehmen, verstehen und bewältigen
Sensibilisierung von Beratenden und Therapierenden, was einem mitfühlenden Prozess im Wege steht. Die eigenen Blockaden und Widerstände wahrnehmen, verstehen und bewältigen lernen und dementsprechend mit diesen auch bei Klient:innen und Patient:innen hilfreich umgehen können.
- Trauma und Traumafolgestörungen und Neurodiversität
• Mitgefühl und Selbstmitgefühl in der Behandlung von Trauma und Traumafolgestörungen, in der Begleitung Patient:innen mit neurodiversen Merkmalen
• Scham und Schuld in der Therapie und der Beratung
Sicherheit und Feingefühl des Therapierenden und der Klient:innen/Patient:innen steht bei der Annäherung an Mitgefühl und Selbstmitgefühl im Zentrum. Mit starken Befürchtungen und Vermeidung von Selbstmitgefühl und Mitgefühl bei traumatisierten Patienten und Menschen mit neurodiversen Merkmalen umgehen lernen. Praktische Vertiefung im Umgang mit Scham und Schuld in der mitgefühlsfokusierten Therapie und Beratung.
- Burnout, Prävention und Self-Care in Gesundheitsberufen
• Belastungsfaktoren und Belastungsreaktionen
• Der Schmerz der Verbundenheit und der Unverbundenheit
• Empathie und Empathiedistress/-müdigkeit
• Mitgefühl und Selbstmitgefühl als protektive Faktoren in Gesundheitsberufen
• CAS-Abschluss und Ausblick
Belastungsfaktoren und -reaktionen in einem psychosozialen Beruf als Beratende und Psychotherapierende kennenlernen und die Gesundheit während der Arbeit mit Mitgefühl unterstützen und schützen.
Mehr erfahren oder direkt anmelden?
Haben Sie Fragen? Die Studienleitung stellt Ihnen den CAS-Lehrgang gerne an einer Infoveranstaltung genauer vor. Wir beraten Sie zu diesem Weiterbildungskurs gerne auch persönlich. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Methodik
Nach welcher Methodik wird gelehrt?
Die Theorieinhalte werden online vermittelt (blended learning) und können so zeitlich flexibel gelernt werden.
An den gemeinsamen Praxistagen am externen Bildungsort legen wir neben themenbezogenen Demonstrationen und Rollenspielen den Fokus auf verschiedene Meditationen und Reflexionen. Weiter werden ausgewählte mitgefühlsbasierte psychotherapeutische Interventionen gemäss dem Prinzip «von innen nach aussen» vertieft. Die Teilnehmenden werden neue Interventionen zunächst an sich selbst erleben und vertiefen bevor sie diese im therapeutischen Kontext anwenden.
Die Grundlagen für den CAS bilden das Mindful Self-Compassion (MSC) Programm, entwickelt von Chris Germer und Kristin Neff sowie die Compassion Focused Therapy (CFT), begründet von Paul Gilbert.
Beratung und Kontakt
-
Jan Juchli
Studienleiter -
Regula Saner
eidg. anerkannte Psychotherapeutin, zert. MBSR- und MSC-Lehrerin -
Mirjam Tanner
Dr. med. Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie FMH -
Claudia Dutler Bruppacher
+41 (0) 58 934 83 64
claudia.dutlerbruppacher@zhaw.ch
Programm-Managerin Weiterbildung
Veranstalter
Infoveranstaltungen
Anmeldung
Zulassungskriterien
Zulassungsbedingungen
Bitte beachten Sie die Zulassungskriterien in der Studienordnung. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Besuch eines MSC- oder MBCL-Kurses oder eine vergleichbare Praxiserfahrung sowie eine regelmässige Meditationspraxis.
Startdaten und Anmeldung
| Start | Anmeldeschluss | Anmeldelink |
|---|---|---|
| 31.08.2026 | Anmeldung |
Downloads und Broschüre
Downloads
Links
Das könnte Sie auch interessieren
Blog
Podcast
Beratung
«Achtsamkeit – der grosse Trend»
«Was uns glücklich macht?»
Förderung der psychischen Gesundheit in Unternehmen