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Neue Fellowships 2026

Die digitale Transformation braucht neue Ideen – hier setzt «ZHAW digital» an: Bereits zum achten Mal fördert die Initiative innovative Forschungsprojekte aus der gesamten Hochschule. Im Jahr 2026 erhalten fünf Juniors, drei Seniors und fünf Seniors mit PhD aus insgesamt fünf Departementen Fördergelder.

Titelbild ZHAW digital

Die Fellows greifen in diesem Jahr eine grosse thematische Bandbreite auf – von Smart Cities über Robotik und Künstliche Intelligenz zur multimodalen Verhaltensanalyse. Im Gesundheitsbereich stehen Bio- und Medizintechnologie, Digitale Gesundheit und Genomik im Fokus. Zugleich rücken Themen der digitalen Gesellschaft in den Vordergrund: Digitale Diskurs- und Sozialforschung, Open Science, Governance-Transparenz sowie digitale Märkte und Wettbewerb.

Gefördert werden diese Projekte von «ZHAW digital» – die Initiative hat zum Ziel, Innovation, Forschung und Zusammenarbeit im digitalen Raum nachhaltig zu verankern. Sie bündelt drei miteinander verknüpfte Schwerpunkte: Bildungsförderung, Forschungsförderung und die digitale Weiterentwicklung der ZHAW. Im Forschungsbereich unterstützt der «Digital Futures Fund for Research» konkrete Projekte, während Fellowships gezielt Personen stärken, Sichtbarkeit schaffen und die hochschulweite Vernetzung vorantreiben.

Die Fellows und ihre Projekte

  • Bettina Sommer (Gesundheit) verlagert mithilfe tragbarer Sensoren die Ganganalyse bei Multipler Sklerose aus der Klinik in den Alltag – und ermöglicht so ein realitätsnäheres Bild von Krankheitsverläufen.
  • Menschen mit Sprachstörungen haben andere Probleme: KI-Anwendungen sind für sie häufig nicht zugänglich. Mark Cieliebak (SoE) entwickelt deshalb fehlertolerante Spracherkennung und Fehlerdiagnostik für Schweizerdeutsch.
  • Jorge Peña Queralta (SoE) bringt KI-Forschung in konkrete Assistenzsysteme: Er entwickelt menschenzentrierte Lernverfahren für Assistenzroboter, damit Personen mit eingeschränkter Mobilität sicher und vertrauensvoll unterstützt werden.
  • Wie leistungsfähig KI im Gesundheitskontext ist, demonstriert auch Manuel Gil (LSFM), der damit evolutionäre Veränderungen von Proteinstrukturen präzise zu entschlüsseln und biomedizinisch nutzbar macht.
  • Mit gesundheitlichen Risiken ganz anderer Art befasst sich Theo Smits (LSFM): Er analysiert die Genome von Bakterien, um Antibiotikaresistenzen systematisch zu erfassen.
  • Weg von biologischen Risiken hin zu sozialen Dynamiken im digitalen Raum: Elena Gavagnin (SML) untersucht mit multimodaler KI, wie Fremde in Online-Multiplayer-Games unter Stress kommunizieren und handeln.
  • Von der isolierten zur öffentlichen Kommunikation – Dolores Lemmenmeier (Linguistik) entwickelt eine KI-Anwendung für das Schweizer Textkorpus Swiss-AL, die datenbasiert und nachvollziehbar aufzeigt, wie öffentliche Debatten geführt werden.
  • Auch über psychische Gesundheit wird digital diskutiert. Dario D’Agostino (Linguistik) untersucht gemeinsam mit einer Peer-Organisation, wie auf Social Media über das Thema gesprochen wird und zeigt, wie das verantwortungsvoller gelingen kann.
  • Verantwortung für die mehrsprachige Open Science übernimmt Chantal Wright (Linguistik). Weil viele wissenschaftliche Übersetzungen unsichtbar bleiben, möchte sie mit Schweizer Bibliotheken diese Texte leichter auffindbar machen.
  • Siyana Gurova (SML) setzt ebenfalls auf Transparenz: Sie zeigt, wie institutionelle Investoren bei Aktionärsentscheidungen abstimmen und welche Gründe sie dafür anführen – so wird treuhänderische Verantwortung in der Praxis nachvollziehbar.
  • Auch Andreas Hefti (SML) untersucht, wie Strukturen Entscheidungen beeinflussen: Er will wissen, wie Informationsfilter Wahrnehmung, Wettbewerb und Markteffizienz prägen.
  • Von digitalen Märkten in die städtische Infrastruktur: Jenny Rocio Rios Martinez (SoE) bewertet, wie resilient kritische Systeme in Städten gegenüber Störungen sind und liefert Strategien, um Ausfälle zu vermeiden.
  • Schliesslich denkt Pasquale Cirillo (SML) urbane Resilienz weiter, indem er mit „Zurich’s AURA“ Sensordaten aus städtischen Systemen nutzt, um Frühwarnungen vor drohenden Ausfällen in Strom, Verkehr oder Energieversorgung zu geben.

Mehr Informationen zu den aktuellen und bisherigen Fellows findest du hier.