Serious Game zu Veränderungsprozessen in Organisationen
Beschreibung
Veränderungsprozesse gehören zum Alltag von Organisationen und damit auch öffentlicher Verwaltungen. Sie gelingen jedoch häufig nur schwer, weil Lernkulturen, Haltungen und emotionale Aspekte wie Unsicherheit, Widerstand und Ambivalenz das Geschehen stark prägen. Serious Games sind spielbasierte Lernumgebungen, die Wissen und Kompetenzen vermitteln, ohne auf Unterhaltung zu verzichten. Gerade bei Veränderungsprozessen eignen sie sich, weil die Teilnehmenden Entscheidungen risikofrei erproben, eigene Haltungen reflektieren und die Dynamik von Widerstand und Unsicherheit unmittelbar erfahren können.
Zu diesem Thema gibt es bisher nur wenige Serious Games, und die bestehenden setzen meist auf ökonomische Logiken und generische Inhalte. Stark regulierte und hierarchische Organisationen wie Verwaltungen, Banken oder Versicherungen folgen jedoch einer anderen Logik, und die emergenten, prozesshaften Aspekte des Wandels bleiben in den vorhandenen Spielen oberflächlich. Ziel des Projekts ist es, das Marktpotenzial eines Serious Games zu Veränderungsprozessen genau in diesen Organisationen systematisch zu analysieren und die praktische Machbarkeit zu prüfen. Die Analyse erfasst bestehende Angebote, die Bedürfnisse der Zielgruppen und die inhaltlichen Lücken. Auf dieser Grundlage entwickelt der Praxispartner anschliessend Konzepte für Spielinhalte und Spielmechaniken. Methodisch stützt sich das Vorgehen auf rund sechs bis zwölf qualitative Expertinneninterviews mit Fachleuten aus Serious Games und Organisationsentwicklung sowie mit Personen aus Gemeinden, Kantonen und dem Bund, die in Personal-, Organisations- oder Change-Prozessen tätig sind.
Eckdaten
Stellv. Projektleitung
Projektpartner
Game Solution Gesellschaft für spielerische Lösungen AG
Projektstatus
laufend, gestartet 06/2026
Institut/Zentrum
Institut für Verwaltungs-Management (IVM)
Drittmittelgeber
Innosuisse Innovationsscheck