Partizipativer Transfer eines innovativen Lehr-Lern-Konzeptes im EELISA-Netzwerk
Unser Rahmen: Gärten als partizipative Lern- und Lehrräume. Unser Weg: Gärtnern als Möglichkeit zur Übertragung und Implementierung eines transdisziplinären EELISA Micro-Credentials; Im internationalen Hochschulkontext und praxisnahen Co-Creation Design mit der Gesellschaft. Unser Ziel: Zukunftskompetenzen für Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern.
Beschreibung
Im Jahr 2025 wurde an der ZHAW im Rahmen eines Kooperationsprojektes-Projekts zwischen dem Departement Gesundheit und dem Departement Life Sciences und Facility Management ein innovatives Lehr-Lern-Konzept entwickelt, das Studierende verschiedener Fachrichtungen mit älteren Menschen in einem gemeinsamen Gartenprojekt zusammenbringt. Im Zentrum dieses Konzepts steht die Idee des wechselseitigen Lernens: Während die Studierenden ihre fachlichen Kompetenzen und Perspektiven einbringen, tragen die älteren Menschen ihre Lebens- und Alltagserfahrungen bei. Durch das gemeinsame Gärtnern entsteht ein praxisnaher Lern- und Begegnungsraum, der den Austausch zwischen Hochschule und Gesellschaft fördert und zugleich Themen wie Gesundheit, Nachhaltigkeit und soziales Miteinander erlebbar macht.
Aufbauend auf diesen Erfahrungen verfolgt das vorliegende EELISA-Projekt das Ziel, das bestehende Modulkonzept methodisch weiterzuentwickeln, für unterschiedliche Hochschul- und Gesellschaftskontexte adaptierbar zu machen und gemeinsam mit internationalen Partnern umzusetzen. In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Deutschland und der École nationale des ponts et chaussées (ENPC) in Frankreich soll das Konzept an die jeweiligen institutionellen Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und gesellschaftlichen Bedarfe angepasst werden. Dabei können neben älteren Menschen auch andere Bevölkerungsgruppen als Praxispartnerinnen und Praxispartner einbezogen werden.
Im Fokus des Projekts steht die partizipative und forschungsorientierte Weiterentwicklung eines transdisziplinären EELISA Micro-Credentials. Der Transfer des bestehenden Konzepts erfolgt nicht als reine Übernahme eines Modells, sondern als gemeinsamer Co-Creation-Prozess. Studierende, Lehrende und Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Zielgruppen werden von Beginn an aktiv in die Weiterentwicklung des Konzepts eingebunden. Gemeinsam werden Bedarfe identifiziert, geeignete Lern- und Beteiligungsformate entwickelt sowie Möglichkeiten der Umsetzung in den unterschiedlichen nationalen und institutionellen Kontexten erarbeitet.
Das Projekt verfolgt sowohl bildungsbezogene als auch gesellschaftliche Zielsetzungen. Einerseits sollen Studierende fachliche, methodische und soziale Kompetenzen in den Bereichen Gesundheit, Nachhaltigkeit, Naturvermittlung, Partizipation und interdisziplinäre Zusammenarbeit erwerben bzw. vertiefen. Andererseits soll die aktive Einbindung gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Gesellschaft stärken und neue Formen gemeinsamer Wissensproduktion ermöglichen. Die praxisnahen Lernsettings fördern dabei den Perspektivenaustausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen und gesellschaftlichen Gruppen und leisten einen Beitrag zur Entwicklung zukunftsrelevanter Kompetenzen. Nicht zuletzt fördert das Projekt die internationale Zusammenarbeit zwischen der ZHAW, der FAU und der ENPC.
Das Projekt versteht sich somit als methodisches Transfer- und Entwicklungsprojekt, das aufzeigt, wie partizipative, gesellschaftsbezogene Lehr-Lern-Konzepte im europäischen Hochschulkontext angepasst, implementiert und nachhaltig verankert werden können. Durch die internationale Zusammenarbeit innerhalb des EELISA-Netzwerks sollen Erkenntnisse zur Übertragbarkeit, Weiterentwicklung und Wirkung solcher Formate gewonnen und für die zukünftige Gestaltung transdisziplinärer Hochschullehre nutzbar gemacht werden.
Eckdaten
Co-Projektleitung
Projektteam
Projektpartner
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; École des Ponts ParisTech
Projektstatus
laufend, gestartet 09/2026
Institut/Zentrum
Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR); Institut für Public Health (IPH)
Drittmittelgeber
EELISA Joint Academic Call
Projektvolumen
10'000 EUR