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Sprachbarrieren in öffentlichen Einrichtungen abbauen

Die Plattform Digilinguo will Menschen dabei helfen, Sprachbarrieren in öffentlichen Einrichtungen zu überwinden. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der ZHAW und der UZH.

Sei es eine unerwartete Nachtgeburt, bei der die Hebamme nicht dieselbe Sprache spricht wie die Gebärende und keine Dolmetscherin verfügbar ist, eine Polizeikontrolle oder eine Person mit Hörbehinderung, die sich bei der Einwohnerkontrolle anmelden will: Wo bislang Angehörige, Kolleginnen oder auch mal das Putzpersonal einspringen mussten, um Sprachbarrieren in öffentlichen Einrichtungen zu überwinden, soll künftig Digilinguo helfen.

Mit der Forschungs-, Ausbildungs- und Vernetzungsplattform sollen nachhaltige Praktiken zum Umgang mit neuen technologischen Möglichkeiten entwickelt und eine bewusste Anwendung digitaler Tools gefördert werden. Ziel ist ein Kompetenz-Hub für Ausbildungs- und Vermittlungsstellen von Dolmetschenden, Gesundheitsdienste, Gerichtswesen und Forschenden. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit des ZHAW-Instituts für Mehrsprachige Kommunikation IMK und des Instituts für Computerlinguistik und Sprachtechnologie der UZH; gefördert wird es von der Digitalisierungsinitiative des Kantons Zürich. 

Testen, Ausbilden und Diskutieren

Die Plattform soll auf drei Pfeilern stehen: Der erste ist eine Teststrecke zum Ausprobieren und Testen digitaler Tools; eine Bibliothek mit digitalen und KI-basierten Tools stellt die Grundlage von Digilinguo dar. Zweitens soll eine Online-Plattform für die Digitalisierung der Ausbildung von Dolmetschenden geschaffen werden. Drittens sind transdisziplinäre Treffen zur Bedarfserhebung und Diskussion der neusten Erkenntnisse zu technologischen, gesetzlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen geplant.