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KI im Alltag von Jugendlichen: zwischen Neugier und Vorsicht

Für viele Jugendliche in der Schweiz gehört KI bereits zum digitalen Alltag mit dazu. Die meisten stehen der Technologie offen, aber auch reflektiert gegenüber.

Die künstliche Intelligenz hat im digitalen Alltag der Jugendlichen in der Schweiz Einzug gehalten. Das zeigt der JAMESfocus-Bericht zum Umgang mit KI. Er stützt sich auf die Daten der nationalen JAMES-Studie zum Medienverhalten von jungen Menschen, die die ZHAW alle zwei Jahre im Auftrag von Swisscom durchführt.

So verwenden 71 Prozent der im Frühling 2024 befragten knapp 1200 Jugendlichen KI-Tools. Die Nutzung steigt mit fortschreitendem Alter: Während unter den 12- bis 13-Jährigen rund die Hälfte KI einsetzt, sind es unter den 18- bis 19-Jährigen bereits 84 Prozent. Am häufigsten benutzen die Jugendlichen ChatGPT. Gebraucht werden die Tools vor allem zur Beschaffung von Informationen. Die Verwendung von KI zur Unterhaltung spielt eine untergeordnete Rolle.

«Die meisten Jugendlichen stehen der Technologie reflektiert und vorsichtig optimistisch gegenüber», sagt ZHAW-Forscher und Co-Studienleiter Gregor Waller. Je nach Geschlecht und Lebensumfeld gibt es aber Unterschiede: So bewerten Mädchen KI signifikant negativer als Jungen. Jugendliche aus urbanen Regionen stehen den neuen Technologien zudem offener gegenüber als ihre Peers auf dem Land.

Jugendliche und Eltern sollten KI gemeinsam erkunden

«KI-Tools werden breit genutzt, aber es fehlt oft ein differenziertes Verständnis der Risiken und Chancen von KI – auch bei den Erwachsenen», sagt Jael Bernath, ZHAW-Forscherin und Co-Autorin der Studie. Jugendliche und Eltern sollten die Technologien gemeinsam erkunden und voneinander lernen. Auch für den Schulunterricht brauche es neue medienpädagogische Angebote und didaktische Ideen.