Eingabe löschen
Zum Inhalt

Hauptnavigation

Zürcher Hochschule
für Angewandte
Wissenschaften

Servicenavigation

Die Schweiz spart, doch finanzielle Reserven sind begrenzt

Über 82 Prozent der Schweizer Bevölkerung spart mindestens gelegentlich. Dennoch kann fast die Hälfte der Befragten einen Einkommensausfall von höchstens drei Monaten überbrücken. Eine neue ZHAW-Studie zeigt, dass vielen Haushalten ausreichend liquide Reserven fehlen und die steigenden Fixkosten als häufigste finanzielle Sorge wahrgenommen wird.

Hand hält einen Fächer aus Schweizer Banknoten vor einem hellrosa Hintergrund.

Die Schweizer Bevölkerung geht mehrheitlich bewusst mit Geld um. Bei vielen reicht die finanzielle Reserve aber nur für kurze Zeit. Rund 15 Prozent der Befragten verfügen über keine Liquidität, mit der sie ihren bisherigen Lebensstandard ohne Einkommen weiterführen könnten. Weitere 30 Prozent könnten damit lediglich ein bis drei Monate überbrücken. «Zusammengefasst hätten demnach knapp 45 Prozent nach drei Monaten Schwierigkeiten, ihren bisherigen Standard zu halten. Regelmässiges Sparen bedeutet noch nicht, dass ein Haushalt ausreichend auf einen Einkommensausfall vorbereitet ist. Entscheidend ist auch, welche Liquidität bereits vorhanden ist und wie lange sie im Ernstfall reicht», erläutert ZHAW-Expertin Selina Lehner. 23 Prozent können ihren Lebensstandard länger als ein Jahr aus liquiden Mitteln finanzieren.

Steigende Fixkosten belasten

22 Prozent stufen die steigenden Fixkosten als grösste finanzielle Sorge ein. Dahinter folgen eine ungenügende finanzielle Absicherung im Alter (12 Prozent) sowie die Befürchtung, zukünftige Wünsche oder Lebensziele nicht finanzieren zu können (11 Prozent). «Steigende Fixkosten belasten Haushalte nicht nur einmalig, sondern Monat für Monat. Gerade bei knapper Liquidität verringern sie den finanziellen Spielraum und erschweren es, unerwartete Ausgaben aufzufangen», sagt ZHAW-Experte Holger Hohgardt. Die Sicherung des Lebensstandards ist primäres Ziel (29 Prozent), gefolgt von keinen Geldsorgen im Alltag (23.8 Prozent).

Finanzielles Wohlbefinden geringer als allgemeine Zufriedenheit

Die allgemeine Lebenszufriedenheit liegt bei 7.17 von 10 Punkten. Die finanzielle Zufriedenheit liegt bei lediglich 5.6 Punkten. In den vergangenen 12 Monaten musste fast jede vierte Person (23.8 Prozent) Geld leihen. Auch die Steuerrechnung stellt für einen erheblichen Teil der Bevölkerung eine Herausforderung dar. 29 Prozent hatten in mindestens einem der vergangenen fünf Jahre Schwierigkeiten, die Steuerrechnung fristgerecht zu bezahlen.

Die Studie untersuchte das subjektive finanzielle Wohlbefinden, finanzielle Ziele und Sorgen, alltägliche Verhaltensweisen sowie die finanzielle Situation der Haushalte. 963 Personen haben im Juni 2026 an der Onlinebefragung teilgenommen. Partner der Studie sind die Bank Cler und G+D Netcetera. Das Projekt wurde durch Innosuisse unterstützt.

Kontakt

Holger Hohgardt, ZHAW-Studienleiter, ZHAW School of Management and Law, +41 58 934 40 34, holger.hohgardt@zhaw.ch

ZHAW Medienstelle, +41 58 934 75 75, medien@zhaw.ch

Privatsphäre-Einstellungen

Wir zeigen Ihnen hier, welche Dienste auf unserer Website laufen können. Sie entscheiden selbst, welche Dienste wir nutzen dürfen. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Unsere Website braucht diese Cookies, damit alles richtig funktioniert. Diese Cookies werden automatisch erstellt, wenn Sie auf der Seite aktiv sind – zum Beispiel, wenn Sie Datenschutz-Einstellungen ändern oder Formulare ausfüllen. In Ihrem Browser können Sie die Cookies zwar sperren oder sich warnen lassen. Dann werden aber einige Teile der Website nicht mehr richtig angezeigt. Diese Cookies speichern keine persönlichen Daten von Ihnen.

Mit diesen Diensten können wir sehen, wie unsere Website genutzt wird. Wir wissen aber nicht, wer Sie sind. Wenn Sie diese Dienste aktivieren, helfen Sie uns, die Website für alle besser zu machen.