Start des neuen CAS Innere Dynamiken im Coaching
Wie gelingt Coaching, wenn innere psychologische Prozesse, persönliche Muster und unbewusste Dynamiken den Beratungsprozess prägen? Der CAS Innere Dynamiken im Coaching vertieft Coaching Kompetenzen mit einem klaren Fokus auf psychologische und psychodynamische Aspekte.
Der CAS Innere Dynamiken im Coaching unterstützt Personen, die ihre Coaching‑Praxis vertiefen und die psychologische Dimension von Entwicklungsprozessen besser verstehen möchten. Die Teilnehmenden erleben und reflektieren innere Dynamiken bei sich und anderen und üben, diese bewusst in den Beratungsprozess einzubeziehen. Dadurch erweitern sie ihre Selbstwahrnehmung, schärfen ihre Wahrnehmung des Gegenübers und entwickeln eine differenzierte, reflektierte Coaching‑Haltung. Die Kombination aus Psychologie, Systemtheorie, Selbsterfahrung und intensiver Übungspraxis stärkt ihre Fähigkeit, Coaching‑Situationen professionell und wirksam zu gestalten.
Studienleiterin Claudia Beutter im Interview
Im Gespräch erläutert Claudia Beutter, wie Teilnehmende im CAS innere psychologische Prozesse erleben, reflektieren und gezielt in Coaching Situationen einbeziehen. Sie beschreibt, weshalb die vertiefte Auseinandersetzung mit eigenen Mustern und Wahrnehmungen für die Coaching Praxis so bedeutsam ist und wie die Verbindung von Psychologie, Systemtheorie und Selbsterfahrung die professionelle Beratung nachhaltig stärkt.
Worum geht es in diesem Angebot?
Claudia Beutter: Es geht um die Entwicklung von Coaching-Kompetenzen mit einem Fokus auf psychologische und psychodynamische Prozesse in dieser Beratungsform. Wer neben Systemischen Grundlagen und Methoden an den psychologischen Aspekten interessiert ist und sich mit Haltung und Überzeugungen in der Rolle auseinandersetzen will, kann sich für Coachings mit dem Lehrgang eine ideale Grundlage aufbauen.
Welche Kompetenzen erwerben die Teilnehmenden konkret?
Wer diesen CAS durchläuft hat innere Dynamiken bei sich und anderen erlebt und hat wiederholt geübt, diese in den Beratungsprozess einzubeziehen. Das heisst, dass Teilnehmende in ihrer Selbstwahrnehmung differenzierter und präziser sind und ihre Wahrnehmung des Gegenübers erweitern. Die psychologische Seite eines Entwicklungsprozesses wird in diesem Kurs intensiver bearbeitet, als in anderen Basis-Weiterbildungen in Coaching.
Warum ist das Thema gerade jetzt relevant? Welche aktuellen Entwicklungen aus Praxis, Forschung oder Gesellschaft greift es auf?
Die Überflutung mit Informationen aus allen Richtungen und Medien macht deutlich, wie wichtig das Auswählen ist. Im Coaching wird ständig ausgewählt: Was wird paraphrasiert? Welche Fragen werden gestellt? Welche Aussagen werden wiederholt? Wer dieses subjektive Auswählen als Coach:in bewusster macht und besser versteht, was die Wahl mit der eigenen Person zu tun hat, kann die Coaching-Arbeit vertiefter reflektieren und sich selbst überprüfen, bzw. offen und neugierig halten.
Kurz gesagt: Die innere Arbeit als Coach:in und als Coachee stärkt die Fähigkeit, die eigenen Bewertungen in der Beratung als Hinweise zu nutzen, statt sie über jemanden zu stülpen.
Welche zusätzlichen Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach dem CAS?
Nach Abschluss des CAS können Teilnehmende weitere CAS aus dem Angebot des IAP absolvieren und zum MAS-Abschluss in Organisationsberatung, Coaching & Supervision verbinden.
Persönlicher Blick der Studienleiterin
Was begeistert Sie persönlich am Thema dieses Lehrgangs?
Für mich ist die Kombination aus psychologischen Inhalten und der Systemtheorie mit vielen Übungen und Selbsterfahrung das Highlight. Die starke Auseinandersetzung mit sich als Coach:in und Coachee stärkt die Wahrnehmungs- und Reflexionsfähigkeit der Teilnehmenden als zentrale Fähigkeiten im Coaching.

Claudia Beutter ist Beraterin & Dozentin in der Organisationsberatung & Coaching, Transformation, Change & Organisations-Entwicklung am IAP Institut für Angewandte Psychologie der ZHAW.