Ludic Culture Hub (LCH)
Der LUDIC CULTURE HUB schafft am Swiss Game Hub eine gemeinsame organisatorische Struktur und einen physischen Raum, der herausragende Forschung, nachhaltige Lehre und transdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich Games fördert. Dabei werden Games als kulturelle, pädagogische, technologische und künstlerische Praxis verstanden.
Beschreibung
Spielen als Raum für Forschung und Innovation
Der Ludic Culture Hub schafft eine gemeinsame Struktur für Forschung, Lehre, Gestaltung und Wissenstransfer rund um das Spielen, um Games und interaktive Medien. Er vereint die Universität Zürich,die Zürcher Hochschule der Künste, die Pädagogische Hochschule Zürich und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
Durch die enge Zusammenarbeit mit Schulen, Bildungsbehörden, der lokalen Games-Branche, Kulturinstitutionen und weiteren Praxispartnern entsteht ein dynamisches Ökosystem, das Wissenschaft und Gesellschaft miteinander verbindet. Gemeinsam wird untersucht, welche Bedeutung spielerische Praktiken für Bildung, Gesellschaft, Technologie und nachhaltige Entwicklung haben.
Der Begriff «Ludic Culture» wird in einem breiten und zukunftsorientierten Sinne verstanden. Er beschränkt sich nicht auf digitale Spiele, sondern umfasst auch Simulation, Experimentieren, die Modellierung möglicher Zukünfte und die kreative Auseinandersetzung mit komplexen Systemen. Spielen und spielerische Praktiken ermöglichen es Einzelpersonen und Institutionen, Annahmen zu überprüfen, sich mit Unsicherheit auseinanderzusetzen und alternative Handlungsweisen zu erkunden.
In diesem umfassenden Verständnis begreift der Ludic Culture Hub spielerische Praktiken als wichtige Triebkraft für gesellschaftliche Reflexion, verantwortungsvolle technologische Entwicklung und nachhaltigen kulturellen Wandel.
Ein gemeinsamer physischer Standort im Swiss Game Hub in Zürich Oerlikon verbindet die vier Hochschulen mit der Schweizer Games-Branche. Er bietet Raum für Forschung, gemeinschaftliche Entwicklung (Co-Creation), Veranstaltungen und den kontinuierlichen Austausch mit Praxispartnern.
Vier Dimensionen der Ludic Culture
Die Aktivitäten des Ludic Culture Hub sind in vier miteinander verknüpfte thematische Dimensionen gegliedert:
«Ludic Social Analysis» – Spielerische Gesellschaftsanalyse
Unter der Leitung der Universität Zürich untersucht diese Dimension Games als kulturelle und gesellschaftliche Praktiken. Dabei werden sowohl ihre konstruktiven als auch ihre potenziell nachteiligen Auswirkungen auf die Gesellschaft beleuchtet.
«Ludic Experience and Experiments» – Spielerische Erfahrungen und Experimente
Unter der Leitung der Zürcher Hochschule der Künste wird erforscht, wie spielerische Methoden in Gestaltung, Produktion, Bildung, künstlerischer Praxis und Forschung eingesetzt werden können.
«Ludic Education» – Spielerisches Lernen und Bildung
Unter der Leitung der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) werden wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und kulturelle Perspektiven auf Games in die Bildungspraxis übertragen. Dies umfasst den Unterricht, die Weiterbildung von Lehrpersonen sowie die Schulentwicklung.
«Ludic Sustainability» – Spielerische Nachhaltigkeit
Unter der Leitung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) stehen zwei miteinander verbundene Aspekte im Mittelpunkt: der Einsatz von Games zur Förderung der Nachhaltigkeit und die nachhaltigere Gestaltung der Schweizer Games-Branche.
Die vier Dimensionen befassen sich mit zentralen gesellschaftlichen, technologischen und kulturellen Herausforderungen. Digitale Kompetenz, künstliche Intelligenz, Inklusion und Diversität sowie ökologische und technologische Nachhaltigkeit werden dabei als übergreifende Themen behandelt.
Eckdaten
Projektleitung
Prof. Dr. Andri Gerber, Dr. Hiloko Kato (Zürcher Hochschule der Künste ZHdK), Prof. Dr. Bernadette Spieler (Pädagogische Hochschule Zürich PHZH), Stefan Schmidlin (Zürcher Hochschule der Künste ZHdK)
Co-Projektleitung
Projektteam
Projektpartner
Zürcher Hochschule der Künste ZHdK; Pädagogische Hochschule Zürich PHZH; Universität Zürich UZH; Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ / Game Technology Center; Technische Hochschule Köln / Cologne Game Lab; Digital Health Design Living Lab; IMMERSE; Kanton Zürich / Amt für Wirtschaft / Standortförderung; Digital Learning Hub Sek II; Ateo GmbH; Stray Fawn GmbH; lauflauf GmbH; Metaroot GmbH; David Stark; Gemeinde Niederhasli / Sekundarschule Seehalde; Verein Archijeunes; Swiss Game Developers Association SGDA; Sustainable Games Alliance; Inlusio Interactive GmbH
Projektstatus
laufend, gestartet 10/2026
Institut/Zentrum
Institut Konstruktives Entwerfen (IKE); Institut für Wirtschaftsinformatik (IWI); Zurich Center for Sustainability Leadership (ZCSL)
Drittmittelgeber
Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen DIZH
Projektvolumen
456'000 CHF