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Unterstützung des autonomen Wohnens und Lebens von Menschen mit Behinderungen – Ein Scoping Review

Dieses Forschungsprojekt untersucht, welche Interventionen, Dienstleistungen oder Unterstützungsstrukturen von Fachkräften und Institutionen im Gesundheits- und Sozialwesen genutzt werden, um das autonome Wohnen und Leben mit Behinderungen oder Einschränkungen im Erwachsenenalter zu verbessern oder aufrechtzuerhalten.

Drei Menschen mit Behinderungen kochen zusammen in der Küche

Beschreibung

Ausgangslage

Autonomie, definiert als die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel darüber, was, wann und wie eine Person tun möchte, ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Aufgrund physischer, sozialer und struktureller Barrieren sind Erwachsene mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen jedoch oft mit Einschränkungen in ihren Entscheidungen konfrontiert. Ein autonomes Leben ist ein zentrales Anliegen für Erwachsene mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen unterschiedlichster Altersgruppen, was sich unter anderem in der "Independent Living"-Bewegung und der politischen Unterstützung für "Ageing-in-place" manifestiert. Ein autonomes Leben und Wohnen ist ebenfalls eng mit der gesellschaftlichen Teilhabe verbunden.

Es ist davon auszugehen, dass es sowohl Ähnlichkeiten als auch Unterschiede bezüglich der Hürden betreffend Autonomie gibt, mit denen Personen mit Behinderungen im erwerbsfähigen Alter und ältere Erwachsene, deren Beeinträchtigungen durch den Alterungsprozess verursacht werden, konfrontiert sind. 

Zielsetzungen

Welche Interventionen, Dienstleistungen und Unterstützungsstrukturen autonomes Leben und Wohnen für diese Gruppen ermöglichen können, wurde bisher nicht umfassend beschrieben. Daher ist der Zweck dieser Studie, solche Interventionen, Dienstleistungen und Unterstützungsstrukturen zu identifizieren und zu beschreiben. Ganz konkret widmet sich das Forschungsprojekt der Fragestellung, welche Interventionen, Dienstleistungen oder Unterstützungsstrukturen von Fachkräften und Institutionen im Gesundheits- und Sozialwesen genutzt werden, um das autonome Leben und Wohnen von Erwachsenen mit Behinderungen oder Einschränkungen zu verbessern oder aufrechtzuerhalten. 

Mit dem Projekt soll ein umfassender Überblick über die wissenschaftliche Literatur zu Interventionen, Dienstleistungen und Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, die ein autonomes Wohnen und Leben fördern oder aufrechterhalten. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Ergebnisse eine fundierte Grundlage bieten, um gesundheits- und sozialpolitische sowie bauliche Massnahmen zur Förderung von Autonomie zu bündeln und weiterzuentwickeln.

 

Eckdaten

Projektleitung

Stellv. Projektleitung

Projektteam

Prof. Dr. Tina Quasdorf, Dr. Franzisca Domeisen Benedetti, Urban Schwegler (Schweizer Paraplegiker-Forschung AG), Monika Finger (Schweizer Paraplegiker-Forschung AG), Dr. Albert Marti (Schweizer Paraplegiker-Vereinigung SPV)

Projektpartner

Schweizer Paraplegiker-Forschung AG; Schweizer Paraplegiker-Vereinigung SPV

Projektstatus

laufend, gestartet 10/2026

Institut/Zentrum

Institut für Ergotherapie (IER); Institut für Pflege (IPF)

Drittmittelgeber

Innosuisse Innovationsscheck