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Ein integrierter, datenbasierter Smart Real Estate Life Cycle Benchmark als Grundlage für innovative Abwicklungsmodelle im Immobilienbereich

Die Integration von Immobiliendaten bedeutet, Daten aus allen Lebenszyklusphasen zu bündeln und vergleichbar zu machen. Daraus entsteht ein Benchmark, der Transparenz schafft und fundierte, datenbasierte Entscheidungen für Planung, Betrieb und Entwicklung von Immobilien ermöglicht.

Ergebnis

Das Projekt leistet einen direkten Nutzen für Forschung, Praxis und Lehre im Bereich des lebenszyklusorientierten Immobilien- und Facility Managements. Durch die systematische Integration und Strukturierung bestehender Datenstände wird eine fundierte Grundlage für die Entwicklung eines Real Estate Life Cycle Benchmarks geschaffen, der Transparenz und Vergleichbarkeit über unterschiedliche Immobilien, Nutzungen und Abwicklungsformen hinweg ermöglicht. Damit unterstützt das Projekt datenbasierte und ganzheitliche Entscheidungsprozesse entlang des gesamten Lebenszyklus von Immobilien.

Aus wissenschaftlicher Sicht trägt das Projekt zur Weiterentwicklung methodischer Ansätze der lebenszyklusorientierten Bewertung bei und stärkt die Positionierung des IFM in den Themenfeldern Life Cycle Management, Benchmarking und datenbasierte Immobilienanalyse. Gleichzeitig entsteht eine belastbare Basis für weiterführende Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie für kompetitive Drittmittelanträge. Für die Praxis bietet das Projekt einen klaren Mehrwert, indem es Eigentümer:innen, Betreiber:innen und weiteren Akteuren eine strukturierte Entscheidungsgrundlage für Planung, Betrieb und Weiterentwicklung von Immobilien bereitstellt. Die Ergebnisse können zudem als Enabler für integrierte Abwicklungs- und Bewertungsmodelle dienen und damit zur Professionalisierung und Weiterentwicklung bestehender Prozesse beitragen.

Beschreibung

Entscheidungen entlang des Lebenszyklus (von Planung und Erstellung über Betrieb bis zur Weiterentwicklung) häufig auf Basis fragmentierter Daten und isolierter Bewertungsmodelle getroffen. Unterschiedliche Akteure, Systeme und Abwicklungslogiken führen dazu, dass Zusammenhänge zwischen Qualität, Kosten, Nachhaltigkeit und Betrieb nur eingeschränkt sichtbar sind (Bauen Digital Schweiz, 2022). Studien und Praxisbeobachtungen zeigen, dass nicht einzelne Kennzahlen oder Phasen entscheidend für die Performance von Immobilien sind, sondern deren integrierte Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus (Hale et al., 2009). Insbesondere die fehlende Vergleichbarkeit und Transparenz zwischen Objekten, Nutzungen und Abwicklungsformen erschwert fundierte Entscheidungen und die Weiterentwicklung innovativer Abwicklungsmodelle (Pichler, 2023). Beim IFM liegen mit den Datenständen aus SGNI/IM, WPM, HM und SBM umfangreiche Informationen zu unterschiedlichen Lebenszyklusphasen und Bewertungsdimensionen vor. Diese Daten bilden eine wertvolle Grundlage, werden jedoch bislang primär separat ausgewertet und nicht systematisch in einem übergreifenden Lebenszykluszusammenhang genutzt. Im Fokus steht daher die Prüfung, wie bestehende Daten durch Integration, Harmonisierung und Strukturierung zu einem belastbaren Real Estate Life Cycle Benchmark zusammengeführt werden können. Evidenz aus Forschung und Praxis zeigt, dass datenbasierte Benchmarks Transparenz schaffen, Vergleichbarkeit erhöhen und als Enabler für neue, integrierte Abwicklungsmodelle wirken können (Apanaviciene et al., 2020). Ziel ist es, durch die strukturierte Nutzung bestehender Daten einen messbaren Beitrag zur lebenszyklusorientierten Bewertung und Weiterentwicklung von Immobilien zu leisten. 

Ziel dieses Anschubprojekts ist die konzeptionelle, methodische und inhaltliche Vorbereitung eines übergeordneten Forschungs- und Entwicklungsprojekts zur lebenszyklusorientierten Bewertung von Immobilien. Im Fokus steht die Prüfung, wie bestehende Datenstände aus SGNI/IM, WPM, HM und SBM durch Integration, Harmonisierung und Strukturierung zu einem belastbaren Real Estate Life Cycle Benchmark zusammengeführt werden können. Das Projekt verfolgt das Ziel, Transparenz und Vergleichbarkeit über unterschiedliche Immobilien, Nutzungen und Abwicklungsformen hinweg zu erhöhen und damit eine fundierte Grundlage für lebenszyklusorientierte Entscheidungen zu schaffen. In diesem Kontext zeichnet sich SGNI als möglicher Praxispartner ab, der durch seine fachliche Expertise, den Zugang zu relevanten Daten sowie eine praxisorientierte Perspektive einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und Validierung des Benchmarks leisten kann. Aufbauend auf den Ergebnissen soll ein kompetitiver Forschungsantrag (z. B. Innosuisse / Innocheque, SNF/DFF oder Stiftungen) vorbereitet werden, der sowohl wissenschaftliche als auch praxisrelevante Fragestellungen adressiert. Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, integrierte Abwicklungs- und Bewertungsmodelle im Immobilienbereich zu unterstützen und datenbasierte Entscheidungsgrundlagen für Planung, Betrieb und Weiterentwicklung von Immobilien bereitzustellen.

Eckdaten

Projektstatus

laufend, gestartet 03/2026

Institut/Zentrum

Institut für Facility Management (IFM)

Drittmittelgeber

Interne Förderung

Projektvolumen

15'000 CHF