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Medien · Interaktion · Kognition · Jugendliche · Gesundheit (MICAH)

In der Jugend verändert sich unser Gehirn rasant. In der Longitudinalstudie MICAH untersuchen wir, wie digitales Medienverhalten — soziale Medien, Messaging, Gaming und Videos — mit dem psychischen Wohlbefinden und der Entwicklung exekutiver Funktionen wie Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Reizunterdrückung und Flexibilität zusammenhängen.

Ergebnis

Die Ergebnisse werden im Laufe des Jahres 2026 publiziert. 

Beschreibung

Bildschirmnutzung und kognitive Entwicklung

Wie und warum Jugendliche mit Technologie interagieren, wird zumindest teilweise durch ihre jeweiligen Entwicklungsphasen und die damit verbundenen Bedürfnisse und Fähigkeiten bestimmt. Daher erscheint es besonders wichtig, das Alter und die aktuelle Entwicklungsphase der Nutzer:nnen zu berücksichtigen, wenn man Mediennutzung und deren Auswirkungen besser verstehen möchte.

Die kognitive Entwicklung, die bis ins junge Erwachsenenalter fortläuft, spielt sehr wahrscheinlich eine wichtige Rolle bei der Wahrnehmung digitaler Medien. In diesem Projekt untersuchen wir, wie die Entwicklung der Aufmerksamkeit und exekutiver Funktionen (Inhibition, Flexibilität, Arbeitsgedächtnis) mit digitaler Mediennutzung und deren Auswirkungen in der Adoleszenz interagiert.

Wieso eine Untersuchung im Jugendalter?

Das jugendliche Gehirn zeichnet sich durch eine erhöhte Sensibilität für externe Einflüsse und eine gesteigerte Lernfähigkeit aus. Dies bezieht sich besonders auf soziale Belohnungen und Ablehnungen, die einen überproportionalen Einfluss auf die Kognition (Aufmerksamkeit und Gedächtnis) und das Verhalten in dem Alter ausüben. Mit wiederkehrenden Erfahrungen kann dies dazu führen, dass eine jugendliche Person sich von einer absichts- und zielorientierten Verhaltensweise zu einer eher gewohnheitsgetriebenen oder instrumentellen Art des Verhaltens entwickeln.

Veränderungen, die in der Adoleszenz erstmals eintreten, können einen tiefgreifenden und langanhaltenden Einfluss auf das Individuum haben, so dass der weitere Lebensweg stark davon abhängt. Wir setzen den Fokus auf exekutive Funktionen, die sich im Jugendalter noch entwickeln und erst im jungen Erwachsenenalter vollends ausgereift sind.  

Was sind Exekutive Funktionen?

Exekutive Funktionen sind eine Gruppe kognitiver top-down Prozesse, die bei zielorientiertem Verhalten eine Rolle spielen und die Basis höherer kognitiver Prozesse wie Planung, Problemlösung und Lernen bilden. Individuelle Unterschiede bei den exekutiven Fähigkeiten wurden mit Ergebnissen in Bereichen wie Wohlbefinden, Gesundheit und Bildung in Verbindung gebracht.

Wir untersuchen die Zusammenhänge zwischen Veränderungen der exekutiven Funktionen und digitaler Mediennutzung, und deren Beziehung zu Gesundheit und Wohlbefinden während der Adoleszenz.

Für weitere Informationen (auch auf englisch), laden wir Sie ein, die Projektseite von MICAH zu besuchen - siehe Link unten.

Informationsvideo MICAH Studie

Eckdaten

Projektleitung

Gregor Waller, Dr. Benoît Bediou (Université de Genève)

Co-Projektleitung

Florence Van Hove (Universität Freiburg)

Projektteam

Mirjam Jochim, Dr. Anh Nguyen-Danse (Université de Genève)

Projektpartner

Université de Genève; Universität Freiburg

Projektstatus

laufend, gestartet 08/2023

Institut/Zentrum

Psychologisches Institut (PI)

Drittmittelgeber

SNF Projektförderung