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Zürcher Hochschule
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Technik im Quartier

Technische Assistenz in sozialraumorientierten Engagement- und Versorgungskonzepten

Beschreibung

Menschen altern in ihrem sozialen Nahraum (Stadtteil, Quartier, Dorf). Das Bedürfnis, soziale Kontakte zu pflegen und mit anderen Menschen zu interagieren bleibt erhalten, auch wenn sich mit zunehmendem Alter häufig der Bewegungsradius verkleinert. Umso mehr gewinnt der soziale Nahraum an Bedeutung. Quartierskonzepte wertschätzen und stärken kleinteilige sozialräumliche Strukturen. Sie setzen an spezifischen lokalen Gegebenheiten und Ressourcen an. Sie zielen auf eine partizipative Weiterentwicklung und bürgerschaftliche Mobilisierung eines sozialen Nahraums in den Bereichen Wohnen, Soziales, Hilfe und Pflege. Quartierskonzepte haben sich in den letzten Jahren als ein zentraler Ansatz zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen etabliert. Parallel hat das EU-AAL-Programm in den letzten 10 Jahren europaweit die Entwicklung und Etablierung von technischen Assistenzlösungen (AAL) unterstützt. In allen D-A-CH-Ländern wird mittlerweile stark, aber sehr unterschiedlich auf Quartiersansätze gesetzt – allerdings praktisch ohne länderübergreifenden Erfahrungstransfer. Bisher wurde der Zusammenhang zwischen sozialraumorientierten Versorgungskonzepten und (AAL) in der Forschung und Entwicklung (F+E) jedoch nur unzureichend betrachtet – dabei bieten sich hier erhebliche wechselseitige Potenziale: Alternsgerechte Informations- und Kommunikationssysteme können einerseits zur Aktivierung und Förderung sozialer Interaktion im Quartier beitragen, bürgerschaftliches Engagement und Nachbarschaftshilfe unterstützen und fördern, betreuende und pflegerische Versorgung zu Hause stabilisieren, oder auch Bürgerbeteiligungsprozesse vereinfachen und attraktiver machen. Im Projekt wurde untersucht, wie Quartiersentwicklungskonzepte und technische Assistenzsysteme wechselseitig von einer integrierten Betrachtung profitieren können. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung der Maßnahmen wurden Handlungsempfehlungen entwickelt, die eine breite und länderübergreifende Übertragung der Erfahrungen auf andere Kommunen im Bodenseeraum ermöglichen. Durch die im Rahmen des Projektes initiierten Maßnahmen werden die beteiligten Quartiere nachhaltig dazu befähigt, technische Lösungen zur Unterstützung ihrer Arbeit einzusetzen und bedarfsgerechten Technikeinsatz durch BürgerInnen im Quartier zu fördern.

Eckdaten

Co-Projektleitung

Prof. Dr. Andrea Kofler, Thomas Michael Ballmer

Projektteam

Projektpartner

Hochschule Furtwangen; Fachhochschule St. Gallen FHSG; Fachhochschule Vorarlberg; Stiftung Kalaidos Fachhochschule; Belvita Schweiz AG; Sozialdienste Götzis; Stadt Frauenfeld

Projektstatus

abgeschlossen, 04/2018 - 06/2021

Institut/Zentrum

Institut für Facility Management (IFM); Institut für Ergotherapie (IER)

Drittmittelgeber

Interreg Europe

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