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Spontaner Entscheid führt zu gefährlicher Fahrt mit E-Trottinett

Forschende der ZHAW haben untersucht, wieso junge Erwachsene wider besseres Wissen alkoholisiert E-Trottinett fahren. Die Erkenntnisse sollen in die Prävention fliessen.

E-Trottinette sind in Städten omnipräsent und bei jungen Menschen beliebt. Doch auch die Unfallzahlen nehmen zu. 2024 kam es schweizweit zu fast 600 Verletzungen mit E-Trottinetten – ein Grossteil davon selbst verursacht und unter Alkoholeinfluss.

Im Auftrag der AXA-Stiftung hat das Departement Angewandte Psychologie zusammen mit einer deutschen und einer dänischen Hochschule untersucht, wieso Jugendliche am Wochenende nachts zum E-Trottinett greifen und wie Unfälle reduziert werden können. Die Forschenden arbeiteten mit Videoaufnahmen, Befragungen und Experimenten in Zürich, Basel und Bern.

ÖV sichtbarer machen

Dabei zeigte sich, dass junge Erwachsene die Verkehrsregeln und Risiken gut kennen. Der Entschluss für ein E-Trottinett fällt meist aufgrund des Eindrucks schlechterer Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln und sozialem Einfluss. «Die Entscheidung wird nicht primär über Einsicht oder Wissen gesteuert, sondern spontan, anhand situativer Rahmenbedingungen», sagt Projektleiter Markus Hackenfort.

Der Psychologieprofessor schlägt vor, ÖV-Angebote auf die Eignung für junge Erwachsene im Ausgang zu analysieren sowie deren Bekanntheit und Wahrnehmung zu optimieren. Um dies zu erreichen, sollen die Erkenntnisse in einem zweiten Teilprojekt in die Entwicklung von zielgruppenspezifischen Präventionsmassnahmen fliessen. «Statt auf Regeln, Verbote und Aufklärung zu setzen, möchten wir untersuchen, wie man vermehrt günstigere Bedingungen fördert», erklärt Hackenfort.