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Gut leben mit Arthrose

Das Programm GLA:D setzt internationale Leitlinien für die Behandlung von Arthrose in der Schweiz um. Das Ziel: Selbstmanagement und Lebensqualität von Betroffenen fördern.

In der Schweiz sind mehr als ein Drittel der über 75-Jährigen von einer Kniearthrose betroffen. Neben Knie- sind auch Hüftarthrosen weit verbreitet. Eine Kombination aus Beratung, Instruktion, Übungen (und wenn nötig Gewichtskontrolle) kann Schmerzen nachgewiesenermassen lindern. Gezielte Schulungen und therapeutische Übungen sind gemäss internationaler klinischer Leitlinien denn auch die erste Wahl zur Behandlung von Hüft- und Kniearthrosen.

Hierzulande werden diese konservativen Therapiemethoden jedoch zu wenig ausgeschöpft. Diese Unterversorgung schlägt sich in der Anzahl Gelenkersatzoperationen nieder: Die Schweiz ist gemäss OECD das Land mit der weltweit höchsten Rate an solchen Eingriffen – mit 323 Hüft- und 273 Knieprothesen im Jahr 2021.

Selbstmanagement und Lebensqualität von Betroffenen fördern

Das Institut für Physiotherapie des Departements Gesundheit der ZHAW hat 2019 mit mehreren Partnern die IG GLA:D Schweiz gegründet, um das GLA:D Schweiz Arthrose Programm zu lancieren. Es wurde ursprünglich in Dänemark entwickelt und setzt die Empfehlungen der internationalen klinischen Leitlinien um.

Das Projekt beinhaltet ein standardisiertes Schulungs- und Übungsprogramm sowie eine systematische Datenerhebung im Therapieverlauf. Es fördert das Selbstmanagement der Betroffenen und befähigt damit zu einer selbstbestimmten und gesunden Lebensweise.

Nach vier Jahren endet nun die Projektförderung der Stiftung Gesundheitsförderung. Aber die IG GLAD hat sich ein Folgemandat gesichert sowie den CSS Quality Award gewonnen.