Der US-Zollhammer wirkte schon, bevor er traf
Der Swiss Managers Survey wollte im Mai 2025 herausfinden, wie Schweizer Unternehmen auf die zunehmenden Spannungen im globalen Handelsumfeld und die US-Zölle reagieren.
Wie prägen das unberechenbare globale Handelsumfeld und der Zollstreit mit den USA das Vertrauen von Managerinnen und Managerin in der Schweiz? Mit dieser Frage hat sich die sechste Auflage des Swiss Managers Survey befasst.
Die Umfrage zeigte: Schon vor dem Zollhammer im August 2025 standen Schweizer Führungskräfte den USA als Wirtschaftspartner deutlich misstrauischer gegenüber als noch vor wenigen Jahren: Fast zwei Drittel geben an, dass ihre Einstellung gegenüber den Vereinigten Staaten Schaden genommen hat. Ein Viertel sieht den Vertrauensverlust sogar als dramatisch an.
Viele Unternehmen geben zudem an, dass sie ihre Abhängigkeit von den USA reduzieren wollen und sich überlegen, neue Exportmärkte oder Zulieferer zu suchen. Es zeigt sich also, dass schon die reine Androhung der Zölle zu einem Umdenken geführt hat. Der Handel Schweiz-USA wird auch mit dem möglichen Zoll-Deal Schaden nehmen.
Stärkere Öffnung gegenüber EU und Südostasien
Von der Distanzierung gegenüber den USA profitieren vor allem die EU und Südostasien:
Die Stimmung gegenüber diesen Märkten hat sich deutlich verbessert, wie die Studie zeigt. Das deutet auf eine breitere Neuausrichtung der internationalen Positionierung hin.
Der Swiss Managers Survey wird jährlich von der ZHAW School of Management and Law, der SUPSI und der HES-SO gemeinsam mit Handelskammern aus der Deutsch- und Westschweiz durchgeführt. Für die diesjährige Untersuchung wurden schweizweit 280 Führungskräfte aus diversen Branchen und Unternehmen befragt.