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COPCA: Ausbildung von Fachpersonen weltweit

Die physiotherapeutische Methode COPCA befähigt Familien, Kinder mit speziellen Bedürfnissen in ihrer Entwicklung zu fördern.

Kinder, die neuromotorisch eingeschränkt sind, profitieren von früher physiotherapeutischer Unterstützung. Seit Anfang 2000 bietet COPCA («COPing with and CAring for Infants with Special Needs») dafür einen neuen, wirksamen Ansatz. Das Programm, das von zwei Niederländerinnen entwickelt wurde, richtet sich an die ganze Familie. Es animiert Säuglinge und Kleinkinder dazu, selbst aktiv zu sein. Sie sollen Bewegungen in ihrem gewohnten Umfeld spielerisch einüben. «Das ist ein Paradigmenwechsel», sagt Schirin Akhbari Ziegler vom Institut für Physiotherapie. COPCA-Coaches gäben keine Instruktionen, sondern vermittelten Prinzipien. «Sie befähigen Eltern, eigene Strategien zu finden, um ihr Kind im Alltag optimal zu fördern.»

Auch ärmere Länder sollen profitieren

Die ZHAW-Professorin hat das Programm 2015 in die Schweiz gebracht. Zusammen mit ihrem Team bildet sie zertifizierte COPCA-Coaches aus. Seit 2019 unterrichtet sie auch Personen aus anderen Staaten – aktuell etwa aus Äthiopien, Chile und Indien. «Die Teilnehmenden lernen viel über andere Kulturen», so Akhbari Ziegler. In der Praxis machten sie aber vergleichbare Erfahrungen. «Das Bedürfnis von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigung, akzeptiert und unterstützt zu werden, ist universell.» Die ZHAW ist die einzige Hochschule, die COPCA-Ausbildner:innen schult. In Deutschland, Spanien und Israel hat sie dafür Lizenzverträge abgeschlossen. Der «Verein zur internationalen Implementierung von COPCA» möchte den innovativen Ansatz auch einkommensschwachen Regionen zugänglich machen.