Vielseitiges Angebot an Summer Schools
Energiezukunft erörtern in alpiner Landschaft, Bauen mit Holz und Stein, digitale Gesundheitslösungen entwickeln: Die Summer Schools der ZHAW hielten für alle etwas bereit.
Zwei Wochen lang hat sich das Bündner Bergdorf Falera im Sommer 2025 in einen Hörsaal im Freien verwandelt. Für die rund 30 Teilnehmenden der Alpine Summer University fand die Auseinandersetzung mit Fragen rund um erneuerbare Energie nämlich nicht nur im Seminarraum statt – sondern auch inmitten alpiner Landschaft. Während die Vormittage den Fachvorlesungen vorbehalten waren, ermöglichten nachmittags Exkursionen zu Solar- und Wasserkraftwerken den Teilnehmenden einen direkten Bezug zu realen Anwendungsfeldern.
Die Themenbereiche reichten von technischen Grundlagen über industrielle Produktionsprozesse bis hin zu politischen Rahmenbedingungen der Energiewende. Die Alpine Summer University ist ein Gemeinschaftsprojekt von ZHAW, dem Vereins ISUres sowie dem Netzwerk EELISA, das zehn Universitäten in acht Ländern vernetzt.
Holz und Stein: Lokale Materialien in moderne Architektur integrieren
Die Summer School «Wood and the City» des Departements Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen stellte in ihrer dritten Ausgabe die Beziehung von Holz zu anderen Materialien in den Fokus – insbesondere zu Stein.
Durch den Entwurf und Bau von Holz-Stein-Hybridkonstruktionen im Modellmassstab sammelten die Teilnehmenden praktische Erfahrungen und gewannen vertiefte Kenntnisse zur Wirkung und zu den Anwendungsmöglichkeiten dieser Materialien. Sie entwickelten ausserdem ein Verständnis für die Vielfalt der Hölzer und Steine aus regionalen Landschaften.
Ein zentraler Aspekt der Summer School ist die Zusammenarbeit von Architekturpraxis, Wissenschaft und Industrie: So umfasste das Programm auch Besuche bei Holz- und Steinproduzenten mit ihren Fabriken und Steinbrüchen. Die Wiederbelebung von traditionellen Methoden und die Integration von lokalen Ressourcen leisten einen wichtigen Beitrag an den Wandel hin zu nachhaltigen Baupraktiken.
HealthTech: Bedürfnisse analysieren und Produktstrategien entwickeln
Die vierte Ausgabe der HealthTech Summer School hatte zum Ziel, Bedürfnisse und Marktchancen zu identifizieren, innovative digitale Gesundheitslösungen und medizinische Produkte zu entwickeln sowie einen Businessplan für die Startphase auszuarbeiten. Das departementsübergreifende Programm der School of Management and Law und ZHAW entrepreneurship orientiert sich dabei am Stanford Biodesign-Training.
Die Teilnehmenden profitierten nicht nur von den interdisziplinären Projektteams, in denen Personen aus Ingenieurwesen, Datenanalyse, Gesundheitsberufen und Wirtschaftswissenschaften zusammenkamen, sondern auch von intensiven Coachings durch Branchenfachleute. Auf dem Programm standen zudem Besuche in der Neuroradiologie des Universitätsspitals Zürich, beim Diabetes Center Bern sowie in der Neonatologie des Kantonsspitals Winterthur und der USZ-Diabetologie.