Zwischen Vielfalt und Stereotypen – Altersbilder im gesellschaftlichen Diskurs
Alter ist heute präsenter denn je: als gesellschaftliches Thema, als Lebensphase und als Projektionsfläche für Erwartungen und Zuschreibungen. Zwischen positiven Bildern, problematischen Stereotypen und tatsächlicher Vielfalt möchten wir Altersbilder kritisch beleuchten, mit Fakten konfrontieren und gemeinsam diskutieren.
Das Thema Alter ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – eine Entwicklung, die wir als Errungenschaft verstehen dürfen. Vielen Menschen ist heute bewusst, dass sich das Alter in unterschiedliche Phasen gliedert, etwa in eine gesunde und eine fragile.
Trotz – oder gerade wegen – dieses Bewusstseins kursieren zahlreiche Altersbilder und -stereotypen. Diese wirken ambivalent: Während bestimmte Lebenslagen im Alter mit ökonomischer Sicherheit, Mitsprache und gesellschaftlichem Einfluss verbunden sind, erfahren andere Formen des Alterns Abwertung und Diskriminierung (Ageism).
Wir möchten einerseits diese Bilder in Beziehung setzen zu erhobenen Daten, anderseits mit Senior:innen selbst und dem Publikum in Austausch treten und persönliche Erfahrungen und den Umgang mit Altersbildern diskutieren. Dazu laden wir Sie herzlich ein.
Programm
Wie sich Altersbilder auf die Selbstbestimmung am Lebensende auswirken
Text folgt
Prof. Dr. rer. medic. André Fringer, Co-Leiter Forschung & Entwicklung Pflege, ZHAW Gesundheit
Wohnbedürfnisse und gesellschaftliche Erwartungen anhand der «Empty Nesters»
Statistiken zeigen: Ältere Haushalte verfügen über mehr Wohnraum pro Person. Medial wird daraus oft ein Generationenkonflikt zwischen vermeintlich zu gross wohnenden Älteren und wohnungssuchenden Familien konstruiert. Doch Wohnen ist weit mehr als eine Frage von Quadratmetern: Es ist mit Identität, Erinnerungen und Sicherheit verbunden. Das Referat zeigt anhand von älteren Personen mit ausgezogenen Kindern, sogenannten «Empty Nesters», weshalb Pauschallösungen der Komplexität von Wohnentscheidungen kaum gerecht werden.
Selina Lehner, Dozentin und Projektleiterin, Fachstelle für Personal Finance & Wealth Management, ZHAW School vom Management and Law
Podiumsgespräch
Moderation
- Barbara Schmugge, Gerontopsychologin, Kernteam AGe+, ZHAW Angewandte Psychologie
- Dieter Sulzer, Kernteam AGe+, Fachreferat Angewandte Gerontologie, ZHAW Hochschulbibliothek
Teilnehmer:innen
- Cäcilia Hänni, Präsidentin Zürcher Seniorinnen und Senioren (ZSS)
- Beat Steiger, Redaktor Seniorweb, ehemaliger Gymnasiallehrer
- Selina Lehner, ZHAW School of Management & Law
- André Fringer, ZHAW Gesundheit
Durchführung und Anmeldung
Die Veranstaltung findet online und vor Ort in Winterthur statt.
Der genaue Ort wird noch bekanntgegeben.
Zum anschliessenden Apéro sind alle Teilnehmenden herzlich eingeladen.
Vor der Veranstaltung bieten wir eine Führung durch den Gerontologie-Bestand und die Hochschulbibliothek an. Besammlungsort ist die Eingangshalle der ZHAW Hochschulbibliothek um 17.00 Uhr.
Die Teilnehmenden werden anschliessend zum Veranstaltungsort begleitet.
Datum
Von: 2. Juli 2026, 18.00 Uhr
Veranstalter
Fachreferat Angewandte Gerontologie, ZHAW Hochschulbibliothek
Turbinenstrasse 2
8401
Winterthur
gerontologie.hsb@zhaw.ch
Fachreferat Angewandte Gerontologie, ZHAW Hochschulbibliothek