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Quo Vadis EELISA: Ein Update im dritten Projektjahr

Die EELISA European University befindet sich im dritten Projektjahr – und an der ZHAW wird die Initiative auf mehreren Ebenen weiterentwickelt, ausgebaut und zunehmend institutionalisiert. Seit Anfang Jahr steht EELISA an der ZHAW unter neuer Leitung. Ein guter Zeitpunkt also für eine Bestandsaufnahme: Was hat EELISA an der ZHAW bisher bewirkt, und wohin geht die Reise?

EELISA – was war das nochmal?

Die EELISA European University ist eine von der EU geförderte Hochschulallianz mit dem Ziel, die „Universität der Zukunft“ aktiv mitzugestalten. Im Zentrum stehen gemeinsame Bildungsangebote, verstärkte Mobilität sowie enge Zusammenarbeit in Forschung und Innovation. Die Allianz adressiert grosse gesellschaftliche Herausforderungen – von der grünen Transformation bis hin zur Digitalisierung – und setzt dabei bewusst auf interdisziplinäre Ansätze, die Ingenieurwissenschaften mit Sozial- und Geisteswissenschaften verbinden. Für die ZHAW ist EELISA ein zentraler Bestandteil ihrer internationalen Strategie und stärkt ihre Position im europäischen Hochschulraum nachhaltig: “Mit EELISA baut die ZHAW ganz konkret an ihrer europäischen Vernetzung - für ihre Studierenden und Mitarbeitenden”, so Rektorin Regula Jöhl.

Was bisher geschah: Errungenschaften und Meilensteine

EELISA setzt an mehreren zentralen Stossrichtungen an: Dazu gehören vielfältige Mobilitätsformate, von kurzen Austauschprogrammen über längerfristige Aufenthalte bis hin zu hybriden Formaten für Studierende, Forschende und Mitarbeitende. Hinzu kommen gemeinsame Forschungsprojekte, Kooperationen mit externen Partnern und Unternehmen sowie der kontinuierliche Ausbau einer gemeinsamen „Educational Roadmap“, die neue Formen des Lehrens und Lernens erprobt. 

Seit dem letzten Jahr bildet der neue EELISA Digital Campus eine wichtige Grundlage für die praktische Umsetzung von EELISA: Er dient als zentrale Plattform, um Studierende, Forschende und Mitarbeitende europaweit innerhalb der EELISA Communities zu vernetzen und den Zugang zu aktuellen gemeinsamen Angeboten zu zentralisieren. 

Darauf aufbauend ist in den vergangenen Jahren ein dichtes Geflecht an Aktivitäten entstanden: von Summer Schools – einige davon durchgeführt in Kollaboration mit ZHAW entrepreneurship – bis hin zu konkreten Forschungskooperationen im Rahmen gemeinsamer Projekte mit Partnerhochschulen (wie etwa das MyoPlus Projekt – wir berichteten). 

Parallel dazu entwickeln die Partnerinstitutionen neue Bildungsformate und Studienangebote. Die ZHAW beteiligt sich hier unter anderem an der Entwicklung interdisziplinärer Joint Masterprogramme, Double Degrees sowie an einem gemeinsamen PhD-Programm im Bereich Quantum Technology und Nanoscience.
Gleichzeitig dient EELISA als eine Art „Mikrokosmos“, in dem innovative Lehr- und Lernformate zunächst pilotiert und bei Erfolg langfristig in die Studienangebote der Hochschulen integriert werden. Ein Beispiel dafür ist das Generative AI Experience Lab, das im Rahmen des EELISA Joint Call 5 gefördert und umgesetzt wurde. 

«Ein Ziel bleibt die Erschaffung eines tragfähigen Joint-Degree-Frameworks, welches EELISA-Studierenden einen gemeinsamen europäischen Bildungsweg eröffnet – von der ersten Lehrveranstaltung bis zum Abschluss.» so Manuel Dömer, Academic Coordinator von EELISA an der ZHAW.

Im Bereich Innovation und Unternehmertum gewinnt die Zusammenarbeit zunehmend an Dynamik. Die Inkubatoren der Partnerhochschulen sind eng miteinander vernetzt und schaffen gemeinsame Angebote wie die jährlich stattfindende EELISA Skill Up Week. Mit Initiativen wie dem geplanten Innovate4Europe-Netzwerk wird diese Zusammenarbeit weiter vertieft und strukturell gestärkt. 

Auch auf Studierendenebene hat EELISA im vergangenen Jahr deutlich an Dynamik gewonnen. In enger Zusammenarbeit mit der Studierendenorganisation ALIAS wurden neue Aktivitäten angestossen und bestehende Formate weiter gestärkt. ZHAW-Studierende bringen sich zunehmend aktiv in die Allianz ein – sei es durch ihre Vertretung im EELISA Student Council oder durch die Teilnahme an internationalen Formaten wie der Scientific Student Competition oder dem EELISA Student-Led Bootcamp. Gleichzeitig entstehen auch lokal neue Initiativen: So wurde an der HSB erstmals ein EELISA Quiz durchgeführt, das gezielt dazu beiträgt, die Allianz innerhalb der ZHAW bekannter zu machen und Studierende untereinander sowie mit dem europäischen Netzwerk zu vernetzen. 

Gleichzeitig entwickelt sich EELISA thematisch weiter: Längst steht nicht mehr nur das klassische Ingenieurwesen im Zentrum. Neue Communities erweitern die Allianz um zusätzliche Disziplinen – etwa das kürzlich gegründete EELISArch-Netzwerk, das die Architekturschulen der Partnerhochschulen verbindet und an dessen Aufbau die ZHAW massgeblich beteiligt war. 

„Das Interesse an der Zusammenarbeit innerhalb der EELISA-Allianz ist gross. Daraus ergeben sich wertvolle Chancen in Lehre und gesellschaftsrelevanter Forschung, sowohl für Studierende als auch für Mitarbeitende der ZHAW. Wir beobachten, dass unsere Forschenden an den EELISA-Partnerhochschulen auf engagierte und motivierte Kooperationspartner treffen. Das ist eine sehr positive Entwicklung.“ so Silvio Lorenzetti, aus der strategischen Projektleitung EELISA an der School of Engineering.  
 

Und jetzt? Kooperationen ausbauen, Strukturen festigen

Mit der neuen Projektleitung durch Friederike Bacciarini rücken sowohl operative als auch strategische Ziele verstärkt in den Fokus. Kurzfristig gilt es, die vereinbarten Deliverables (konkret vereinbarten Ergebnisse und Leistungen innerhalb des Projekts, bspw. neue Bildungsformate, gemeinsame Programme, oder digitale Plattformen) innerhalb der Allianz erfolgreich umzusetzen und nachhaltig in den Strukturen der ZHAW zu verankern. Gleichzeitig engagiert sich die ZHAW weiterhin aktiv in Projekten der Partnerhochschulen und übernimmt Verantwortung für zentrale Formate: So wird sie 2026 Gastgeberin des EELISA Grand Meetings sein, gefolgt von einem PhD-Symposium im Jahr 2027. 
 
Strategisch steht vor allem die langfristige Integration von EELISA-Prozessen in die Organisation im Vordergrund. Zudem soll das Netzwerk weiter ausgebaut und die Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Forschenden und Mitarbeitenden innerhalb der Allianz intensiviert werden.
 
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Mobilität: Neue Formate wie die EELISA Mobility Fair sowie geplante interinstitutionelle Mobilitätsabkommen sollen den Austausch innerhalb des Netzwerks weiter erleichtern und fördern. 

Aktuell befindet sich die Allianz in der zweiten Projektphase, EELISA 2.0, in der bestehende Strukturen gefestigt, Formate weiterentwickelt und die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks vertieft werden. Gleichzeitig markiert diese Phase den Übergang auf dem Weg zu EELISA 3.0: Ziel ist es, sich schrittweise von einer projektbasierten Initiative hin zu einer dauerhaft verankerten, institutionellen Struktur zu entwickeln. Im Zentrum steht dabei insbesondere die geplante Gründung einer eigenen rechtlichen Einheit (Legal Entity), die künftig als operatives und strategisches Rückgrat der Allianz dienen soll. Damit schafft EELISA die Voraussetzungen, ihre Aktivitäten langfristig abzusichern, über 2027 hinaus nachhaltig zu wirken und die Integration in die beteiligten Hochschulen weiter zu stärken. 

„Alle Partner bringen ihre Zahnräder in das EELISA-Getriebe ein. Manche Kombinationen sorgen für zusätzlichen Antrieb oder beschleunigen den Prozess - manchmal hakt es auch noch. Unsere Rolle kann es nun sein, gezielt Dynamik in dieses Getriebe zu bringen.“ (Silvio Lorenzetti, School of Engineering).  

Dranbleiben lohnt sich

EELISA bleibt ein dynamisches Projekt mit vielen Entwicklungen auf unterschiedlichen Ebenen. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, findet regelmässige Updates im EELISA@ZHAW-Newsletter. Aktuelle Angebote, Veranstaltungen und Mitmachmöglichkeiten sind zudem jederzeit auf dem Digital Campus verfügbar.