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Crime Survey 2025: Mehr Menschen in der Schweiz erleben Straftaten

Die Kriminalität in der Schweiz hat seit 2022 sowohl in der Polizeilichen Kriminalstatistik als auch im Dunkelfeld zugenommen. Besonders deutlich ist der Anstieg bei Eigentumsdelikten und Betrug. Auch fühlen sich weniger Menschen sicher. Das zeigt der neue Crime Survey von ZHAW und Universität St. Gallen.

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Mehr Menschen beurteilen die Polizeipräsenz im öffentlichen Raum als zu gering.

Immer mehr Menschen in der Schweiz erleben Straftaten. Dies ergab der Crime Survey 2025. Bei fast allen untersuchten Delikten berichten mehr Befragte von Opfererfahrungen als bei der letzten Befragung im Jahr 2022. Besonders deutlich ist der Anstieg beim Betrug: Innerhalb eines Jahres waren 15,9 Prozent der Befragten betroffen, 2022 waren es 8,4 Prozent.  

Gleichzeitig haben sich die Anzeigeraten kaum verändert. «Das bedeutet, dass der Anstieg der registrierten Kriminalität nicht in erster Linie auf eine höhere Anzeigebereitschaft zurückzuführen ist», sagt Dirk Baier, Co-Projektleiter des Crime Survey und Professor an der ZHAW Soziale Arbeit. Eine Ausnahme bilden sexuelle Gewaltdelikte, bei denen sich im Crime Survey 2025 kein Anstieg der Opferrate zeigt.

Sicherheitsgefühl leicht gesunken

Auch das Sicherheitsgefühl hat sich seit der letzten Befragung verschlechtert. 83,1 Prozent der Befragten fühlen sich nach Einbruch der Dunkelheit allein in ihrer Wohngegend ziemlich oder sehr sicher; 2022 waren es noch 87,6 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil der Menschen gestiegen, die im vergangenen Jahr konkret Angst hatten, auf der Strasse Opfer einer Straftat zu werden.  

Auch beurteilen mehr Befragte die Polizeipräsenz im öffentlichen Raum als zu gering: 37,9 Prozent gegenüber 28,9 Prozent im Jahr 2022. Das Vertrauen in die Polizei bleibt jedoch hoch. Die Forschenden stufen die Verschlechterung des Sicherheitsgefühls und der Kriminalitätsfurcht insgesamt nicht als dramatisch ein. «Die Entwicklung sollten wir ernst nehmen, ohne sie zu dramatisieren. Trotz des rückläufigen Sicherheitsgefühls nimmt die Bevölkerung die Schweiz weiterhin als sicheres Land wahr», sagt Nora Markwalder, Co-Projektleiterin und Professorin an der Universität St. Gallen.

Signifikant mehr Hasskriminalität im häuslichen Umfeld

Ein ergänzender Bericht untersucht Gewalt im häuslichen Umfeld. Insgesamt hat sich der Anteil der Personen, die innerhalb von fünf Jahren mindestens eine Form häuslicher Gewalt erlebt haben, gegenüber 2022 nicht signifikant verändert.  

Frauen sind nach wie vor deutlich häufiger betroffen als Männer: 5,4 Prozent der Frauen und 2,2 Prozent der Männer berichten von entsprechenden Erfahrungen. «Dass Frauen deutlich häufiger von häuslicher Gewalt betroffen sind als Männer, zeigt sich nicht nur in den offiziellen Statistiken, sondern auch im Dunkelfeld», sagt Baier. «Die Ergebnisse unterstreichen deshalb die Bedeutung weiterer Präventionsmassnahmen gegen Gewalt an Frauen.» Bei den einzelnen untersuchten Gewaltformen zeigt sich einzig bei Hasskriminalität im häuslichen Umfeld ein statistisch signifikanter Anstieg gegenüber 2022.  

Crime Survey erhebt Opfererfahrung und Sicherheitsgefühl

Für den Crime Survey 2025 wurden 13 499 Personen im Alter von 16 bis 80 Jahren aus der ganzen Schweiz online befragt. Der Crime Survey ist eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zu Opfererfahrungen und zum Sicherheitsgefühl in der Schweiz. Er wurde von der ZHAW Soziale Arbeit und der Universität St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandantinnen und -kommandanten der Schweiz (KKPKS) durchgeführt. Nach 2022 fand die Befragung im Jahr 2025 zum zweiten Mal in weitgehend gleicher Form statt und ermöglicht damit einen Vergleich über die Zeit.

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