Differenzierte Vegetationskonzepte für urbane Versickerungsflächen in Zürich
Beschreibung
Gemäss dem Gewässerschutzgesetz sowie den Richtlinien des VSA und des AWEL hat die Versickerung von Regenwasser höchste Priorität. Sie unterstützt den natürlichen Wasserkreislauf, entlastet das Kanalisationssystem, die Kläranlagen und die natürlichen Gewässer. Über die damit verbundene Verdunstung trägt die Versickerung zudem zur Abkühlung von Böden und Luft bei und verbessert so das städtische Mikroklima. Dieser Verdunstungseffekt hilft, urbane Hitzebelastungen wirksam zu reduzieren. Zur Förderung eines praxisnahen und nachhaltigen Regenwassermanagements hat die Stadt Zürich die Arbeitshilfe Version 2025 „Verdunstung und Versickerung in Stadträumen – Arbeitshilfe zum guten Umgang mit Regenwasser“ erarbeitet, in der verschiedene Ausgestaltungsvarianten beschrieben sind.
Nun geht es darum, Vegetationssysteme für Versickerungsflächen so zu gestalten, dass sie pflegeleicht, dynamisch, robust und resilient sind. Eine gezielte und differenzierte Pflanzenauswahl soll die Versickerungsleistung optimieren, die Funktionalität der Flächen sichern und die Kosten langfristig niedrig halten, ohne Verminderung bei der Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig soll die Multifunktionalität der Flächen gestärkt werden, sodass sie neben der Regenwasserversickerung auch zur Förderung der Biodiversität und der Aufenthaltsqualität beitragen.
Vor diesem Hintergrund beauftragt das Tiefbauamt der Stadt Zürich (TAZ) die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil mit der Entwicklung differenzierter Vegetationskonzepte für urbane Versickerungsflächen (Mulden und Tiefbeete) im Stadtgebiet Zürich.
Eckdaten
Projektleitung
Stellv. Projektleitung
Projektteam
Projektstatus
laufend, gestartet 09/2026
Institut/Zentrum
Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR)
Drittmittelgeber
Tiefbauamt der Stadt Zürich (TAZ)