Digital PATHS: Digital Practices and Adolescent Thriving in Switzerland
Digitale Medien prägen den Alltag Jugendlicher – mit Chancen und Risiken fürs Wohlbefinden. Ein longitudinales Mobile-Diary-Design zeigt, welche Praktiken wie, wann und in welchem Kontext wirken.
Beschreibung
Digitale Medien prägen Jugendalltage und beeinflussen ihre psychosoziale Gesundheit. Jugendliche bewegen sich heute selbstverständlich in digitalen Umgebungen – Vernetzung, Unterhaltung, Informationssuche und Selbstdarstellung finden überwiegend online statt, mit Chancen (z. B. Zugehörigkeit, neues Wissen) und Risiken (z. B. Stress, Ablenkung). Während öffentliche Debatten meist Risiken betonen, fehlt es an fundierten Befunden, wie sich unterschiedliche digitale Praktiken negativ oder positiv auf das Wohlbefinden auswirken, was entsprechende individuelle «Nettoeffekte» sind, und welche Faktoren dabei besonders relevant sind.
Das Projekt untersucht daher, wie, wann und in welchen Kontexten spezifische digitale Praktiken das subjektive Wohlbefinden (positive mentale Gesundheit; nicht gleichbedeutend mit Abwesenheit psychischer Krankheit) beeinflussen. Ein longitudinales Mobile-Diary-Design erfasst zeitnah und lebensnah («in situ») Praktiken, Motive, Emotionen und Normen (z.B. sozialer Druck). Durch Messwiederholung über Zeit und Kontext werden Muster und Unterschiede sichtbar, die die Zusammenhänge zwischen digitalem Verhalten und Wohlbefinden aufzeigen. Im Projekt wird zusammen mit Jugendlichen, einem Medienbildungsverein und einem Nonprofit aus dem Social Media Bereich. Die Ergebnisse vertiefen das Verständnis darüber, welche digitalen Praktiken wie auf das Wohlbefinden Jugendlicher wirken, und liefern Ansatzpunkte für Risikoprävention und speziell die Förderung positiver Effekte.
Eckdaten
Projektleitung
Stellv. Projektleitung
Projektstatus
laufend, gestartet 06/2026
Institut/Zentrum
Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM)
Drittmittelgeber
Förderbereich Partizipation und gesellschaftliche Mitverantwortung