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Zwischennutzungen und ihr Beitrag zur Stadtentwicklung anhand konkreter Beispiele in der Stadt Aarau

Wie prägen Zwischennutzungen die Stadtentwicklung? Das Projekt analysiert anhand von Aarauer Fallbeispielen ihre Entstehung, Wirkung und Bedeutung für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Ergebnis

Die Studie zeigt anhand der Fallbeispiele Rockwell, Kunst im ECK und Alte Reithalle, dass Zwischennutzungen in Aarau einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten können. Sie aktivieren nicht nur leerstehende Räume, sondern machen auch sichtbar, welche räumlichen, kulturellen und sozialen Bedürfnisse in einer Stadt vorhanden sind. Damit können sie als Seismograf für fehlende Angebote und als Experimentierfeld für zukünftige Nutzungen verstanden werden. 

Besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Bestandsdebatte gewinnen Zwischennutzungen an Bedeutung. Sie tragen dazu bei, bestehende Gebäude und Orte während Transformationsprozessen zu erhalten, sichtbar zu machen und gesellschaftlich zu verankern. Gleichzeitig können sie frühzeitig Identität, Netzwerke und Bindungen an einen Ort aufbauen. Dadurch werden aufwändige Placemaking-Prozesse in Neubau- und Entwicklungsgebieten teilweise vorweggenommen, da Nutzungen, Erinnerungen und Gemeinschaften bereits vor einer definitiven Entwicklung entstehen. Zwischennutzungen sind damit nicht nur eine temporäre Lösung, sondern können als strategisches Instrument verstanden werden, um Bestand weiterzuentwickeln, räumliche Bedürfnisse sichtbar zu machen und langfristige Transformationsprozesse zu unterstützen.

Beschreibung

Zwischennutzungen schaffen Freiräume für Kultur, Begegnung und Innovation und können Transformationsprozesse in Städten entscheidend prägen.

Das Forschungsprojekt untersucht anhand ausgewählter Beispiele in Aarau,

  • welche Akteur:innen beteiligt sind,
  • welche Interessen und Erwartungen aufeinandertreffen und
  • welche langfristigen Wirkungen entstehen.

Durch die Analyse von Entstehungsgeschichten, räumlichen Veränderungen und Erfolgsfaktoren werden Handlungsempfehlungen für zukünftige Zwischennutzungsstrategien entwickelt.

Die Erkenntnisse werden in einem praxisnahen Vademecum aufbereitet und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Eckdaten

Projektleitung

Co-Projektleitung

Projektstatus

abgeschlossen, 09/2024 - 07/2026

Institut/Zentrum

Institut Urban Landscape (IUL)

Drittmittelgeber

Öffentliche Hand (ohne Bund)

Projektvolumen

30'000 CHF