Stadtklimasimulation und Hitzeminderungsmassnahmen Umgebung Kantonsschule 'Rychenberg / Im Lee' (HEAT-LESS)
Das Projekt untersucht die Wirksamkeit von Hitzeminderungs- und Klimaanpassungsmassnahmen an den Kantonsschulen Rychenberg und Im Lee. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen für eine klimaresiliente Weiterentwicklung der Schulareale zu erarbeiten, mit Fokus auf Mikroklima, Aufenthaltsqualität und Biodiversität.
Ergebnis
Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere kombinierte Massnahmen aus Entsiegelung, Begrünung und Beschattung eine hohe Wirksamkeit entfalten. Durch die systematische Verknüpfung der unterschiedlichen methodischen Zugänge konnten mikroklimatische Effekte sowie ökologische und nutzungsbezogene Qualitäten differenziert analysiert und bewertet werden.
Die Auswertung von Simulationen und partizipativen Erhebungen verdeutlicht die zentrale Bedeutung schattiger, vegetationsreicher Aufenthaltsräume für die Nutzung im Schulalltag. Besonders hervorzuheben ist, dass die mehrskalige Betrachtung – von der stadträumlichen Ebene bis zum konkreten Freiraum – belastbare und praxisnahe Handlungsempfehlungen ermöglicht.
Damit liefert die Studie eine fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung klimaangepasster Schulareale und zeigt deren Potenzial als integrale, lern- und gesundheitsfördernde Umwelt auf.
Beschreibung
Ausgangspunkt des Projekts sind zunehmende klimatische Belastungen sowie qualitative Defizite in Schulfreiräumen. Im Fokus steht die Entwicklung belastbarer Grundlagen für deren zukunftsfähige Gestaltung und Nutzung.
Die Studie baut praxisnah auf einer bestehenden landschaftsarchitektonischen Konzeptstudie auf und überprüft sowie vertieft deren Massnahmen hinsichtlich ihrer klimatischen, ökologischen und funktionalen Wirkung.
Der methodische Kern liegt in der Verknüpfung eines modular aufgebauten Forschungsdesigns mit unterschiedlichen Perspektiven: Qualitative Analysen, partizipative Erhebungen und ökologische Bewertungen werden systematisch mit grossräumigen Stadtklimasimulationen (PALM) und hochauflösenden Mikroklimamodellierungen (QKM) kombiniert. Ergänzt durch Innenraumsimulationen entsteht eine mehrskalige Betrachtung, die sowohl räumliche als auch zeitliche Dimensionen (2035/2060) integriert.
Diese integrative Herangehensweise ermöglicht es, Wechselwirkungen zwischen Klima, Nutzung und Gestaltung ganzheitlich zu erfassen, Massnahmenpakete differenziert zu bewerten und daraus robuste sowie praxisnahe Empfehlungen für die Weiterentwicklung klimaangepasster Schulareale abzuleiten.
Eckdaten
Projektleitung
Projektteam
Projektpartner
Landscale AG; Krebs und Herde Landschaftsarchitekten BSLA
Projektstatus
abgeschlossen, 04/2025 - 06/2026
Institut/Zentrum
Institut Urban Landscape (IUL); Institut Bautechnologie und Prozesse (IBP); Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR); Zentrum für Aviatik (ZAV)
Drittmittelgeber
Öffentliche Hand (ohne Bund)
Projektvolumen
75'000 CHF