Einsatz von maschinellen Übersetzungsapps im klinischen Kontext (DigiTools)
Beschreibung
Mit Apps wie Google Translate oder DeepL ist die maschinelle Übersetzung allgegenwärtig. Auch in Spitälern und Asylzentren werden Übersetzungsapps verwendet, um mit Patient:innen zu kommunizieren, die die regionale Sprache nicht ausreichend beherrschen.
Im Rahmen dieses Projekts wurden die Einsatzmöglichkeiten und Einschränkungen durch kleine Pilotstudien untersucht und praktische Empfehlungen für den Einsatz formuliert werden.
Ergebnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz von Übersetzungstools und Dolmetschfachpersonen stark durch ihre Stärken und Schwächen bestimmt wird.
Übersetzungstools erfordern keine Planung und sind praktisch für den sofortigen Einsatz. Die Übersetzungsqualität ist allerdings nicht immer zuverlässig und die Kommunikation über ein Übersetzungsgerät, insbesondere über längere Zeit oder bei komplexeren Themen, wird oft als anstrengend und zeitaufwändig erfahren. Strategien zur Optimierung der Spracheingabe wie die Verwendung von Standardsprache und zur Verständnissicherung wie Nachfragen sind wesentlich, damit die Kommunikation gelingt. Übersetzungsgeräte sind daher besonders für spontane Interaktionen geeignet, die nicht planbar und wenig komplex sind.
Der grösste Nachteil bei Dolmetschfachpersonen wird in der Organisation erfahren, da sich der Bedarf oft schlecht vorhersagen lässt. Allerdings ist die Kommunikation über eine Dolmetschfachperson oft differenzierter und nuancierter. Entsprechend werden Dolmetschfachpersonen vor allem bei geplanten, langwierigen Gesprächen eingesetzt.
Eckdaten
Projektleitung
Stellv. Projektleitung
Projektteam
Projektpartner
Bundesamt für Gesundheit BAG; Swiss Health Network for Equity
Projektstatus
abgeschlossen, 12/2024 - 11/2025
Institut/Zentrum
Institut für Mehrsprachige Kommunikation (IMK)
Drittmittelgeber
Bundesamt für Gesundheit BAG