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Ein neues Stadtklimamessnetz in Winterthur

Beschreibung

Die ZHAW führt im Rahmen eines NTN Innovation Booster Folgeprojekts Analysen zum Stadtklima von Winterthur durch. Dabei stehen Fragen im Zentrum, wie sich verschiedene Stadtteile verändern müssen, damit die Lebensqualität hinsichtlich der Hitzebelastung im urbanen Gebiet auf lange Zeit bewahrt werden kann.Das Hauptwerkzeug dieser Aktivitäten sind Simulationen des Stadtgebiets. In diesen Simulationen werden verschiedene Stadttypologien simuliert und mittels Variation verschiedener Parameter versucht, Empfehlungen für optimale Massnahmenpakete für spezifische Stadtgebiete abzuleiten. Für die Validierung dieser Simulationen sind allerdings Messungen vonnöten, wofür die Installation einiger weniger Sensoren geplant war.Bei diesem Thema wurde ein Synergiepotenzial mit der Stadt Winterthur identifiziert. Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels liegt es im Interesse der Stadt, der Hitzeproblematik mittels baulicher Massnahmen entgegenwirken zu können. Hierfür wären Messungen sowohl als Informationsbasis für Bauprojekte und stadtplanerische Aktivitäten, als auch als Wirkungskontrolle von durchgeführten Massnahmen essenziell. Daher ist es sehr sinnvoll, Synergien in diesem Bereich zu nutzen und erste solche Aktivitäten gemeinsam im Sinne einer Public-Private-People Partnership anzugehen. Die konkreten Aktivitäten der ZHAW im Rahmen des NTN Innovation Booster Folgeprojektes umfassen eine Simulation von Winterthur - einerseits der ganzen Stadt, andererseits in höherer Auflösung eines zu definierenden Stadtteils (vermutlich Neuhegi). Die Resultate dieser Simulation werden frei verfügbar sein. Zu Beginn war geplant, fünf Sensoren auf Stadtgebiet zu platzieren, um die Hitzeinselproblematik zu überwachen und Simulationen zu validieren. Mit einem Beitrag der Stadt Winterthur bei den Messaktivitäten ist es aber zudem möglich, eine wissenschaftliche Begleitung der Messaktivitäten von Beginn an durch die ZHAW zu erhalten und die Anzahl Sensoren auf rund 25 zu erhöhen, womit eine flächendeckendere Überwachung von Stadttemperaturen in mehreren Fokusarealen möglich wird. Das Ziel ist eine möglichst nachhaltige Konzeption der Messpipeline, um in einem ersten Schritt projektbezogene und in Zukunft allerdings auch permanente Messungen zu ermöglichen. Im Rahmen dieses Projektes werden total 28 Sensoren auf dem Stadtgebiet installiert (20 Eigentum Stadt Winterthur, 8 Eigentum ZHAW), in Betrieb genommen und über einen Zeitraum von fünf Jahren instandgehalten.

Eckdaten

Projektleitung

Dr. Julien Anet

Projektteam

Curdin Spirig

Projektstatus

laufend, gestartet 07/2022

Institut/Zentrum

Zentrum für Aviatik (ZAV)

Drittmittelgeber

Öffentliche Hand (ohne Bund)

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